Lippstadt wird zum Spielverderber

Fünf Siege in der Liga – heute sollte Nummer sechs her. Es gibt nicht viele Serien, die ich lieber sehe. Es waren jedoch nur wenige Minuten gegen Lippstadt gespielt, als sich andeutete, dass das Drehbuch heute für uns so manche Überraschung parat haben sollte: Daniel Heber setzte sich auf den Rasen und zeigte an, dass es für ihn wohl nicht weitergehen würde.

Der für ihn eingewechselte Urban war es dann, der eine Flanke nicht verhindern konnte. Zwar sprangen alle Spieler unter dem Ball durch, doch Raeder konnte nur per Fußabwehr reagieren, den Einschlag des anschließenden Kopfballs aber nicht mehr verhindern – 0:1 für den Aufsteiger.

Lippstadt suchte von Beginn an sein Glück in der Offensive und setzte RWE bereits früh unter Druck. Dabei schafften sie es immer wieder, Pässe in den freien Raum anzubringen.

Einige Minuten nach der Führung wurde Pröger im Mittelfeld abgeräumt, eine Szene, wie wir sie schon im letzten Heimspiel erleben mussten. Der Schiedsrichter – übrigens ein komplettes luxemburger Gespann inkl. viertem Schiri – gab jedoch wie schon zuletzt keinen Freistoß sondern zeigte zum Unverständnis aller „Weiterspielen“ an.

Wer weiß, ob sich die folgende Szene dann auch so abgespielt hätte: Pröger und ein Lippstädter sprinten auf den Ball zu und grätschen beide – der Schiri zögert nicht lange und verweist Pröger des Feldes. Eine Entscheidung, die sogar der Trainer der Gäste für zu hart befand. Im darauffolgenden Trubel sieht zunächst Baier noch gelb, dann muss Neitzel auf die Tribüne.

Nach einigen Minuten Unterbrechung ging es dann mit Fußball weiter. Leider in die falsche Richtung: Eckball Lippstadt, am langen Pfosten trudelt der Ball über die Linie.

Ab da war es ein unangenehmes Spiel für alle, die es mit RWE halten: Lippstadt ließ Ball und Spieler laufen und versuchte nur noch selten, über schnelle Pass-Staffetten nach vorne zu spielen.

Es dauerte bis zur 44. Minute, bis RWE die erste Chance bekam, die aber auch nichts Zählbares brachte. So endete die erste Hälfte mit einem surrealen 0:2, einfach unwirklich, was sich da abspielte.

Nach dem Wechsel zunächst ein weiterer Schreckmoment, als ein Lippstädter frei aufs Essener Tor zulief, Raeder parierte jedoch.

Hoffnung keimte dann auf nach einer Szene, die für mich jetzt schon der Flankenlauf der Saison ist: Zeiger bekommt auf seiner Position den Ball, geht zunächst behutsam, dann mit viel Zug nach vorne, lässt dabei drei, vier Lippstädter Spieler stehen und flankt von der Grundlinie auf den langen Pfosten. Der mitgelaufene Scepanik kommt zum Kopfball, der noch abgefälscht wird, bevor er sich zum Anschluss ins Tor senkt.

Die Hoffnung währte jedoch nur 10 Minuten, bis Lippstadt per 16m-Strahl den alten Abstand wieder herstellen konnte.

Es gab Zeiten, da hätte man nun, knapp 30 Minuten vor Abpfiff getrost nach Hause gehen können, weil sich die Mannschaft nun ergeben würde. Diese Zeiten scheinen aber wohl zunächst Vergangenheit zu sein, dem RWE stemmte sich in Unterzahl weiterhin gegen die drohende Niederlage. Wütende Angriffe auf das Lippstädter Tor, doch immer wieder konnte RWE gestoppt werden. Eine gute Viertelstunde vor Schluss wurde Baier halbrechts gelegt. Den fälligen Freistoß verwandelte Kevin Grund, auch wenn der Ball noch abgefälscht wurde.

Von Lippstadt war nun nichts mehr zu sehen. Nun lief das Essener Spiel endlich, Bälle könnten schnell und aggressiv zurückerobert werden, häufig musste der Gast zum Langholz greifen. In der 88. Minute flankte Urban, der Ball senkte sich über den Innenverteidiger auf den Kopf von Scepanik, der ihn aber zu direkt auf den Torwart spielte. Als wenige Momente später Grund im Sechzehner zu Fall gebracht wurde und der Schiri auf Elfmeter entschied, schien das Happy End zum Greifen nah. Es passt jedoch ins Bild zum heutigen Spiel, dass Baier den Ball zwar hart, aber zu direkt auf den Torwart schoss und somit das Ende der verlustfreien Serie besiegelte.

Während in Halbzeit eins fast nichts zusammenlief, zeigte sich RWE nach dem Wechsel deutlich aggressiver und mit mehr Ballbesitz. Scepanik und Bichler sorgten über außen immer wieder für Gefahr, und hinten muss man neben dem gewohnt starken Zeiger Timo Becker loben, der sich toll weiterentwickelt hat. Dass Urban nicht die Geschwindigkeit von Heber bringen kann, hat man gesehen, dafür hat er seine Seite bis auf das 0:1 dichtgehalten.

Besonders erwähnenswert finde ich heute die West: Nur wenige Zuschauer gingen direkt nach Abpfiff, man honorierte noch den Einsatz und Willen. So und nicht anders muss es sein!

