Saisonzusammenfassung 2017/18

Eine weitere Viertliga-Saison ist vorbei. Für alle, die sie nochmal durchleiden wollen: Bitteschön…

Regionalliga West 2017/18 1. Spieltag
So, 30.07.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Borussia Dortmund U23 – Rot-Weiss Essen 2 : 2

RWE liefert eine tolle Partie in der Roten Erde, Pröger spielt sich direkt in die Herzen der Fans. Am Ende verdient man sich das Unentschieden, nachdem man nach einem Sonntagsschuss zurückgelegen hat.

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Regionalliga West 2017/18 2. Spieltag
So, 06.08.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – Wuppertaler SV 1 : 3

Ausgerechnet gegen den Rivalen aus dem Tal gibt es im ersten Heimspiel eine Niederlage – trotz früher Führung.

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DFB-Pokal 2017/2018 DFB-Pokal
Fr, 11.08.17 Anstoss: 20:45 Uhr
Rot-Weiss Essen – Borussia Mönchengladbach 1 : 2

RWE schnuppert an der Sensation: nach der 1:0-Führung durch Baier verteidigt unser Team mit Leidenschaft – unterliegt dem Bundesligisten jedoch durch einen Doppelpack kurz vor Schluss.

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Niederrheinpokal 2017/2018 1. Runde
Mi, 16.08.17 Anstoss: 19:00 Uhr
FC Kray – Rot-Weiss Essen 0 : 2

Sechste gegen vierte Liga – Pflichtsieg. Nicht mehr, nicht weniger.

Regionalliga West 2017/18 4. Spieltag
So, 20.08.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – 1.FC Köln U23 3 : 0

Blitzstart und souveräne Partie. Balsam für die geschundene RWE-Seele.

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Regionalliga West 2017/18 5. Spieltag
Sa, 26.08.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Bonner SC – Rot-Weiss Essen 3 : 3

RWE gleicht zwei Rückstände aus, geht sogar in Führung, um kurz vor Schluss doch noch den Ausgleich hinnehmen zu müssen.

Regionalliga West 2017/18 3. Spieltag
Di, 29.08.17 Anstoss: 18:30 Uhr
KFC Uerdingen – Rot-Weiss Essen 2 : 2

Nachholspiel. RWE dominiert den späteren Meister in Halbzeit eins, zeigt in der zweiten Hälfte aber konditionelle Mängel und kassiert erneut Minuten vor Schluss den Ausgleich. Die Kritik an Trainer Demandt wird lauter.

Regionalliga West 2017/18 6. Spieltag
Fr, 01.09.17 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – SC Wiedenbrück 2 : 4

Gegen den „Angstgegner“ (noch kein Heimsieg…) aus Wiedenbrück gibt es eine verdiente Niederlage nach einer erschreckenden Leistung.

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Niederrheinpokal 2017/2018 2. Runde
Mi, 06.09.17 Anstoss: 19:30 Uhr
1. FC Kleve – Rot-Weiss Essen 1 : 3

Erneuter Pflichtsieg im Europapokal.

Regionalliga West 2017/18 7. Spieltag
Sa, 09.09.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – FC Wegberg-Beeck 1 : 1

Gegen den Aufsteiger kommt RWE nicht über ein Unentschieden hinaus. Die Stimmung kippt endgültig.

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Regionalliga West 2017/18 8. Spieltag
Fr, 15.09.17 Anstoss: 19:30 Uhr
SG Wattenscheid 09 – Rot-Weiss Essen 1 : 1

Beim östlichen Nachbar rennt RWE einem frühen Rückstand hinterher und schafft den Ausgleich. Demandts Kopf ist gerettet – vorerst.

Regionalliga West 2017/18 9. Spieltag
Di, 19.09.17 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – SV Westfalia Rhynern 4 : 1

Gegen den Aufsteiger kommt RWE zu einem überraschend klaren Erfolg. Entspannung will rund um die Hafenstraße trotzdem nicht aufkommen.

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Regionalliga West 2017/18 10. Spieltag
Sa, 23.09.17 Anstoss: 15:00 Uhr
Borussia Mönchengladbach U23 – Rot-Weiss Essen 1 : 1

RWE geht mal wieder in Führung, bekommt aber Minuten später einen äußerst umstrittenen Handelfer gegen sich.

Regionalliga West 2017/18 11. Spieltag
Sa, 30.09.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – SC Verl 1 : 1

Das letzte Spiel unter Sven Demandt gerät zu einer blutleeren Vorstellung.

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Regionalliga West 2017/18 12. Spieltag
Sa, 07.10.17 Anstoss: 14:00 Uhr
SV Rödinghausen – Rot-Weiss Essen 3 : 2

Unter Wolters als Interimscoach kämpft sich RWE nach 0:2 zurück ins Spiel, kassiert aber doch noch das spielentscheidende Gegentor.

Regionalliga West 2017/18 13. Spieltag
Fr, 13.10.17 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – FC Viktoria Köln 0 : 2

Viktoria kommt zu einem ungefährdeten Sieg in unserem Wohnzimmer und lässt dabei noch beste Chancen liegen. So langsam werde auch ich unruhig.

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Niederrheinpokal 2017/2018 3. Runde
Mi, 18.10.17 Anstoss: 19:00 Uhr
ETB SW Essen- Rot-Weiss Essen 0 : 2

Gegen die selbsternannte Nummer zwei in Essen *hust* gelingt unter den Augen von Otto Rehagel der ungefährdete Einzug in die nächste Runde.

Regionalliga West 2017/18 14. Spieltag
So, 22.10.17 Anstoss: 17:00 Uhr
TSV Alemannia Aachen – Rot-Weiss Essen 1 : 2

Sport1 verpasst die ultra-frühe Führung der Aachener, RWE zeigt sich jedoch unbeeindruckt und holt sich den Dreier im Tivoli. Glockenhorst wird zur Fernseh-Legende.

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Regionalliga West 2017/18 15. Spieltag
Sa, 28.10.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen  – Rot-Weiß Oberhausen 1 : 1

RWE spielt erfrischend gut gegen RWO und kassiert in der Schlussminute – mal wieder – einen Sonntagsschuss zum Ausgleich.

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Regionalliga West 2017/18 16. Spieltag
Sa, 04.11.17 Anstoss: 14:00 Uhr
TuS Erndtebrück – Rot-Weiss Essen 0 : 2

Bednarski trifft doppelt in Halbzeit eins, RWE kommt zu einem ungefährdeten Auswärtssieg.

