Der etwas andere Spielbericht

Wie den meisten unter euch bekannt sein dürfte, bin ich ja in dieser Saison nicht nur (EDIT: das „nur“ fehlte…) euer absoluter Lieblingsblogger, sondern kommentiere sowohl den Livestream der Heimspiele* und die Highlightvideos, um euch trotz „Stadionverbots“ bestmöglich zu informieren. Das Ganze frisst natürlich eine Menge Zeit: Ich muss früher im Stadion sein als sonst, bleibe etwas länger (Stichpunkt Interviews) und so weiter und so fort. Das Kommentieren eines 10-Minuten-Highlight-Clips braucht auch irgendwas zwischen 45 und 60 Minuten netto, d.h. ohne Download des Rohclips und Upload des fertigen Kommentars. Wenn dann noch, wie am Sonntagabend, der Downloadbalken mit unglaublichen 400 KB/s „rast“, kann man schon mal leicht wahnsinnig werden. Aber na ja, ich kann und will mich auch gar nicht beschweren, ich betrachte es als großes Privileg, die Spiele live und vor allem vor Ort sehen zu dürfen, keineswegs als Selbstverständlichkeit. Allerdings – da bin ich ehrlich – nach vier Stunden Stadion bin ich dann auch erst mal durch mit der Sache, mir fehlt dann der Antrieb, das Gesehene auch noch niederzuschreiben. Und die Familie darf bei all dem natürlich auch nicht zu kurz kommen. Daher bin ich momentan einfach immer ein bisschen später dran mit den geschriebenen Zusammenfassungen der Partien.

*Übrigens: Während der Streams sind Christian und ich unter diesem Link interaktiv unterwegs!

Zum RWO-Spiel ist wohl auch schon alles gesagt worden, was gesagt werden musste. Harenbrock blüht aktuell richtig auf. Es gibt wohl wenige, die ihm eine derart starke Leistung nun schon über drei Partien zugetraut hätten, wenn es auch viele durchaus zugetraut hätten. Er zahlt im Moment den Kredit, den der Verein ihm über seine Verletzungsphase hin gegeben hat, zurück. Grote arbeitet für zwei, jetzt, wo er um das Vertrauen seines Trainers weiß. Traumtor-Schütze Kehl-Gomez lässt bei „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ verlauten, er habe kein Spiel auf Augenhöhe gesehen, auch das Ausdruck des Selbstvertrauens, das die Mannschaft derzeit hat. Engelmann macht das, was ein Engelmann so halt macht und hinten regeln die drei Hs: Heber, Hahn, Herzenbruch (okay, eingewechselt für Grund, da dieser angeschlagen war). A propos Herze: Eigentlich ist er der Matchwinner, hat er doch das 2:0 direkt und das 3:0 indirekt vorbereitet! Ist das außer mir noch jemandem aufgefallen?

Wie ich so nach getaner Arbeit am Samstag im Auto saß und nach Hause fuhr, musste ich darüber nachdenken, dass ich selten eine dermaßen überzeugende Partie, schon gar nicht gegen (zugegebenermaßen erschreckend schwache) Oberhauser, erlebt habe. Die Mannschaft strahlt eine totale Ruhe aus, lässt sich auch von Abwehrbollwerken nicht aus dem Konzept bringen, kann aber gleichzeitig auch damit umgehen, wenn der Gegner körperlich robuster zur Sache geht (siehe Fortuna Köln). Davari hat dermaßen wenig zu tun, dass man eigentlich auch mit 11 Feldspielern antreten könnte. Zudem hat Christian Neidhart zwar seine Stammelf gefunden, man hat aber immer den Eindruck, dass auf der Bank genügend Qualität vorhanden ist, sodass man auf jeden Ausfall reagieren kann. All diese Faktoren führen dazu, dass ich ernsthaft an den „großen Wurf“, die Erfüllung des lang gehegten Traumes zu glauben vermag.