Zwar ist die schöne Serie gerissen, trotzdem bleiben wir dank Ausrutscher der Konkurrenz Tabellenführer. Trotzdem schade, dass diese nicht zum Aufbau eines Polsters genutzt werden konnten. Aber Lippstadt wird mir der heute gezeigten mutigen Spielweise auch für alle anderen Teams keine leichte Aufgabe.

Persönlich finde ich es als wahnwitzig, dass sich in unserer Liga Schiedsrichter austoben dürfen, der Land aus fußballerischer Sicht ein Entwicklungsland ist. Mehr als einmal musste der schwache Schiri seine noch schwächeren Assistenten korrigieren. Ich hatte das Gefühl, dass in Luxemburg dem Anschein nach auch das körperliche Spiel unbekannt ist. Unfassbar, dass dieses Team Gerüchten nach zufolge auch EuroLeague-Quali gepfiffen hat.

Bereits Freitag geht es in Verl weiter. Ein Sieg beim Langzeit-Ligamitbewohner würde die Konkurrenz natürlich unter Druck setzen. Es wäre der richtige Anlass Staffel zwei der Serie „Siege in rot und weiss“ zu starten.

Oooooh, wie ist das schööööön…

Freitag, Flutlicht, Fußball. Rot-weisses Herz, was willst du mehr?

Der Trainer bot zum dritten Mal die gleiche Aufstellung auf, um den nächsten Heimsieg einzufahren. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir zuletzt mit so wenig Rotation ausgekommen sind. Die Aufstellung wurde heute erstmals seit langem nicht von Walter Ruege vorgetragen, sondern auf eine frischere dynamischere Art. Das hat mir schon sehr gut gefallen und wird gegen die „dicken“ Gegner bestimmt noch das i-Tüpfelchen!

Schon nach wenigen Minuten hätte es klingeln können, als sich Baier aus 16m mit einem Schlenzer versuchte, der aber glänzend pariert wurde. Wenig später musste Bonn verletzungsbedingt wechseln, an dieser Stelle gute Besserung an den Spieler, das sah nicht gut aus… Die deutlichste Chance der ersten Hälfte hatte Kevin Grund, der einen direkten Freistoß aus halbrechter Position gefühlvoll an den Pfosten setzte. Da hätte der Keeper keine Chance mehr gehabt. Ansonsten bestand die erste Halbzeit aus vielen Pässen im Mittelfeld. Bonn ging ab der Mittellinie aggressiv auf den ballführenden Spieler und zog sich dann schnell zurück, um keine Lücken für die schnellen Außenspieler zu bieten. Lediglich Pröger konnte sich einmal in den Strafraum kämpfen. Sein Schuss wurde abgefälscht und zwang den Torwart zu einer erneuten Parade. Mit 0:0 ging es also in die Pause.

Nach dem Wechsel war es weiterhin RWE, das auf die Führung drängte. Nach gut 60 Minuten wuselte uch Scepanik durch die Mitte und erkämpfte den verlorenen Ball mit einer Grätsche zurück. Alle schienen auf den Pfiff zu warten, Baier schaltete am schnellsten und spielte auf Grund, der scharf in die Mitte spielte. Pröger konnte daraus leider aus guter Position 2m vor dem Tor nur eine Kerze machen.

Wenig später war es dann aber soweit. Ecke Lucas, verlängert von Becker. Am hinteren Strafraumeck kommt Pröger an den Ball, schießt, und Brauer steht richtig, um das Stadion zu erlösen.

Danach wurde das Spiel zunehmend hektischer. Mit Pröger, Bichler, Baier und dem eingewechselten Wirtz gab es mehrfach die Chance, den Sack zuzumachen. Die größte Chance hatte jedoch Scepanik kurz vor Ende der regulären Spielzeit, als er nach einer Körpertäuschung zentral völlig frei vor dem Torwart auftauchte, dann aber aus 10m übers Tor schoss.

Bonn drückte nun etwas mehr auf den Ausgleich, konnte aber immer wieder gestoppt werden. Lediglich bei einem Konter musste Raeder einschreiten.

In der Nachspielzeit dann nochmal Aufregung: Wirtz wird unmittelbar vor der rot-weissen Bank gelegt. Vatter Lucas und Heller springen auf, wobei der Ersatztorwart den Bonner Spieler klar umstößt. Hier hatte der nicht immer glückliche Schiri keine andere Wahl, als die rote Karte zu zeigen. Muss man auf der Bank auch erst mal schaffen. Resultat aus der Aktion war übrigens Freistoß für Bonn – völlig verkehrt also.

Wie dem auch sei, RWE „kann“ also auch Nachspielzeit. Es war so ein Spiel, das wir in der letzten Saison noch unentschieden beendet hätten. Diese Saison scheint dies alles etwas anders – dickes „Like“! Auch diesen Spieltag werden wir als Spitzenreiter abschließen!

Heute fällt es wieder schwer, Spieler herauszuheben. Pröger mit gewohnt unfassbaren Laufpensum, Baier stets voran, Zeiger / Becker absolut souverän. Bichler schwächer als zuletzt, trotzdem immer ein Unruhefaktor.