Regionalliga West 2017/18 17. Spieltag
So, 12.11.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen  – Fortuna Düsseldorf U23 2 : 0

Gegen von Beginn an auf Zeit spielende Fortunen kommt RWE in einer unspannenden Partie zu einem verdienten Heimsieg.

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Regionalliga West 2017/18 18. Spieltag
Fr, 17.11.17 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen  – Borussia Dortmund U23 0 : 1

Die Flutlichtpremiere von Giannikis geht wegen eines direkt verwandelten Freistoßes unter Beteiligung von Heller in die Hose.

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Regionalliga West 2017/18 21. Spieltag
Fr, 15.12.17 Anstoss: 19:00 Uhr
1.FC Köln U23  – Rot-Weiss Essen 0 : 2

RWE beendet das Pflichtspiel-Jahr 2017 mit einem Auswärtssieg.

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Niederrheinpokal 2017/2018 Viertelfinale
So, 04.02.18 Anstoss: 14:00 Uhr
TuRU Düsseldorf – Rot-Weiss Essen 4 : 5

Das Pflichtspiel-Jahr 2018 startet mit einem Krimi. Der unterklassige TuRU rettet sich per Fallrückzieher in die Verlängerung und das Elferschießen. Marcel Lenz avanciert zum Matchwinner.

Regionalliga West 2017/18 22. Spieltag
Fr, 16.02.18 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – Bonner SC 0 : 1

RWE ist das spielbestimmende Team, verliert aber durch einen individuellen Fehler von Becker. Die Luft für Giannikis, dessen Wechsel zum Saisonende lange feststeht, wird sehr, sehr dünn.

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Regionalliga West 2017/18 25. Spieltag
Fr, 09.03.18 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen  – SG Wattenscheid 09 2 : 3

Den zwischenzeitlichen Ausgleich von Wattenscheid bügelt Pröger direkt nach Wiederanpfiff aus, RWE macht in den letzten Sekunden aus einem Sieg eine Niederlage.

Regionalliga West 2017/18 20. Spieltag
Di, 13.03.18 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – KFC Uerdingen 2 : 2

Innerhalb von 4 Tagen spielen sich unglaubliche Szenen an der Hafenstraße ab: RWE dominiert den Spitzenreiter und führt bis zur Nachspielzeit mit 2:0 – schafft es aber erneut nicht, den sicher geglaubten Sieg einzufahren. Im Nachgang beschließt die „aktive Szene“ einen Stimmungsboykott bis zum Saisonende.

Niederrheinpokal 2017/2018 Halbfinale
Mi, 21.03.18 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – TV Jahn Hiesfeld 5 : 0

Nach den Ereignissen in der Liga schwant vielen RWE-Fans Übles, sie werden aber äußerst positiv überrascht: Der Oberligist aus Dinslaken wird deutlich aus dem Stadion geschossen.

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Regionalliga West 2017/18 27. Spieltag
Sa, 24.03.18 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – Borussia Mönchengladbach U23 2 : 1

Endlich dreht RWE mal eine Partie zu eigenen Gunsten und holt den ersten Dreier des Kalenderjahres Ende März(!).

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Regionalliga West 2017/18 28. Spieltag
Do, 29.03.18 Anstoss: 19:00 Uhr
SC Verl – Rot-Weiss Essen 1 : 1

Ostwestfalen ist in dieser Saison kein gutes Pflaster für RWE. Wieder eine Führung – trotzdem wieder nicht gewonnen.

Regionalliga West 2017/18 24. Spieltag
Di, 03.04.18 Anstoss: 19:30 Uhr
FC Wegberg-Beeck- Rot-Weiss Essen 0 : 3

Beim Auf- und späteren Absteiger aus Wegberg-Beeck stellt RWE die Weichen langsam, aber sicher auf Klassenerhalt (sic!).

Regionalliga West 2017/18 29. Spieltag
Sa, 07.04.18 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – SV Rödinghausen 1 : 2

Gegen das ostwestfälische Küchenbauunternehmen sitzt Giannikis zum letzten Mal auf der Trainerbank. Am nächsten Tag wird bekanntgegeben, dass man sich auf die vorzeitige Vertragsauflösung geeinigt hat. Karsten Neitzel übernimmt.

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Regionalliga West 2017/18 19. Spieltag
Mi, 11.04.18 Anstoss: 19:30 Uhr
Wuppertaler SV- Rot-Weiss Essen 3 : 1

Neitzels Premiere missglückt. Trotz des deutlichen Ergebnisses sind erste Ansätze zu erkennen.

Regionalliga West 2017/18 30. Spieltag
So, 15.04.18 Anstoss: 14:00 Uhr
FC Viktoria Köln- Rot-Weiss Essen 0 : 0

Ausgerechnet RWE spielt Zünglein an der Waage und macht der reichen Tante Viktoria einen vorzeitigen Strich durch die Aufstiegs-Rechnung.

Regionalliga West 2017/18 31. Spieltag
Sa, 21.04.18 Anstoss: 15:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – TSV Alemannia Aachen 1 : 0

Dritter Anlauf – erster Sieg unter Neitzel.

Regionalliga West 2017/18 23. Spieltag
Di, 24.04.18 Anstoss: 19:30 Uhr
SC Wiedenbrück – Rot-Weiss Essen 0 : 2

Platzek bringt RWE auf den Weg, Bednarski macht den Deckel drauf. Erster Optimismus kommt auf.

Regionalliga West 2017/18 32. Spieltag
Fr, 27.04.18 Anstoss: 19:00 Uhr
Rot-Weiß Oberhausen- Rot-Weiss Essen 1 : 1

Die Generalprobe fürs anstehende Pokalfinale in Oberhausen. Beide Teams erzielen ein fast identisches Tor, RWE zeigt, dass man auch dagegenhalten aknn und RWO nichts schenken wird.

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Regionalliga West 2017/18 33. Spieltag
Sa, 05.05.18 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – TuS Erndtebrück 2 : 1

Letztes Heimspiel der Saison –  erneuter Heimsieg. RWE macht den Sack zu, Erndtebrück steigt ab.

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Regionalliga West 2017/18 26. Spieltag
Mi, 09.05.18 Anstoss: 19:00 Uhr
SV Westfalia Rhynern – Rot-Weiss Essen 0 : 4

Befreit kann RWE im Nachholspiel aufspielen und sich den Frust vom Leib schießen.

Regionalliga West 2017/18 34. Spieltag
So, 13.05.18 Anstoss: 14:00 Uhr
Fortuna Düsseldorf U23 – Rot-Weiss Essen 1 : 1

Nach Viktoria und Erndtebrück spielt RWE auch für Düsseldorf „Schicksal“ und besiegelt durch den späten Ausgleich am Flinger Broich durch Becker den sportlichen Abstieg der Fortunen, die nur noch durch Uerdinger Aufstieg gerettet werden können.