Zwar habe ich natürlich auch in der letzten Saison schon die Hoffnung gehabt, dass wir den Aufstieg packen könnten, doch vielleicht waren da tatsächlich diese Last-Minute-Siege der Auslöser meiner Euphorie und haben ein wenig darüber hinweggeblendet, wo es bei unserem Team noch im Argen liegt. Diesmal haben wir gegen die (aktuell) direkte Konkurrenz aus Münster, Köln und Dortmund 5 von 9 möglichen Punkten geholt und keine dieser Partien verloren. Damit bin ich vollkommen einverstanden. Der einzige „Fehler“ in der Bilanz ist für mich im Auftaktspiel zu verbuchen, als Wiedenbrück in der Nachspielzeit zum Ausgleich traf. Die Mannschaft hat sich aber weiterentwickelt und stabilisiert. Wenn jetzt noch die Ausbeute bei den vielen Chancen verbessert werden kann und die Konter mal zu Ende gespielt werden – wer will uns da stoppen? Und genau das ist die Quintessenz dieses Beitrages: Wir haben aktuell die stärkste Mannschaft der letzten 10 Jahre, zum eingespielten Stamm der letzten Saison sind weitere Leistungsträger hinzugestoßen.

Ich bin natürlich nicht so vermessen und behaupte, dass wir vollkommen ohne Niederlage durch die Saison gehen werden. Irgendwann wird es passieren. Aber ich habe großes Vertrauen in unsere Jungs, dass sie sich davon nicht aus der Bahn werfen lassen.

Entscheidend wird natürlich sein, ob oder wann eine Unterbrechung oder gar ein Abbruch der Saison droht. Man kommt dieser Tage ja nicht daran vorbei, „die Zahlen“ zu erwähnen, die leider einen deutlichen Trend in die falsche Richtung aufweisen. Fußball ist und bleibt im Vergleich zur Gesundheit natürlich eine absolute Nebensache.

Nach dem Intermezzo im Pokal morgen geht es Samstag in die Fußballprovinz, am 04.11. kommt der letztjährige Meister an die Hafenstraße, der ordentlich Federn lassen musste, nachdem man angekündigt hat, dass man auch in den nächsten paar Jahren nicht aufsteigen werde. Dann begrüße ich euch gerne wieder am Stream. Und wer weiß? Vielleicht kann ich euch ja im Anschluss eindrucksvoll schildern, wie der Spitzenreiter seine Führung ausgebaut hat.

Ein starkes Stück!

RWE bleibt auch gegen Preußen Münster ungeschlagen und somit der Dortmunder Zweitvertretung auf den Fersen.

Nachdem Amara Condé verletzt pausieren musste, kam Cedric Harenbrock zu seinem ersten Startelfeinsatz. Auf dem rechten Flügel startet Young, der in Köln sein Debüt für RWE gegeben hatte.

Nach wenigen Minuten die erste Chance für RWE. Über Harenbrock, Grund und Kefkir kommt der Ball nach schönem Direktspiel zu Grote, dessen Schuss aber zu unplatziert war, um den Münsteraner Keeper vor Probleme zu stellen. Und die Rot-Weissen drängten weiter auf die Führung. Erneut ist es der selbstbewusst auftretende Harenbrock, der das Auge für den blank stehenden Kehl-Gomez hat, dessen Schlenzer aber nur die Latte trifft. Als Kefkir nach 15 Minuten aus der Distanz draufhält, rettet ebenfalls das Aluminium – RWE hätte bereits zu diesem Zeitpunkt die Führung verdient gehabt.

Aber auch auf der anderen Seite war das „Gebälk“ rettend zur Stelle. Aus zentraler Position kann ein Münsteraner aus der Drehung schießen, der Ball überrascht Davari, geht an den linken Pfosten (vom Schützen aus) und springt dann nach rechts vom Tor weg! Glück gehabt!

Es war, als hätten sich beide Teams zu diesem Zeitpunkt gegenseitig klar gemacht, dass mit ihnen zu rechnen sei, weshalb man wohl besser vorsichtig sein sollte. Denn ab diesem Zeitpunkt beschränkten sich beide darauf, die Bälle jeweils im Mittelfeld zu verlieren. Nicht, dass die Partie deshalb schlecht gewesen wäre, man neutralisierte sich einfach gegenseitig. Engelmann sah in dieser Phase noch die gelbe Karte, nachdem er Scherder in einem Kopfballduell eine Platzwunde zugefügt hatte. Mit dem torlosen Unentschieden gingen beide Teams in die Kabine.