Zur Stimmung möchte ich gerne auf die Videos verweisen, die sicher bald kommen. Auch hier wieder: Gänsehaut pur. Kleine Bitte nur für die Zukunft: die Humba am Ende zog sich ein wenig zu lang… aber das ist derzeit Jammern auf hohem Niveau.

Mittwoch Pokal, Samstag stellt sich dann mit Lippstadt der nächste Aufsteiger vor. Bis dahin kann vielleicht schon mal jemand nachgucken, wann wir zuletzt sechs Spiele in Folge gewonnen haben.

Spitzenreiter!

Okay, okay, ich gebe zu: Spitzenreiter, weil unser Vertreter im DFB-Pokal vom Kanal (haha, 0:6… pruuuust) und die Betriebssportgemeinschaft von Häcker-Küchen eine Pause hatten, aber ich will darüber mal großzügig hinwegsehen.

Schon beim Einlauf der Teams gab es die erste Gänsepelle als das OOOOOOOH RWE heute deutlich lauter als viele Male zuvor erklang.

Unser Team, es spielte heute wie ein Spitzenreiter, und vor allem wie eine Heimmannschaft. Von Beginn an zeigte RWE, wer das Sagen hat: Langer Ball in den Kölner Sechzehner, leider war Kevin Grund (heute übrigens wieder hinten links) einen Schritt zu spät dran, um den Ball am herauseilenden Keeper vorbeizuspitzeln.

Und so verliefen die ersten 45 Minuten nach folgendem Schema: RWE hatte gefühlte 90% Ballbesitz, Köln wartete zwischen eigenem Strafraum und Mittellinie auf Konterchancen. RWE versuchte es immer wieder über Scepanik bzw. Bichler, kam aber kaum zu gefährlichen Anschlüssen. So kam es, dass die Kölner zweimal die Möglichkeit hatten, den Spielverlauf per Konter auf den Kopf zu stellen. Beide Male war jedoch Raeder zur Stelle.

Kurz vor dem Seitenwechsel gab es aber die Belohnung für RWE: Steilpass auf Grund, der direkt z Scepanik durchsteckt. Wie bei Bichler gelernt lässt er drei Kölner aussteigen, zieht in den Strafraum und schießt. Zwar kann der Keeper per Fußabwehr klären, ist jedoch machtlos beim Kopfball des herangeeilten Baier! Kollektives Ausrasten auf den Tribünen, RWE ist nach langer, langer Zeit auf Platz eins der Liga!

Köln musste nun natürlich mehr tun, um nicht mit leeren Händen nach Hause zu müssen, RWE schaltete einen halben Gang zurück. Die Abwehr um Zeiger und Becker leistete sich diesmal jedoch keinerlei Blöße, und wenn doch mal ein Angriff durchbrach, war immer jemand da, der den Ball ins Aus drosch. Schön zu beobachten: immer wieder wurde abgeklatscht, einander motiviert. Das sieht sehr nach Team aus.

Und so hatte ich nie das Gefühl, dass dieses Spiel noch aus der Hand gegeben werden könnte – der geneigte Fan kennt das ja durchaus auch anders. Zwanzig Minuten vor Schluss dann nochmal ein Angriff allererster Kajüte: Daniel Heber läuft aus der eigenen Hälfte über rechts, zieht in die Mitte und spielt auf Pröger. Dessen Schuss wird zwar gehalten, prallt aber ganz kurios an den Pfosten, Heber steht richtig und kann abstauben. Sack zu, 2:0. Der Rest ist Jubel und viel Applaus.

Ich suche immer noch nach dem entscheidenden Faktor, der den aktuellen RWE von dem der letzten Saison(s) unterscheidet. Alle Neuzugänge scheinen einzuschlagen (Wirtz noch schwierig zu beurteilen, man hat aber nicht den Eindruck, mit seiner Einwechslung ginge das Niveau in den Keller, Freiberger mal außen vor), Ausfälle (Platzek oder letzte Woche Scepanik) werden erfolgreich kompensiert, das Team tritt wie eines auf und das Publikum steht wie eine Wand hinter der Mannschaft. Ist das alles Zufall?

Heber heute wie schon in den vergangenen Spielen bärenstark (RWO muss ja da echt ne Granate haben, wenn sie den haben gehen lassen…), Baier mit viel Einsatz (und ein, zwei technischen Schwächen), Bichler, Scepanik und Pröger mit einem wahnsinnigen Laufpensum. Eine Szene war geradezu spiegelbildlich für den Einsatz der gesamten Mannschaft: Bichler wird steil geschickt, verliert den Ball kurz vor der Torlinie durch eine Grätsche, springt auf, beschwert sich beim Linienrichter, sprintet hinter dem Kölner her und erkämpft den Ball noch vor der Mittellinie zurück.

Zwar hatten wir heute nur ein paar wenige Chancen, aber diese wurden in ausreichender Anzahl genutzt. Ich will mich an dieser Stelle nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber solche Spiele muss man halt auch erst mal gewinnen. Und dann hat man auch zurecht den Anspruch, um den ganz großen Preis mitzuspielen. Die Art und Weise, dieser „Powerfußball“, das war heute schon beeindruckend.

So kann es gerne weitergehen. Ich sehe aktuell keinen Anlass, warum RWE den positiven Lauf nicht noch etwas fortsetzen sollte. Auf viele weitere Gänsepellen!

Was war das nur für 1 Spiel?

Warnung: der folgende Beitrag kann Spuren von Euphorie enthalten.