Niederrheinpokal 2017/2018 Finale
Mo, 21.05.18 Anstoss: 17:00 Uhr
Rot-Weiß Oberhausen – Rot-Weiss Essen

RWE gerät durch einen Distanzschuss von Nakowitsch (ausgerechnet…) kurz vor der Pause in Rückstand, liefert in Halbzeit zwei die vermutlich besten 45 Minuten der Saison ab. Bednarski mit dem Ausgleich, ein dunkelrot-würdiges Foul von Nakowitsch an Pröger wird nur mit gelb bestraft, RWO erzielt ein irreguläres Tor (zumal vermutlich nicht hinter der Linie) Sekunden vor dem Ende. Der Pokal geht diesmal nicht nach Essen.

Statistisches aus der Liga:
Längste Siegesserie:
2 Spiele (3x)
Erndtebrück/Düsseldorf 16./17.
Aachen/Wiedenbrück 31./23.*
Erndtebrück/Rhynern 33./26.

Längste Serie ungeschlagen:
7 Spiele
Viktoria/Aachen/Wiedenbrück/Oberhausen/Erndtebrück/Rhynern/Düsseldorf 30./31./23.*/32./33./26.*/34.

Längste Serie unentschieden:
2 Spiele (3x)
Bonn/Uerdingen 5./3.*
Wegberg/Wattenscheid 7./8.
Gladbach/Verl 10./11.

Längste Serie ohne Sieg:
5 Spiele
Bonn/Uerdingen/Wiedenbrück/Wegberg/Wattenscheid 5./3.*/6./7./8.

Längste Serie ohne Punkt:
2 Spiele (3x)
Rödinghausen/Viktoria 12./13.
Bonn/Wattenscheid 22./25.
Rödinghausen/Wuppertal 29./19.*

Längste Serie „Tor gemacht“:
12 Spiele
Dortmund/Wuppertal/Köln/Bonn/Uerdingen/Wiedenbrück/Wegberg/Wattenscheid/Rhynern/Gladbach/Verl/Rödinghausen 1./2./4./5./3.*/6./7./8./9./10./11./12.

Längste Serie ohne eigenes Tor:
1 Spiel (4x)
Viktoria 13.
Dortmund 18.
Bonn 22.
Viktoria 30.

Längste Serie ohne Gegentor:
3 Spiele
Viktoria/Aachen/Wiedenbrück 31./23.*/32.

Längste Serie „nicht zu null“:
12 Spiele
Bonn/Uerdingen/Wiedenbrück/Wegberg/Wattenscheid/Rhynern/Gladbach/Verl/Rödinghausen/Viktoria/Aachen/Oberhausen 5./3.*/6./7./8./9./10./11./12./13./14./15.

* Nachholspiel

Beste Torschützen:
Platzek – 13 Tore
Pröger – 12 Tore
Bednarski – 9 Tore

Beste Vorbereiter:
Grund – 11 Tore
Platzek – 9 Tore
Baier – 5 Tore

Tabelle:
10 Platz, 49 P. / 12 Siege / 13 Unentschieden / 9 Niederlagen

Heim:
12 Platz, 22 P. / 6 Siege / 4 Unentschieden / 7 Niederlagen

Auswärts:
4. Platz, 27 P. / 6 Siege / 9 Unentschieden / 2 Niederlagen

Abschluss-Heimsieg

RWE besiegt den als Absteiger feststehenden TuS Erndtebrück im letzten Heimspiel mit 2:1 und bleibt damit zum fünften Mal in Folge ungeschlagen.

Was sich zunächst nach Erledigung einer Pflichtaufgabe anhört, war leider mehr Arbeit als erwartet. Erndtebrück überraschte mit sehr frühem Pressing, sodass unser Team kaum einen ordentlichen Spielaufbau zustande brachte. Und trotzdem war die erste Chance eine rot-weisse: Platzek hatte Lucas in zentraler Position freigespielt, dessen Abschluss war jedoch der Eckfahne näher als dem Tor. Knapp zwei Minuten später war es dann aber soweit: Pröger wurde von Baier (oder war es Brauer?) mittig auf die Reise geschickt, kurzer Haken und flach rechts unten verwandelt – 1:0!

Wenig später sollten dann auch die Gäste ihre ersten Abschlüsse bekommen: erst landete ein Schuss von der Strafraumgrenze am Pfosten, wenig später schaffte es ein Spieler, den Ball aus 3m übers Tor zu schießen. In dieser Situation war RWE hinten sehr konfus und hatte endlich mal das Glück auf seiner Seite. Das sollte aber noch nicht alles sein für die erste Hälfte: Pröger schickte Platzek steil, dessen Schuss in letzter Sekunde zwar geblockt wurde, dann aber noch gefährlich knapp am Pfosten vorbeikullerte. Zum Ende der ersten Hälfte traf Platzek mit einem Kopfball den Pfosten, wenig später brachte dann Bednarksi noch das Kunststück fertig, aus dem Halbkreis vor dem Strafraum den Ball neben das Tor zu setzen. Mit einem knappen, insgesamt wohl in Ordnung gehenden 1:0 ging es dann die Pause.

Nach dem Wechsel plätscherte das Spiel bei bestem Wetter vor sich hin, bevor nach gut 15 Minuten ein langer Einwurf von Pröger über Urban bei Platzek landete, der den Ball mit der Brust annahm und ihn sehenswert aus der Drehung in den Winkel nagelte.

Der Torjubel war noch nicht ganz verklungen, als der Ball nach Wiederanpfiff über Heller an die Latte klatschte (die Entstehung habe ich leider nicht gesehen), den Abpraller konnte ein Erndtebrücker volley versenken.

Erwähnenswert war vielleicht noch eine Freistoßvariante, bei der Baier antäuschte, den Ball ordentlich hinzulegen, Grund tippte ihn an und Baier schlenzte ihn aus dem Stand aufs lange Eck, wo Platzek ihn leider nur ans Außennetz drücken konnte.

Der Rest war eine Mischung aus mittelschweren Halbchancen für Erndtebrück, unsauber gespielten RWE-Kontern und einem tiefen Durchatmen, als Zeiger eine Kopfball-Bogenlampe für den geschlagenen Heller von der Linie kratzte.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass RWE immerhin gelernt zu haben scheint, dass so ein Spiel auch zu Ende gespielt werden muss. Auf der anderen Seite darf man gerne auch mal mindestens eine der zahlreichen Chancen bzw. Konter nutzen, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. So sehr Kai Pröger auch um jeden Ball rackert und kämpft – er sollte ein Auge für den besser platzierten Mitspieler entwickeln. Und ich erwarte von Profis, dass sie einen Ball unbedrängt zumindest aufs Tor bringen. Platzek heute wieder mit enormem Laufpensum. Aus dem Mittelfeld kamen heute leider nicht immer die richtigen Entscheidungen – auch hier ist Potential vorhanden.