Kurz nach dem Wiederanpfiff der Treffer des Tages: Grote kann sich unter dem Druck zweier Gegenspieler durchsetzen und Harenbrock freispielen, der aus der Distanz einfach mal abzieht. Der Gästekeeper ist zur Stelle, Engelmann macht das, wofür er geholt wurde: Richtig stehen, einnetzen!

Von nun an war es vorbei mit dem Abwarten auf beiden Seiten. Wenn man RWE etwas vorwerfen konnte, dann weiterhin – wie in den letzten Partien schon – die mangelhafte Chancenverwertung. Nach einem Konter über Harenbrock und Engelmann steht Young frei im Sechzehner, sein Ball geht aber nicht einmal aufs Tor, sondern deutlich daneben. Auch beste Einladungen durch die Münsteraner Hintermannschaft wurden nur unzureichend angenommen – Harenbrock konnte aus einem Fehlpass genau in seine Füße kein Kapital schlagen. Auf der anderen Seite gab sich die RWE-Defensive aber keine Blöße und klärte alle Angriffsbemühungen frühzeitig.

Dorow ersetzte Harenbrock nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit, später kamen noch Hildebrandt und Backszat für Kefkir und Young in die Partie. Dorow war es dann, der die letzte rot-weisse Chance der Partie hatte, er konnte einen Engelmann-Pass kurz vor dem Keeper erlaufen, wurde dabei aber abgedrängt, sodass der Torabschluss verhindert wurde.

Als ob es noch eine Bestätigung für die berühmte Fußball-Weisheit „wenn du sie vorne nicht reinmachst…“ gebraucht hätte, setzte Davari den letzten Höhepunkt der Partie. Eine Kerze in Richtung Strafraum fing die heute quasi ungeprüfte Nummer 1 an der Strafraumgrenze – und landete außerhalb des Sechzehners. Gelb, Freistoß aus zentraler Position aus 16m, das in der Nachspielzeit. Da sind wir wieder beim Thema „gebranntes Kind“: Wir alle wissen, wie diese Situationen im Normalfall für unsere Jungs enden. Davari jedoch war es höchstpersönlich, der das Worst-Case-Szenario mit einer Glanzparade verhinderte und so den Sieg sichern konnte.

Ohne die Leistung von Hahn und Heber schmälern zu wollen (beide mit absolut souveräner Leistung ohne jeden Wackler, seit Wochen!), Spieler für mich ist heute Dennis Grote, der nicht nur als ständige Anspielstation parat stand und als Ballverteiler fungierte, sondern auch mit seinen Grätschen immer wieder Situationen auf fairste – aber robuste – Art und Weise verhinderte, bevor sie überhaupt entstanden. Er ist durch den Trainerwechsel zu alter Stärke aufgeblüht und derzeit ebenfalls kaum wegzudenken. Doch sollte er einmal ausfallen – sei es durch eine Gelbsperre oder eine Verletzung – so ist unser Kader „breit“ genug um adäquten Ersatz aufbieten zu können. Stichwort „adäquat“: Harenbrock schaffte es, seine Position mit Leben zu erfüllen, sodass Condé nicht vermisst wurde (bitte nicht falsch verstehen!).

Kleiner Einwurf noch zur Stimmung heute: Bedingt durch die Fallzahlen in Essen waren heute erneut nur 300 Zuschauer zugelassen. Ich hätte mir jedoch deutlich mehr Unterstützung von den Rängen gewünscht als ein vorsichtiges „Immer wiiiiiiiieder RWE“ zehn Minuten vor Schluss. Klar, unter den 100 Zuschauern mit Losglück sind nicht nur Fans der „aktiven Szene“, aber ein „R-R-RWE“ nach einem guten Angriff würde sicher nicht schaden. Ich würde mir vor allem deshalb ein wenig mehr Action auf den Rängen wünschen, da viel zu oft von der Gästebank echt Radau gemacht wird. Wie schon von Wiedenbrück und Ahlen so auch heute. Da *müssen* wir dagegenhalten! Lassen wir uns die Hafenstraße nicht nehmen, unsere Jungs haben es auswärts schon schwer genug!