Es sind Spiele wie diese, die wohl meine Liebe zu Rot-weiss Essen ausmachen. Ein großer Rivale, einer dieser ewigen Gegner zu Gast an der Hafenstraße in der noch jungen Saison, mit der Gefahr, einen totalen Fehlstart hinzulegen. Auf der anderen Seite die Chance, das Feuer im Publikum mit einer couragierten Leistung bei zu entfachen. Der letzten Saison und der Auftaktniederlage in Rödinghausen zum Trotz pilgerten satte 11.077 Zuschauer (davon geschätzte 1.500 Gästefans) ins Stadion, und schon satte 30 Minuten vor Anpfiff kochte die Atmosphäre auf den Rängen auf ordentlicher Temperatur.

Ich hatte richtig Bock, die Meute hatte Bock, und das Team offensichtlich auch. Anstoß Wuppertal, langer Ball rechts ins Aus. Schneller Einwurf Heber, zwei schnelle Pässe und Neuzugang Florian Bichler stand frei vor dem Keeper und bedankte sich per Lupfer mit dem 1:0. Keine Minute gespielt – Wahnsinn!

In der Folge war es vor allem das Team in rot, das spielbestimmend war. Aggressives Anlaufen des Gegners, kein Ball wurde verloren gegeben. Trotzdem gehörte die zweite Szene im Spiel den Gästen, als ein Schuss vom Strafraumeck durch einen Reflex von Raeder (übrigens der einzige Champions League-Sieger in Liga 4) pariert wurde.

Nach gut 30 Minuten, als gerade die Tribüne etwas ruhiger wurde, hatte mein „Man of the Match“ seinen zweiten Auftritt: Bichler ließ mehrere Gegner aussteigen und lief parallel zur Torlinie, um den völlig blanken Heber präzise anzuspielen, 2:0.

Doch damit nicht genug: nach einem der vielen Wuppertaler Standards ging es schnell nach vorne, Pröger drosch den Ball aus gut 16m in den Winkel. Als I-Tüpfelchen ließ er seinem Treffer einen Flic-Flac folgen, was ungefähr meinen Gefühlszustand wiedergab.

Wer sich mit dieser Führung vorzeitig an den Getränkestand begab, verpasste allerdings etwas: Freistoß-Flanke Grund, Kopfball Platzek – 4:0!

Mit diesem satten Polster ging es also in die Pause. Wer jetzt aber erwartet hatte, RWE würde nun zur Verwaltung übergehen, sah sich getäuscht. Weiterhin suchte man sein Heil in der Offensive, überließ dem Gegner keinem Zentimeter kampflos. So stellt man sich den viel beschworenen Hafenstraßen-Fußball vor!

Gut eine Stunde war gespielt, als Bichler erneut seine Schnelligkeit ausspielte und von links in die Mitte zog. Zwar versuchte noch ein Wuppertaler, ihn per Foul zu stoppen, nach einem Strauchler hatte Bichler jedoch den Ball völlig freistehend wieder vor sich liegen und schon mit viel Übersicht flach unten links ein. Sack endgültig zu, Drops gelutscht!

Was folgte, waren Minuten mit weiteren Chancen für RWE, in denen der WSV den Ball kaum wirklich über Kontrolle bringen konnte. Bezeichnend, dass ein Standard für den einzigen Treffer der Gäste herhalten musste, Windmüller traf nach einer Ecke gute fünf Minuten vor Schluss.

Nach der Partie hallte „oh, wie ist das schön“ minutenlang durchs Stadion. Auf eine solch überzeugende Partie hat man tatsächlich lange warten müssen.

Mann des Tages wie oben beschrieben Florian Bichler, nicht nur wegen einer Vorlage und zwei Treffern. Auch sein Zusammenspiel mit Scepanik wirkte heute deutlich besser als noch letzte Woche, immer wieder konnte er mit seiner Schnelligkeit einen guten Gegenpart zu Pröger links bilden. Auch Heber schien heute trotz der Atmosphäre nicht ansatzweise so nervös, er konnte ebenfalls offensiv einige Akzente setzen. Grund heute auf der Position des Spielmachers mit einer tollen Leistung – und Platzek mir der wohl besten Zweikampfquote seiner RWE-Karriere. Er konnte nur durch Fouls gestoppt werden und ließ immer wieder Bälle abtropfen. Das habe ich in dieser Art zuletzt bei Frank Löning so gesehen.

In dieser Form sind wir für jeden Gegner eine echte Aufgabe, da müssen wir uns vor niemanden verstecken. Ich rede bewusst nicht vom Titel dieser Saison, aber wenn wir die heutige Leistung konstant zeigen, gehören wir in jedem Fall zu denen, die darum ein Wörtchen mitreden werden.

Das alles ist jedoch nichts wert, wenn nächste Woche bei Kaan-Marienborn nicht gewonnen wird. Es folgen – da rufe ich gerne meinen früheren Beitrag in Erinnerung – zehn Partien gegen die Aufsteiger bzw. Teams, die letzte Saison im unteren Drittel des Feldes zu finden waren. Hier gilt es, ein Punktekonto anzusammeln, um Ausrutscher der Gegner bestmöglich auszunutzen.

Kommenden Mittwoch gilt es jedoch erst einmal, eine lästige Pokal-Pflichtaufgabe ohne Verletzungen zu überstehen.