Es folgen nun noch die Auswärtsspiele bei Westfalia Rhynern (ebenfalls bereits abgestiegen) und der zweiten Mannschaft der Fortuna, bevor es in Oberhausen um den Niederrhein-Pokal geht. Spätestens hier sollte – unabhängig von der Stellungnahme der „aktiven Szene“, die ich nicht weiter kommentieren möchte – eine „Lösung gefunden“ werden und der Boykott beendet werden. Niemand ist größer als der Verein, für den es um viel geht, nicht zuletzt um eine dicke Prämie für das Erreichen des DFB-Pokals.

Oberhausen olé

RWE konnte gestern Abend beim Duell mit dem Nachbarn zu fortgeschrittener Zeit den Führungstreffer der Gastgeber mit einem beinahe identischen Tor ausgleichen und bleibt somit im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. Sehr schön. Da ich das Niederrhein-Stadion meide wie die Pest, habe ich vom Stream Gebrauch gemacht und das Spiel dort verfolgt.

Insgesamt geht das Ergebnis aus meiner Sicht in Ordnung. In Halbzeit eins war Oberhausen das, was man wohl „spritziger“ nennt: immer einen Schritt schneller am Ball, präsenter, körperlich leicht überlegen. Je länger das Spiel und vor allem dann die zweite Halbzeit dauerte, umso mehr konnte RWE jedoch ins Spiel zurückfinden und RWO in dessen Hälfte zurückbringen. Nachdem Baier aus kürzester Distanz am Pfosten scheiterte, war der Ausgleich durch RWE-Urgestein Brauer dann irgendwie schon verdient. Und auch wenn ich mich sehr gefreut hätte, wenn Pröger aus 5m freistehend nicht übers sondern ins Tor geköpft hätte – das Unentschieden insgesamt geht schon in Ordnung.

Viel wichtiger jedoch, ob wir nun einen oder drei Punkte vom Kanal entführen (in der Liga ging schon vor dem Spiel nichts mehr…) – in meinen Augen ist der erkämpfte Punkt aus psychologischer Sicht Gold wert. Wir haben gezeigt, dass wir fürs Finale gewappnet sind und uns auch nach einem Rückstand nicht in die Hose machen. Klar, die Kulisse wird am Pfingstmontag nochmal eine ganz andere sein. Ein Großteil der Zuschauer wird unser Team mit Hass und Spott überziehen. Andererseits hört man ja auch immer wieder, dass gerade jene beschimpften Spieler dann eine „Jetzt-erst-recht“-Mentalität entwickeln. Außerdem bin ich mir nicht so sicher, ob die RWO-Spieler nicht selbst am hohen Erwartungsdruck vom Publikum zu Knabbern haben. Fürs Finale sollte aber gelten „Lösungen finden – Stimmungsboykott beenden“! Denn es wird auf alle Parteien ankommen – Spieler, Trainer, Fans.

Eine weitere Entscheidung ist gestern Abend gefallen: die Regio West wird dank Losglücks in der kommenden Saison einen direkten Aufsteiger stellen. Und so unwahrscheinlich es auch erscheinen mag, dass ausgerechnet RWE in den Kampf um den Platz an der Sonne eingreifen kann – es gilt, darauf alle Bemühungen zu fokussieren. Es wäre doch der beste Zeitpunkt, zum Ende von „Hoch 3“ aufzusteigen. Auch die Spiele der kommenden Saison wollen erst einmal gespielt werden.

Man wird doch wohl noch träumen dürfen…

…und schon wieder keine Punkte, RWE…

Kerl… Ich bin ja wahrlich niemand, der gleich nach einer Niederlage das Ende der Welt herbeiredet. Heute jedoch fällt es mir schwer, am Spiel unseres Teams irgendetwas zu finden, dass mich für die kommende Saison zuversichtlich stimmen würde. Dabei waren die Voraussetzungen mit „sieben Punkten aus den letzten drei Partien“, wie Walter Ruege vor dem Spiel noch erwähnte, mit Wetter vom Allerfeinsten nun wirklich sowas wie optimal.

Und die ersten zehn, zwölf Minuten gehörten dann auch RWE. Unser Team hatte bereits nach wenigen Sekunden die erste von gefühlt fünfzig Ecken am heutigen Tag, und nach Ballverlusten wurde direkt nachgesetzt und Rödinghausen gar nicht erst ans Spielen gelassen. Nach dieser guten Phase, die jedoch auf keinerlei Torchance sah, flachte die Partie dann jedoch immer mehr ab, Rödinghausen wollte offenbar nicht nach vorne spielen, RWE fand zwar immer wieder die Außenspieler, doch alles, was in den Strafraum ging, waren dankbare Aufgaben für die Abwehr der Gäste. Auch mehrere Freistöße aus dem Halbfeld – meist Sache von Kevin Grund – landeten direkt in den Armen unseres Ex-Keepers Heimann.

Nach etwa 35 Minuten wurde dann der heute wieder sehr aktive Cedric Harenbrock einmal steil geschickt, mit zwei Haken ließ er die halbe Rödinghauser Abwehr stehen und passte flach in die Mitte, wo der Abschluss von Platzek in höchster Not noch geblockt und damit zum Kullerball wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt war Rödinghausen noch nicht ein einziges Mal gefährlich vor dem Essener Kasten in Erscheinung getreten, Robin Heller bis dahin nur bei ein paar Rückpässen am Ball. Umso bitterer, was dann in der 42. Minute geschah. Becker, der bis in die gegnerische Hälfte aufgerückt war, verlor den Ball, ließ sich dann von einer Körpertäuschung verladen und rannte von dort seinem Gegenspieler ca. 2-3m hinterher. Der zur Hilfe eilende Meier konnte nicht verhindern, dass der Ball an ihm vorbeigelegt wurde, schließlich landete die Kugel dann aus ca. 10m für Heller unhaltbar im kurzen Eck. Mit 0:1 ging es somit in die Pause.