Heute hat auch endlich der Stream so funktioniert, wie er es schon immer hätte tun sollen. Stabiles Bild, synchroner Ton! Das führt dazu, dass es mir auch bedeutend leichter fällt, in Forum und Facebook Reaktionen einzufangen. Auch an dieser Stelle: Bitte nicht falsch verstehen, aber manchmal kann man ruhig auch mal dem Vertrauen schenken, was vom Verein mitgeteilt wird. Zum Glück hat man beim Verein die Nerven bewahrt und eine Lösung gefunden. Besonders freut mich das für die verantwortlichen Personen auf Vereinsseite, die hier sicher mehr als nur eine schlaflose Nacht hatten, ohne wirklich schuldig zu sein.

Es geht jetzt Schlag auf Schlag: In den kommenden drei Wochen stehen für RWE gleich fünf Ligapartien (sowie eine im Niederrheinpokal) an, davon drei auswärts. Sollten daraus 12-13 Punkte resultieren, würde sich sicher niemand beschweren. Im selben Zeitraum trifft der aktuelle (Noch-)Tabellenführer aus Dortmund auf Fortuna Köln, Düsseldorf sowie Münster – Teams, die wir schon hinter uns haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir spätestens Anfang November vom Platz an der Sonne grüßen werden – auch weil wir Partien wie die heutige für uns zu entscheiden gelernt haben. Wenn ich an die Spiele der letzten Saison zu Hause gegen Verl oder Rödinghausen zurückdenke, stelle ich fest, dass unser Team an Reife gewonnen hat.

Weiter ungeschlagen

Es gibt drei Stadien in „unseren“ Ligen, in denen ich regelmäßig schlechte Leistungen unserer Mannen erleiden musste. Die Wattenscheider Lohrheide, das Stadion Niederrhein (hier hat wenigstens die letzte Saison entschädigt) und – das Kölner Südstadion.

In der rot-weissen Startelf gab es im Vergleich zu den letzten beiden Partien nur einen Wechsel. Endres fehlte wegen muskulärer Probleme, stattdessen durfte Backszat von Beginn an ran. Taktisch wirkte sich das so aus, dass Kefkir bei gegnerischem Ballbesitz zunächst mit in die Defensive ging und eine Fünferkette die Kölner Angriffe erwartete. Die Partie war nicht weniger als ein Spitzenspiel, trafen doch Platz 1 (RWE mit dem BVB punkt-, tor- und überhaupt alles-gleich nach der gestrigen Gladbacher Niederlage) und Platz 4 der Tabelle aufeinander.

Und der Gastgeber machte von Beginn an Druck aufs Tor von Davari und drückte RWE erst einmal in die Defensive. Es dauerte gute zehn Minuten, bis RWE erstmals auf der anderen Seite aktiv werden konnte. In dieser Phase wirkte das Aufbauspiel jedoch noch sehr hektisch, die Kölner gingen sehr früh auf den ballführenden Spieler und zwangen RWE immer wieder zu langen Bällen. Trotzdem schafften die Rot-Weissen es, sich mehrere Positionen für weite Einwürfe herauszuarbeiten. Dass hierbei bereits in den letzten Partien vermehrt auf die Variante der Verlängerung am kurzen Pfosten zurückgegriffen wurde, dürfte sich auch in Köln herumgesprochen haben, weshalb Kefkirs kurzer Einwurf zu Plechaty auf der rechten Seite so erfolgreich war. Flanke, Kopfball Engelmann, Führung nach 18 Minuten. #EngelmannRegelt

Nur zwei Zeigerumdrehungen später war es erneut der Goalgetter, der den Treffer auf dem Fuß hatte, der Kölner Keeper konnte jedoch zur Ecke klären. RWE bekam mehr Kontrolle über das Spiel. Viel lief über die Seite von Grund und Kefkir, dieser hatte die nächste große Chance, als eine Flanke abrutschte und an die Latte prallte. Eine weitere Flanke von Kefkir wenig später wurde beinahe zum Kölner Eigentor, aber auch hier konnte der Keeper gerade eben noch reagieren. Mit diesem knappen Vorsprung ging es nach einer intensiven ersten Hälfte dann in die Pause.