Nein. Nein. Nein. Nein.

Saisonstart 2018/19, leider nur über den Stream aus der Urlaubsresidenz beobachtet.

So wie beim vor gut einer Stunde beendeten Spiel gegen Rödinghausen hat sich die wie jedes Jahr zu Saisonbeginn optimistische RWE-Fangemeinde das Ganze sicher nicht vorgestellt. Doch gibt es Grund, jetzt schon wieder mit Shitstorms und „ich hab’s ja gleich gewusst“ zu antworten? Meine Meinung: Nein! Die Gründe dafür sind vielfältig:

  1. Wir haben nach nur wenigen Umdrehungen auf der Uhr mit Kevin Freiberger einen Spieler verletzungsbedingt auswechseln müssen, der in der Offensive sicher für mehr Impulse gesorgt hätte, als es der eingewechselte Bichler (eher Außenspieler als in zentraler Rolle) geschafft hat.
  2. Dem 0:1 ging mehrere unglückliche Situationen voraus, Baier verliert den Ball, auf der linken Abwehrseite rutscht ein Spieler weg, der andere wird ausgetanzt, schließlich landet der eigentlich misslungene Pass zwischen zwei RWE-Spielern (im Stream nicht zu erkennen, wer) doch noch hinter der Abwehrreihe bei Engelmann. Da war auch eine Menge Pech im Spiel. Auf der anderen Seite fehlen bei solchen Pässen immer einige Zentimeter. Manchmal sind es im Sport leider auch diese Nuancen, die über Sieg und Niederlage entscheiden.
  3. Rödinghausen war – bis auf beide Tore – eher auf Zeitspiel und Mauern bedacht. Einfach ekelhaft, wenn man nach 30 Minuten schon schwerstverletzt liegenbleiben muss. Ich kann mich nur wiederholen: Ich fordere, die Spielzeit auf 2x 30 Minuten zu kürzen, dabei aber als Nettospielzeit zu nehmen. Dieses Zeitgespiele (Abstöße, die 2 Minuten dauern, Auswechselungen, bei denen Spieler von Rollator-Omis überholt werden…) ist weder besonders sportlich, noch für den Zuschauer schön anzusehen. Mag sein, dass es als taktisches Mittel genutzt wird, ich finde es aber trotzdem zum Kotzen. Der Erfolg gibt diesen Teams (heute Rödinghausen, aber generell zu vielen Teams) leider Recht. A propos „sportliches Benehmen“: Wie man sich als Rödinghauser Spieler / Mannschaft nach der erneuten Führung vor den RWE-Fans dermaßen provokant aufbauen kann, erschließt sich mir absolut nicht. Was manche Spieler sich erlauben, nur weil sie durch einen Zaun geschützt werden, ist eine absolute Frechheit.
  4. Aus 2. und 3. resultiert mein größter Kritikpunkt: Wir tun uns nach wie vor schwer gegen Mannschaften, die sich hinten reinstellen. Ich weiß auch kein Patentrezept, aber ich finde, gerade dann muss man einen Ball nach dem anderen scharf in die Mitte spielen, um überhaupt Chancen zu kreieren. Es kann doch nicht sein, dass man in der 85. Minute noch immer versucht, um den Strafraum herumzuspielen. Flanken, Flanken, Flanken – meine bescheidene Meinung.
  5. Positiv: Der Ausgleich fiel mal wieder nach nem Standard. Negativ: Chancen aus dem Spiel heraus waren leider Mangelware, Platzek schafft es, einen Ball von der Grundlinie in die Mitte zu kratzen, hier und da ein Gewaltroller oder Kopfball ohne Druck – das reicht noch nicht.
  6. In der Nachspielzeit bebte die Bude hier, hatten Sohnemann und ich doch den Ball schon im Netz gesehen. Platzek hat schon so oft solche Bälle eiskalt versenkt, heute springt das Mistleder an den Innenpfosten. Und Wirtz verfehlt das leere Tor ebenso hauchzart. Ist das Ding drin, gehen wir trotz Unentschieden als gefühlte Sieger vom Platz.
  7. Die Fans sind zurück. Das hörte sich im Stream teils gewaltig an. Nur so geht es! Trotz der Niederlage rechne ich mit einer hohen 4stelligen, wenn nicht sogar 5stelligen Besucherzahl am kommenden Wochenende.
  8. Auch an Einsatz und Körpersprache gibt es meiner Meinung nach nicht viel zu bemängeln. Wie Baier nach dem Ausgleich den restlichen Mitspielern signalisierte „Brust raus, Leute, wir packen das jetzt!“ (die nachfolgenden Minuten sind bekannt), das hatte schon was für sich. Ich fand jedoch, dass Heber teils sehr nervös wirkte, und auch die Kombi Scepanik / Bichler hat noch Luft nach oben. Fakt ist leider, dass das hohe Tempo, das viele unserer Spieler zweifelsfrei leisten können, auch einen gewissen Raum benötigt, den sie heute nicht zur Verfügung hatten. Gegen Wuppertal mag das schon wieder anders aussehen.

Wie ich in meinem letzten Beitrag schon schrieb, sind die ersten beiden Partien für mich echte Knackpunkte. Die gewünschten vier Punkte werden es jetzt schon nicht mehr, ich hoffe jedoch, dass wir wenigstens die drei holen, da wir sonst früh schon wieder der Musik hinterherlaufen. Was das in Fankreisen und vor allem (a-)sozialen Medien bewirken kann, haben wir letzte Saison zur Genüge gesehen. Das brauche ich persönlich nicht noch einmal.