Unser (Immer-Noch-)Trainer entschied, dass Baier in der Kabine bleiben sollte und brachte stattdessen Jansen. Mich würde sehr interessieren, was dieser Wechsel bewirken sollte, denn fortan fehlte im Mittelfeld eine wichtige Anspielstation, wobei Baier auch in Halbzeit eins nicht durch besonderen Offensivdrang aufgefallen war. Erneut kam RWE besser in die Partie, aber mit fortschreitender Spieldauer wurden auch die Bemühungen um den Ausgleich weniger sorgfältig gespielt. Nach einem Freistoß von links brachte ein RWE-Spieler (Jansen? Konnte es nicht richtig sehen…) das Kunststück fertig, am langen Pfosten freistehend aus 3m übers Tor zu schießen.

In dieser Phase dachte sich Niclas Heimann dann wohl, dass er seinem Ex-Team etwas zurückgeben müsse: Nach einem Rückpass spielte Heimann – unter Druck durch den anlaufenden Pröger – einen zu schwachen Pass, den Harenbrock erlief. Der Ball landete erneut bei Pröger (gefühlt deutlich im Abseits, vielleicht kam der Ball vom Gegner?), der Heimann umkurvte und den Ball zum Ausgleich einschob.

Der Torjubel war noch nicht ganz verebbt, als Pröger den Ball an der gegnerischen Grundlinie eine Kerze zurückköpfte auf Malura. Dessen Direktschuss strich nur knapp am langen Pfosten und dem heranfliegenden Harenbrock vorbei.

Wer jetzt jedoch dachte, dies brächte neuen Schwung ins Essener Spiel, wurde leider getäuscht. Zwar hatte der Gast es nun wieder etwas eiliger, trotzdem bekam RWE kaum noch Torszenen zustande. Stattdessen kam es, wie es immer kommt… Rödinghausen spielte mit der linken Essener Abwehrseite Katz und Maus, Zeiger versucht noch, den Ball wegzuspitzeln, nimmt sich damit aber selbst aus der Szene, ein schneller Pass nach vorne und ein Schlenzer in den Winkel – hier war Heller in meinen Augen entweder klar falsch postiert oder er hat einfach nicht die Sprungkraft, die ein regionalliga-tauglicher Torhüter benötigt.

Der Rest der Partie bestand aus verzweifelten Versuchen, Jansen oder Platzek hektisch per hohem Ball anzuspielen. Keiner dieser Bälle kam jedoch an. Quasi mit dem Schlusspfiff hatte Rödinghausen noch die Chance aufs 3:1, als Heller nach einem Querpass die Variante „vorlegen“ statt „wegkloppen“ wählte und dann das Laufduell mit dem Rödinghauser vergeigte. Dessen Schuss gegen die Laufrichtung des Keepers, der außerhalb des Sechzehners unterwegs war, strich jedoch knapp am Pfosten vorbei.

Insgesamt war mir das heute viel zu wenig für ein Team, das die Saison noch möglichst positiv zu Ende spielen will. Zwar stimmte phasenweise der Einsatz, keine Frage, aber halt nicht über 90 Minuten. Wo war der unbedingte Wille, die Partie zu gewinnen?

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich das Ende der Saison herbeisehne. Es sind zwar nur noch ein paar wenige Spiele, und eigentlich kann auch nach unten nichts mehr anbrennen, aber die Art und Weise, wie „mein“ Verein zurzeit auf meinen Nerven herumtrampelt, ist kaum noch zu ertragen. Es bleibt noch die Hoffnung auf den Niederrheinpokal, doch selbigen samt DFB-Pokalspiel würde ich für eine Saison „obendrin“ jederzeit hergeben.

Die „aktive Szene“ übt sich derweil in Schweigen und dem Aufhängen von „Lösungen finden“-Transparenten. Den Sinn dahinter mögen einige wenige verstehen, in meinen Augen leistet man damit der Mannschaft einen Bärendienst, denn ich glaube, mit mehr Feuer auf der Tribüne wäre sicher mehr drin gewesen – so müßig es auch ist, darüber zu spekulieren. Die erste Lösung, nämlich die an der Seitenlinie, könnte morgen präsentiert werden, wenn das stimmt, was heute ein Vöglein gezwitschert hat. Ich bin gespannt.

Mittwoch geht es für die Mannschaft nach Wuppertal, eigentlich ein Höhepunkt der Saison, ich selbst verspüre derzeit aber keinerlei Wunsch, mir das Gebolze dort auch anzutun. Vermutlich wird es also einen Auswärtssieg geben, bevor es kommendes Wochenende zur Viktoria nach Köln geht.

Ich gehe jetzt ne Runde grillen und genieße dann das letzte Heimspiel der Volleyballer vom VV Humann samt Freibier und Grillwurst – die haben immerhin eine erfolgreiche Saison (so gut wie) hinter sich.

In diesem Sinne…

…NUR DER RWE!

Alter Verwalter,…

…meine Nerven! Muss das denn immer so ne enge Kiste sein?

Aber fangen wir vorne an. Bedingt durch einen privaten Termin war ich heute erst gute 10 Minuten nach Anpfiff auf meinem Westkurven-Stammplatz. Vorsichtig gesagt habe ich angesichts des weiteren Spielverlaufs in Halbzeit eins wohl nicht so viel verpasst.

Und weil es wohl nicht genügt, dass wir in der Liga nicht zu null spielen können und die Gegentore zudem zur Unzeit auch in der falschen Menge fallen, kassierten wir heute mal einen Treffer der kuriosen Art: Langer Einwurf in den Essener Strafraum, der Ball springt einmal, zweimal auf, und weil sich keiner der anwesenden Defensivspieler berufen fühlte, den Ball anzunehmen oder auch wegzudreschen, schob ihn ein Gladbacher einfach Lenz durch die Beine.

Sekunden nach Wiederanpfiff – Walter Ruege war gerade dabei, den Treffer zu verkünden, ich war noch nicht fertig damit, das Ergebnis an die Daheimgebliebenen zu tickern – nahm sich Bednarski ein Herz. Nach kurzem Sprint und Haken nach innen schickte er einen tollen Flachschuss auf die Reise, der im langen Eck einschlug. Postwendend der Ausgleich, keine Zeit für die „kleinen Fohlen“ (Hoppla, ein Pleonasmus!), den Schalter auf „mauern“ zu stellen.

Da ansonsten nichts, aber auch wirklich gar nichts außer ein paar seltsamen Schwächeanfällen bei den Gästen passierte, bekam das Spiel von mir zur Halbzeit das Prädikat „lauer Frühlingskick“.