Nach dem Wechsel war es zunächst wieder der Gastgeber, der das Spiel an sich riss. Zunächst konnte Davari noch einen Schuss parieren, wenig später war er dann jedoch geschlagen, als ein 20m-Kracher direkt neben dem Pfosten einschlug. Auf den gewohnten Kanälen wurde darüber diskutiert, ob er den Ball hätte halten müssen – ich meine, da war nicht viel zu machen. Ich habe die Szene leider nicht nochmal bisher sehen können, aber ich glaube, der Schuss war relativ verdeckt. Aber klar: Es sieht immer ein bisschen doof aus, wenn der Keeper gar nicht erst hechtet.

Wenn es jedoch eine positive Sache an Gegentreffern in dieser Saison gibt, dann wohl, dass unser Team sich nicht davon beirren lässt. Nach kurzem Schütteln suchte RWE immer mehr die Initiative, lief dabei aber auch immer wieder in Kölner Konter. Nach einer guten Stunde hatte Backszat dann endlich die erste RWE-Chance im zweiten Durchgang, wenig später räumte er seinen Platz auf dem Feld für Neuzugang Isaiah Young. Dieser führte sich auch gleich toll ein. Sprint über den rechten Flügel, dann lässt er noch Löhden aussteigen, zieht in den Sechzehner, scheitert dann aber beim Versuch, einen mitgelaufenen Mitspieler zu finden.

Davari parierte noch eine dieser 18m-Freistoß-Chancen, die kurz vor Schluss eigentlich immer im Netz landen, auf der anderen Seite hatte Young noch eine gute Schussmöglichkeit, traf den Ball aber nicht voll, so blieb es dann beim unter dem Strich gerechten 1:1.

Young gehört sicher zu den Gewinnern der Partie, muss aber noch seinen Weg ins Team finden. Kehl-Gomez ließ heute über weite Strecken seine Präsenz auf dem Platz vermissen, das kann er sicher besser. Es sei ihm (wie auch Condé und Grote) zugute gehalten, dass die Kölner wirklich unermüdlich und teils mit zwei, drei Leuten gepresst haben. Engelmann trifft wieder, wurde meines Erachtens auch mindestens zweimal zu Unrecht von einem Abseitspfiff unterbrochen.

Zwar habe ich die heutige Leistung – in Anlehnung an meine Einleitung – nicht wirklich schlecht gesehen, trotzdem gab es mal wieder keinen Sieg im Südstadion. Man kann jetzt wieder darüber philosophieren, ob es ein gewonnener oder zwei verlorene Punkte waren. Ich tendiere dazu, dass wir hier einen Zähler gewonnen haben, denn die Fortunen hatten besonders in der zweiten Hälfte mehr Spielanteile und blieben die ganze Zeit gefährlich. Bislang sicher der stärkste Gegner, der uns bisher entgegengetreten ist. Zwar hat die Dortmunder Zweitvertretung gegen Wegberg-Beeck gewonnen und ist somit alleiniger Tabellenführer, doch haben wir zumindest auf dem Papier den leichteren Spielplan noch vor uns. Münster und Gladbach in den kommenden zwei Wochen, dann sind wir mit den Top 6 der Liga bereits durch. Wir sind weiter ungeschlagen und haben gegen die direkte Konkurrenz jeweils einen Zähler geholt. Natürlich müssen wir unsere Siege holen, wichtig wird das aber werden gegen „die da unten“, da lege ich mich fest.

Samstag dann Münster. Da unser Gegner jeweils in der Vorwoche gegen Lotte antritt, die wirklich schrecklich schlecht spielen (sorry, Timo…), dürfen wir uns von den teils hohen Ergebnissen nicht blenden lassen. Doch auch Münster wird mitspielen, wird sich vermutlich nicht im eigenen Sechzehner verbarrikadieren. Leider ist der Inzidenzwert weiter auf dem Weg nach oben, sodass nur wenig Hoffnung auf einen erneuten Besuch von 5.000 Zuschauern besteht.

–FOTOS FOLGEN–