Auf jeden Fall halte ich es für absolut überzogen, schon zur Halbzeit (!) anzuprangern, dass man lieber einen „kreativen MF“ hätte holen sollen, anstatt dieselben Leute dort auflaufen zu lassen. Ich frage mich bei solchen Beiträgen immer, welche Spieler denn angemessen genug gewesen wären. Weiter habe ich gelesen, der KFC habe mit nur zwei Niederlagen auch nur vier Punkte Vorsprung gehabt. Ja, korrekt, aber auch satte 10 Unentschieden. Leute, lasst doch die Kirche mal im Dorf.

Am kommenden Wochenende geht es also gegen den Spitzenreiter (Viktoria-Aachen noch ausstehend) aus dem Tal, bei dem bekanntermaßen eine ganze Reihe Spieler eine rot-weisse Vergangenheit haben. Vor allem im Anbetracht der beiden bitteren 1:3-Niederlagen der vergangenen Saison haben wir hier noch etwas gutzumachen. Und wir wollen ja auch der Mecker-Fraktion keine Munition geben.

Saisonzusammenfassung 2017/18

Eine weitere Viertliga-Saison ist vorbei. Für alle, die sie nochmal durchleiden wollen: Bitteschön…

Regionalliga West 2017/18 1. Spieltag
So, 30.07.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Borussia Dortmund U23 – Rot-Weiss Essen 2 : 2

RWE liefert eine tolle Partie in der Roten Erde, Pröger spielt sich direkt in die Herzen der Fans. Am Ende verdient man sich das Unentschieden, nachdem man nach einem Sonntagsschuss zurückgelegen hat.

Blogeintrag

Regionalliga West 2017/18 2. Spieltag
So, 06.08.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – Wuppertaler SV 1 : 3

Ausgerechnet gegen den Rivalen aus dem Tal gibt es im ersten Heimspiel eine Niederlage – trotz früher Führung.

Blogbeitrag

DFB-Pokal 2017/2018 DFB-Pokal
Fr, 11.08.17 Anstoss: 20:45 Uhr
Rot-Weiss Essen – Borussia Mönchengladbach 1 : 2

RWE schnuppert an der Sensation: nach der 1:0-Führung durch Baier verteidigt unser Team mit Leidenschaft – unterliegt dem Bundesligisten jedoch durch einen Doppelpack kurz vor Schluss.

Blogbeitrag

Niederrheinpokal 2017/2018 1. Runde
Mi, 16.08.17 Anstoss: 19:00 Uhr
FC Kray – Rot-Weiss Essen 0 : 2

Sechste gegen vierte Liga – Pflichtsieg. Nicht mehr, nicht weniger.

Regionalliga West 2017/18 4. Spieltag
So, 20.08.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – 1.FC Köln U23 3 : 0

Blitzstart und souveräne Partie. Balsam für die geschundene RWE-Seele.

Blogbeitrag

Regionalliga West 2017/18 5. Spieltag
Sa, 26.08.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Bonner SC – Rot-Weiss Essen 3 : 3

RWE gleicht zwei Rückstände aus, geht sogar in Führung, um kurz vor Schluss doch noch den Ausgleich hinnehmen zu müssen.

Regionalliga West 2017/18 3. Spieltag
Di, 29.08.17 Anstoss: 18:30 Uhr
KFC Uerdingen – Rot-Weiss Essen 2 : 2

Nachholspiel. RWE dominiert den späteren Meister in Halbzeit eins, zeigt in der zweiten Hälfte aber konditionelle Mängel und kassiert erneut Minuten vor Schluss den Ausgleich. Die Kritik an Trainer Demandt wird lauter.

Regionalliga West 2017/18 6. Spieltag
Fr, 01.09.17 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – SC Wiedenbrück 2 : 4

Gegen den „Angstgegner“ (noch kein Heimsieg…) aus Wiedenbrück gibt es eine verdiente Niederlage nach einer erschreckenden Leistung.

Blogbeitrag

Niederrheinpokal 2017/2018 2. Runde
Mi, 06.09.17 Anstoss: 19:30 Uhr
1. FC Kleve – Rot-Weiss Essen 1 : 3

Erneuter Pflichtsieg im Europapokal.

Regionalliga West 2017/18 7. Spieltag
Sa, 09.09.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – FC Wegberg-Beeck 1 : 1

Gegen den Aufsteiger kommt RWE nicht über ein Unentschieden hinaus. Die Stimmung kippt endgültig.

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Regionalliga West 2017/18 8. Spieltag
Fr, 15.09.17 Anstoss: 19:30 Uhr
SG Wattenscheid 09 – Rot-Weiss Essen 1 : 1

Beim östlichen Nachbar rennt RWE einem frühen Rückstand hinterher und schafft den Ausgleich. Demandts Kopf ist gerettet – vorerst.

Regionalliga West 2017/18 9. Spieltag
Di, 19.09.17 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – SV Westfalia Rhynern 4 : 1

Gegen den Aufsteiger kommt RWE zu einem überraschend klaren Erfolg. Entspannung will rund um die Hafenstraße trotzdem nicht aufkommen.