Und so waren die Erwartungen, in der zweiten Halbzeit im „Hexenkessel Hafenstraße“ eine packende Begegnung zu erleben, nicht besonders hoch. Doch besonders RWE schien sich dann doch etwas vorgenommen zu haben. Nur wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff setzte sich Pröger über rechts durch, lief parallel zur Grundlinie und versuchte, in der Mitte Platzek zu erreichen, doch der Ball wurde im letzten Moment zur Ecke geklärt. Nur wenige Minuten später hatte Bednarski die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber knapp am Gladbacher Keeper, der sich aus meiner Sicht völlig lächerlich minutenlang behandeln ließ, weil er sich vom Essener Stürmer getroffen fühlte. Ich persönlich halte Bednarski für so fair, dass er sich in dem Fall zumindest entschuldigt hätte, doch da er keine Anstalten machte, dies zu tun, gehe ich davon aus, dass da kein Kontakt gegeben war.

Bednarski war dann auch der Hauptdarsteller in der nächsten Szene: Flanke Platzek, schöner Kopfball aus vollem Lauf aus knapp 1m (!), doch der Gladbacher Keeper bekommt die Arme noch hoch und rettet zur Ecke. Wenig später schaffte es Zeiger aus noch kürzerer Distanz, eine Ecken-Verlängerung von Platzek am langen Pfosten neben den Kasten zu setzen – die Führung längst hochverdient. Es schien jedoch eines dieser Spiele zu werden, die man auch nach drei Stunden Spielzeit nicht gewinnt. Während die Gladbacher nun jede Chance nutzten, Zeit von der Uhr zu nehmen – jeder noch so kleine Schubser führte zum Aufmarsch der medizinischen Abteilung – fand RWE trotz der mittlerweile deutlichen Kontrolle über das Spiel nur schwerlich die Mittel, um das Tor der Gäste in Gefahr zu bringen. Ein weiterer Kopfball von Zeiger wurde noch mit einer Blitzreaktion über den Kasten gelenkt.

Als der schwache Schiedsrichter einen seiner umstrittenen Freistöße in zentraler Position vor dem rot-weissen Kasten gab, schwante so manch einem im Stadion sicher schon Böses. Der Freistoß senkte sich gefährlich über die Mauer, doch auch Lenz „kann“ Glanzparaden. Es ist müßig, an dieser Stelle zu diskutieren, ob Robin Heller auch so schnell abgetaucht wäre, doch in dieser Szene gehört der Dank ganz klar Lenz, der das Unentschieden zu diesem Zeitpunkt festhielt.

Wir hatten uns in unserem Eckchen in W3 schon mit dem erneuten Unentschieden abgefunden (zu sehr plätscherte das Spiel mittlerweile wieder dahin), als Pröger einen Pass schnell und steil auf Urban spielte, der die Nerven behielt und in der Mitte mit einer butterweichen Flanke Marcel Platzek bediente. Und endlich war der Ball da, wo er hingehört – im Netz des Gegners! Ein Tor, das wie eine Befreiung wirkte, denn ein Punktgewinn für die Gäste wäre heute alles andere als verdient gewesen.

Doch wir sind ja beim RWE, und so warfen die Gäste nun alles nach vorne, wo sie auch noch zwei Freistöße aus gefährlicher Position bekamen, die aber jeweils geklärt werden konnte. Interessant in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass Lenz noch gelb für Zeitspiel bekam, obwohl sein Kollege auf der anderen Seite in mindestens gleichem Umfang zuvor Sekunde um Sekunde bei jedem Abstoß ausgekostet hatte.

Am Ende war es dann aber tatsächlich soweit – erster Liga-Sieg in diesem Kalenderjahr für RWE, gegen einen Gegner, der schon früh deutlich machte, dass er eigentlich keine Lust auf eigene Angriffe hatte und immer wieder das Tempo aus dem Spiel nahm.

Auffälligster Spieler war heute sicherlich Kamil Bednarski, der in den letzten Partien immer besser in Erscheinung treten konnte. Obwohl er sicher nicht der schnellste und technisch versierteste (Ball“annahme“!!!) im Team ist, so ist er mit seiner Statur und Torgefährlichkeit mittlerweile mindestens so wertvoll wie Pröger auf der anderen Seite, der ja mehr durch Tempo und Einsatz sticht. Ich möchte mich gar soweit aus dem Fenster lehnen, dass die beiden bis zum Saisonende sicherlich den Vorzug von Jansen bekommen werden, so sie denn fit bleiben.

Zum Schiedsrichter habe ich ja schon einiges gesagt. Ich möchte trotzdem noch ergänzen, dass ich schon auffällig fand, wie oft winzigste Körperkontakte mit anschließender „Verletzungsunterbrechung“ tatsächlich abgepfiffen wurden. Ich meine, wenn er ein- oder zweimal darauf eingeht – okay. Aber irgendwann muss doch auch dem Schiedsrichter mal auffallen, dass das Verhältnis zwischen Foul und Behandlungsbedarf nicht stimmt. Lernt man sowas nicht in einem Schiri-Kurs? Das haben seine Kollegen in den letzten Spielen deutlich besser im Griff gehabt. Dass diese ständigen Unterbrechungen auch nicht dazu beitrugen, dass ein ordentliches Spiel zustande kommen konnte, ist wohl klar…

Ich jedenfalls war schon lange nicht mehr so nervös nach einer eigenen Führung in den Schlussminuten. Das ging beinahe so weit, dass ich die letzten Freistöße vor unserem Kasten am liebsten gar nicht mit ansehen konnte. Warum immer so spannend? Ich werd‘ zu alt für den Scheiß.

Für die Partie am kommenden Donnerstag wünsche ich mir einmal einen glatten, ungefährdeten 3:0-Sieg unserer Mannschaft. Einfach nur mal für den Blutdruck

Das Imperium schlägt zurück

Niederrheinpokal – Halbfinale gegen den TV Jahn Hiesfeld, der im Viertelfinale immerhin den Wuppertaler SV aus dem Turnier gekickt hat – RWE sollte gewarnt sein. Das Team bestückt mit einigen ehemaligen RWO-Akteuren, die öffentlich mit dem Sieg über RWE geliebäugelt haben. gab sich im Vorfeld kämpferisch. So hat man die berühmte Einleitung der Asterix-Comics umgetextet. Man sei gewillt, dem übermächtigen Gegner (nennen wir es einfach „Essener Imperium“) das Leben schwer zu machen.

Das gelang auch gute 20 Minuten recht ordentlich, zu zerfahren die Aktionen der Hausherren. Viele Stockfehler prägten das Spiel, und RWE hatte kaum Zeit, mal ein paar präzise Pässe am Stück zu spielen, weil Hiesfeld zu Beginn sein Heil in der Offensive suchte. Mit fortschreitender Spielzeit entwickelte sich dann aber doch in Hälfte eins ein Spiel im besten Handball-Stil, immer herum um den Dinslakener Strafraum. Wurde der Ball geklärt, so war umgehend ein rot-weisser Fuß zur Stelle, um den Ball wieder zu sichern. Leider dauerte es trotzdem bis zur 30. Minute, bis Timo Brauer per Geistesblitz Kai Pröger auf die Reise schickte, dieser aber am Keeper im Eins-gegen-Eins scheiterte. Gute 10 Minuten später musste der Hiesfelder Keeper sich strecken, als er vom eigenen Mann auf dem falschen Fuß erwischt wurde, und quasi mit dem Halbzeitpfiff nagelte Platzek einen Kopfball nur knapp neben den Kasten, und so musste man sich mit einem torlosen Unentschieden zum Pausentee (den wollte ich schon IMMER mal bringen) begeben.

Nach dem Seitenwechsel wurden die rot-weissen Angriffe dann deutlich zielstrebiger als zuvor. Wieder und wieder gelang es, hinter die Abwehrkette zu kommen, und immer wieder nutzen Baier und Brauer die sich bietenden Möglichkeiten, Malura / Pröger auf rechts bzw. Bednarski / Grund steil anzuspielen. Während nach knapp 50 Minuten ein Volleyschuss von Pröger aus 11m nach feiner Bednarski-Flanke noch knapp am Kasten vorbeistrich und wenig später ein Angriff wegen äußerst zweifelhaftem Abseits abgepfiffen wurde, war es dann in der 62. Minute endlich soweit: Eckball RWE, Baier spielt den unbeliebten kurzen Pass auf Grund, der sich um seinen Gegenspieler dreht und den Ball von der Grundlinie zurücklegt. Dort lässt Zeiger den Ball passieren und Meier hatte freie Schussbahn – 1:0.

Dieser Treffer belebte das Spiel, denn nun musste Hiesfeld endlich die Deckung öffnen. Nur drei Minuten nach der Führung gab es erneut Eckball, diesmal von der anderen Seite. Flanke Grund, Platzek verlängert, und am langen Pfosten drückt Malura den Ball aus einem knappen Meter flach ins Tor.

RWE nahm eine kurze schöpferische Pause, um die nun intensiver werdenden Bemühungen der Gäste abzufangen und nicht in Konter zu laufen. Stattdessen konnte zehn Minuten vor Schluss nachgelegt werden: Der heute wieder extrem laufstarke Platzek erobert einen hohen Ball an der Mittellinie, läuft über rechts, lässt Pröger kreuzen, zieht dann nach innen und flankt auf den völlig blank stehenden Bednarski, der den Ball annimmt und über den herauseilenden Keeper lupft. Zwar versucht noch ein Verteidiger, den Ball zu klären, kommt dabei aber zu spät 3:0 – Drops gelutscht!

Während ich einige Freunde noch per WhatsApp über den weiteren Treffer informierte, fiel dann nach einem erneuten schnellen Angriff über Pröger das 4:0, mit dem Schlusspfiff bereitete dann Timo Brauer mit einem Zuckerpass per Außenrist auf Bednarski das 5:0 vor.

Bemerkenswert, dass Hiesfeld im kompletten Spiel nicht einen einzigen gefährlichen Schuss aufs rot-weisse Tor abgegeben hat. In den paar Situationen, in denen Lenz Flanken vom Himmel pflücken musste, strahlte er dabei eine ungeheure Souveränität aus.

Erfolgsgaranten heute ganz klar Platzek mit seiner Laufarbeit, Grund mit zwei Vorbereitungen sowie Bednarski mit seinen Treffern. Bei letzterem würde ich mir wünschen, dass er seine körperliche Robustheit öfter einsetzen würde, um Bälle abzusichern und ordentlich anzunehmen, zu oft springen Bälle ungünstig von ihm weg oder werden ihm einfach abgelaufen. Baier versteckte sich für meinen Geschmack in Halbzeit eins zu sehr, nach dem Wechsel war er einfach überall zu finden – warum nicht früher so?

Noch ein Wort zur Stimmung: Während die Gästefans sich auch nach den Toren nicht vom Feiern abhalten ließen, handelte die aktive Szene heute mal wieder nach dem Motto „et is noch immer joot jejange“ und schwieg größtenteils. Ich finde es dennoch traurig, dass ohne besagte Jungs und Mädels einfach keinerlei Stimmung aufkommen wollte. Und ich behaupte, dass heute nur die ganz harten Fans im Stadion waren, mit Event-Erfolgs-Schönwetter-Fans hatte das jedenfalls nichts zu tun. Immerhin bot dies die Gelegenheit, auch dem Schiri / Assistenten mal lautstark mitzuteilen, was man von dessen Entscheidungen hält, und auch die launigen Gesänge der Gäste waren ordentlich zu vernehmen. Ich möchte an dieser Stelle noch kurz die letzte offene Frage („Warum seid ihr H***n so leise?“) beantworten: Für euch Spiel des Jahres, für uns nur ein lästiger Kick in einer Phase, die man durchaus als Krise bezeichnen könnte. Da haben die meisten hier wohl keine Lust zu feiern…

Ich hoffe auf ein packendes Finale mit hoffentlich besserem Ende für uns. Wie ich durchaus scherzhaft bereits bei Twitter/Facebook erwähnte, wäre ich einem Finale an einem neutralen Ort wie beispielsweise dem Niederrheinstadion (verstehste? Neutraler Ort?) nicht abgeneigt. Wenn ich richtig informiert bin, findet der diesjährige „Tag der Amateure“ am Pfingstmontag statt – freihalten, Leute!

Den durchaus tapferen Gästen möchte ich in bester römischer Tradition für die Heimreise in ihr kleines, unbeugsames Dorf mitgeben: „Assindia seu vicit cope!“

Mächtig in die Hose…

Endlich wieder Pflichtspielalltag, kein Pokalgeplänkel, keine unwichtigen Testspielereien, nein: Punktejagd.

Bei kühlem aber winterlich-schönem Wetter lockte also endlich wieder die heimische Hafenstraße, und ein latenter Optimismus lag in der Luft, dass heute gegen die Tabellenkeller-Kinder vom Bonner SC direkt der erste Heimsieg gelingen sollte. Und auch das Team schien sich der Verantwortung bewusst und erarbeitete sich nach nur wenigen Sekunden direkt die erste Ecke, die jedoch wirkungslos verpuffte. Was folgte, vermochte einem die Verwunderung ins Gesicht zu treiben: Um jeden Zentimeter wurde gekämpft und verlorene Bälle noch in der gegnerischen Hälfte zurückerobert. Der Bonner SC kam einfach nicht in die Partie, trotzdem gehörte ihm die erste „Chance“ des Spiels, als Pröger einen Ball in Höhe der Mittellinie nur knapp vor seinem Gegner erwischte und ihn per Pressschlag klären wollte. Damit überlistete er jedoch die eigene Abwehr und schickte einen Bonner auf die Reise, der aber den Ball ungefähr so verzog, wie Baier neulich seinen Elfer in Düsseldorf.