Blogbeitrag

Regionalliga West 2017/18 10. Spieltag
Sa, 23.09.17 Anstoss: 15:00 Uhr
Borussia Mönchengladbach U23 – Rot-Weiss Essen 1 : 1

RWE geht mal wieder in Führung, bekommt aber Minuten später einen äußerst umstrittenen Handelfer gegen sich.

Regionalliga West 2017/18 11. Spieltag
Sa, 30.09.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – SC Verl 1 : 1

Das letzte Spiel unter Sven Demandt gerät zu einer blutleeren Vorstellung.

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Regionalliga West 2017/18 12. Spieltag
Sa, 07.10.17 Anstoss: 14:00 Uhr
SV Rödinghausen – Rot-Weiss Essen 3 : 2

Unter Wolters als Interimscoach kämpft sich RWE nach 0:2 zurück ins Spiel, kassiert aber doch noch das spielentscheidende Gegentor.

Regionalliga West 2017/18 13. Spieltag
Fr, 13.10.17 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – FC Viktoria Köln 0 : 2

Viktoria kommt zu einem ungefährdeten Sieg in unserem Wohnzimmer und lässt dabei noch beste Chancen liegen. So langsam werde auch ich unruhig.

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Niederrheinpokal 2017/2018 3. Runde
Mi, 18.10.17 Anstoss: 19:00 Uhr
ETB SW Essen- Rot-Weiss Essen 0 : 2

Gegen die selbsternannte Nummer zwei in Essen *hust* gelingt unter den Augen von Otto Rehagel der ungefährdete Einzug in die nächste Runde.

Regionalliga West 2017/18 14. Spieltag
So, 22.10.17 Anstoss: 17:00 Uhr
TSV Alemannia Aachen – Rot-Weiss Essen 1 : 2

Sport1 verpasst die ultra-frühe Führung der Aachener, RWE zeigt sich jedoch unbeeindruckt und holt sich den Dreier im Tivoli. Glockenhorst wird zur Fernseh-Legende.

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Regionalliga West 2017/18 15. Spieltag
Sa, 28.10.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen  – Rot-Weiß Oberhausen 1 : 1

RWE spielt erfrischend gut gegen RWO und kassiert in der Schlussminute – mal wieder – einen Sonntagsschuss zum Ausgleich.

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Regionalliga West 2017/18 16. Spieltag
Sa, 04.11.17 Anstoss: 14:00 Uhr
TuS Erndtebrück – Rot-Weiss Essen 0 : 2

Bednarski trifft doppelt in Halbzeit eins, RWE kommt zu einem ungefährdeten Auswärtssieg.

Regionalliga West 2017/18 17. Spieltag
So, 12.11.17 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen  – Fortuna Düsseldorf U23 2 : 0

Gegen von Beginn an auf Zeit spielende Fortunen kommt RWE in einer unspannenden Partie zu einem verdienten Heimsieg.

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Regionalliga West 2017/18 18. Spieltag
Fr, 17.11.17 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen  – Borussia Dortmund U23 0 : 1

Die Flutlichtpremiere von Giannikis geht wegen eines direkt verwandelten Freistoßes unter Beteiligung von Heller in die Hose.

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Regionalliga West 2017/18 21. Spieltag
Fr, 15.12.17 Anstoss: 19:00 Uhr
1.FC Köln U23  – Rot-Weiss Essen 0 : 2

RWE beendet das Pflichtspiel-Jahr 2017 mit einem Auswärtssieg.

Blogbeitrag

Niederrheinpokal 2017/2018 Viertelfinale
So, 04.02.18 Anstoss: 14:00 Uhr
TuRU Düsseldorf – Rot-Weiss Essen 4 : 5

Das Pflichtspiel-Jahr 2018 startet mit einem Krimi. Der unterklassige TuRU rettet sich per Fallrückzieher in die Verlängerung und das Elferschießen. Marcel Lenz avanciert zum Matchwinner.

Regionalliga West 2017/18 22. Spieltag
Fr, 16.02.18 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – Bonner SC 0 : 1

RWE ist das spielbestimmende Team, verliert aber durch einen individuellen Fehler von Becker. Die Luft für Giannikis, dessen Wechsel zum Saisonende lange feststeht, wird sehr, sehr dünn.

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Regionalliga West 2017/18 25. Spieltag
Fr, 09.03.18 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen  – SG Wattenscheid 09 2 : 3

Den zwischenzeitlichen Ausgleich von Wattenscheid bügelt Pröger direkt nach Wiederanpfiff aus, RWE macht in den letzten Sekunden aus einem Sieg eine Niederlage.

Regionalliga West 2017/18 20. Spieltag
Di, 13.03.18 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – KFC Uerdingen 2 : 2

Innerhalb von 4 Tagen spielen sich unglaubliche Szenen an der Hafenstraße ab: RWE dominiert den Spitzenreiter und führt bis zur Nachspielzeit mit 2:0 – schafft es aber erneut nicht, den sicher geglaubten Sieg einzufahren. Im Nachgang beschließt die „aktive Szene“ einen Stimmungsboykott bis zum Saisonende.

Niederrheinpokal 2017/2018 Halbfinale
Mi, 21.03.18 Anstoss: 19:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – TV Jahn Hiesfeld 5 : 0

Nach den Ereignissen in der Liga schwant vielen RWE-Fans Übles, sie werden aber äußerst positiv überrascht: Der Oberligist aus Dinslaken wird deutlich aus dem Stadion geschossen.