Unbeeindruckt rollte jedoch ein Angriff nach dem anderen auf das Bonner Tor. Gleich zweimal hatte Platzek die Führung auf dem Fuß, Pröger hätte in einer Situation nur noch ablegen müssen, entschied sich aber für den Torschuss, der pariert wurde. Malura flankte einige Male gut in die Mitte, sodass in höchster Not geklärt werden konnte, zudem fehlte es manchmal am Quentchen Glück beim entscheidenden Pass. Auf der anderen Seite musste Heller, der für den kurzfristig verletzten Lenz wieder im Kasten stand, ein einziges Mal nach einer tollen Einzelaktion eines Bonners reagieren, ansonsten brannte hinten dank dem erneut bärenstarken Philipp Zeiger mit seinen Compagneros Meier und Becker nichts an.

Leider jedoch wurde der enorme Einsatz nicht belohnt, und so ging es torlos in die Pause. Nach dem Wechsel bot sich ein ähnliches Bild, aber die Bonner begannen, die Essener Angriffsbemühungen immer wieder frühzeitig zu unterbinden, so dass es kaum noch Torszenen zu sehen gab. Gerade als Giannikis Brauer und Lucas (heute linkes Mittelfeld) gegen Harenbrock und Jansen getauscht hatte, geschah das Unfassbare: Eine eigentlich harmlose Flanke flog in hohem Bogen in den rot-weissen Strafraum, der ansonsten abgeklärte Timo Becker dachte wohl, Heller nähme sich des Balles an und zog den Kopf ein. Hinter ihm jedoch fiel der Ball einem Bonner Spieler vor die Füße, der trotz aller Überraschung die Nerven behielt und den Ball aus zwei Metern fast schon versehentlich im Tor unterbrachte.

Was folgte, waren erneute, mehr oder weniger wütende Angriffe der rot-weissen, doch Bonn tat jetzt das, was man erwartete: Sie igelten sich im eigenen Sechzehner ein und begannen mit einem Zeitspiel der fürchterlichsten Art: Bei gleich zwei Wechseln taten die Auszuwechselnden so, als ob sie gar nicht wüssten, dass sie gemeint seien, bei einer Ecke versuchte einer der Ersatzmänner, Baier an der Ausführung zu hindern und begann eine Diskussion mit dem Schiedsrichter, der ihm sogar schlussendlich die gelbe Karte zeigte. Gleichzeitig schlichen sich bei RWE immer mehr Ungenauigkeiten ins Passspiel ein, so dass ein ordentlicher Aufbau von Druck kaum noch möglich war.

Zu diesem Zeitspiel-Gedöns sei mir eine persönliche Anmerkung gegönnt: Ich bin der Auffassung, dass hier viel öfter und konsequenter von den Unparteiischen durchgegriffen werden müsste. Zeigt ein Spieler nicht deutlich, dass er an dem Wechsel seiner Mannschaft teilnehmen möchte, indem er den Platz zügig verlässt, so sollte der Schiedsrichter den Wechsel für den Moment ablehnen und ihn auf die nächste Unterbrechung verlegen. Für mich sind Szenen wie diese (oder der Eckball, für den sich am Ende niemand mehr zuständig fühlte) ein Plädoyer für das Anhalten der Uhr. By the way: Kann sich irgendwer an ein ähnliches Zeitspiel unserer Mannschaft erinnern – und ich meine nicht „mit dem Ball zur Eckfahne“?

In einer einzigen Szene lag der Torjubel schon den meisten Anwesenden auf der Zunge, aber der Ball wurde wohl tatsächlich vor der Linie geklärt, sodass es auch keinerlei Proteste der Spieler gab. Am Ende griff mal wieder die alte Weisheit „Machste se vorne nicht, kriegste hinten einen.“

Eines der besten Heimspiele seit langem – zumindest in Halbzeit eins – wurde durch einen einzigen individuellen Fehler total ad absurdum geführt. So wurde aus dem Bonnduell ein Abend, der mir persönlich noch schwer im Magen liegt und an dem ich noch ordentlich zu verdauen habe (man möge mir die Wortspielerei verzeihen).

Was mich allerdings positiv stimmt ist, dass der in Düsseldorf noch so schwache Baier heute wieder Präsenz und Einsatz zeigte. Einige wichtige Ballgewinne, Grätschen, ein zwei Haken am Sechzehner und das Auge für den Mitspieler – so wie man ihn sehen will. Pröger hingegen hat heute einen rabenschwarzen Tag erwischt. Nicht nur oben beschriebene Chance für Bonn, auch einige unnötige Ballverluste, der vergebene Torschuss statt dem Querpass zum sicheren 1:0 und ein Lauf auf die linke Seite, an dessen Ende er den Fall wegen des schwachen Fußes nicht mehr sinnvoll abspielen konnte. Nein, bei ihm lief es heute nicht rund.

Spielerisch war die erste Halbzeit toll anzusehen. Immer wieder wurden Pässe mit dem Rücken zum gegnerischen Tor angenommen und direkt auf die Außenspieler abgelegt. Hier gab es zwar auch einige Ausrutscher, aber nichts, woran man nicht arbeiten könnte.

Erwähnenswert auch, dass nicht die leiseste Note in Richtung des scheidenden (hihi, Scheide! *kicher*) Trainers zu hören war. Die Fans haben bislang anscheinend akzeptiert, dass er noch zu uns gehört. So muss das.

Zu den Choreos vor dem Spiel und nach der Halbzeit wird es bestimmt an anderer Stelle zu lesen und sehen geben. Danke an die Organisatoren, das war zweifache Gänsehaut!

Nachdem das Nachholspiel in Wuppertal abgesagt wurde, erwartet uns als nächstes der SC Wiedenbrück, von dem ich mit Schrecken vernommen habe, dass er auf Tabellenplatz 3 rangiert.

Ich hoffe, dass der Frust über die heutige unnötige Niederlage bis dahin aus den Köpfen der Spieler ist. In der aktuellen Situation jedoch reisen wir als Außenseiter an, und das muss ja nicht immer die schlechteste Voraussetzung sein. Vielleicht tut ein bisschen Demut uns auch mal ganz gut.