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Regionalliga West 2017/18 27. Spieltag
Sa, 24.03.18 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – Borussia Mönchengladbach U23 2 : 1

Endlich dreht RWE mal eine Partie zu eigenen Gunsten und holt den ersten Dreier des Kalenderjahres Ende März(!).

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Regionalliga West 2017/18 28. Spieltag
Do, 29.03.18 Anstoss: 19:00 Uhr
SC Verl – Rot-Weiss Essen 1 : 1

Ostwestfalen ist in dieser Saison kein gutes Pflaster für RWE. Wieder eine Führung – trotzdem wieder nicht gewonnen.

Regionalliga West 2017/18 24. Spieltag
Di, 03.04.18 Anstoss: 19:30 Uhr
FC Wegberg-Beeck- Rot-Weiss Essen 0 : 3

Beim Auf- und späteren Absteiger aus Wegberg-Beeck stellt RWE die Weichen langsam, aber sicher auf Klassenerhalt (sic!).

Regionalliga West 2017/18 29. Spieltag
Sa, 07.04.18 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – SV Rödinghausen 1 : 2

Gegen das ostwestfälische Küchenbauunternehmen sitzt Giannikis zum letzten Mal auf der Trainerbank. Am nächsten Tag wird bekanntgegeben, dass man sich auf die vorzeitige Vertragsauflösung geeinigt hat. Karsten Neitzel übernimmt.

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Regionalliga West 2017/18 19. Spieltag
Mi, 11.04.18 Anstoss: 19:30 Uhr
Wuppertaler SV- Rot-Weiss Essen 3 : 1

Neitzels Premiere missglückt. Trotz des deutlichen Ergebnisses sind erste Ansätze zu erkennen.

Regionalliga West 2017/18 30. Spieltag
So, 15.04.18 Anstoss: 14:00 Uhr
FC Viktoria Köln- Rot-Weiss Essen 0 : 0

Ausgerechnet RWE spielt Zünglein an der Waage und macht der reichen Tante Viktoria einen vorzeitigen Strich durch die Aufstiegs-Rechnung.

Regionalliga West 2017/18 31. Spieltag
Sa, 21.04.18 Anstoss: 15:30 Uhr
Rot-Weiss Essen – TSV Alemannia Aachen 1 : 0

Dritter Anlauf – erster Sieg unter Neitzel.

Regionalliga West 2017/18 23. Spieltag
Di, 24.04.18 Anstoss: 19:30 Uhr
SC Wiedenbrück – Rot-Weiss Essen 0 : 2

Platzek bringt RWE auf den Weg, Bednarski macht den Deckel drauf. Erster Optimismus kommt auf.

Regionalliga West 2017/18 32. Spieltag
Fr, 27.04.18 Anstoss: 19:00 Uhr
Rot-Weiß Oberhausen- Rot-Weiss Essen 1 : 1

Die Generalprobe fürs anstehende Pokalfinale in Oberhausen. Beide Teams erzielen ein fast identisches Tor, RWE zeigt, dass man auch dagegenhalten aknn und RWO nichts schenken wird.

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Regionalliga West 2017/18 33. Spieltag
Sa, 05.05.18 Anstoss: 14:00 Uhr
Rot-Weiss Essen – TuS Erndtebrück 2 : 1

Letztes Heimspiel der Saison –  erneuter Heimsieg. RWE macht den Sack zu, Erndtebrück steigt ab.

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Regionalliga West 2017/18 26. Spieltag
Mi, 09.05.18 Anstoss: 19:00 Uhr
SV Westfalia Rhynern – Rot-Weiss Essen 0 : 4

Befreit kann RWE im Nachholspiel aufspielen und sich den Frust vom Leib schießen.

Regionalliga West 2017/18 34. Spieltag
So, 13.05.18 Anstoss: 14:00 Uhr
Fortuna Düsseldorf U23 – Rot-Weiss Essen 1 : 1

Nach Viktoria und Erndtebrück spielt RWE auch für Düsseldorf „Schicksal“ und besiegelt durch den späten Ausgleich am Flinger Broich durch Becker den sportlichen Abstieg der Fortunen, die nur noch durch Uerdinger Aufstieg gerettet werden können.

Niederrheinpokal 2017/2018 Finale
Mo, 21.05.18 Anstoss: 17:00 Uhr
Rot-Weiß Oberhausen – Rot-Weiss Essen

RWE gerät durch einen Distanzschuss von Nakowitsch (ausgerechnet…) kurz vor der Pause in Rückstand, liefert in Halbzeit zwei die vermutlich besten 45 Minuten der Saison ab. Bednarski mit dem Ausgleich, ein dunkelrot-würdiges Foul von Nakowitsch an Pröger wird nur mit gelb bestraft, RWO erzielt ein irreguläres Tor (zumal vermutlich nicht hinter der Linie) Sekunden vor dem Ende. Der Pokal geht diesmal nicht nach Essen.

Statistisches aus der Liga:
Längste Siegesserie:
2 Spiele (3x)
Erndtebrück/Düsseldorf 16./17.
Aachen/Wiedenbrück 31./23.*
Erndtebrück/Rhynern 33./26.

Längste Serie ungeschlagen:
7 Spiele
Viktoria/Aachen/Wiedenbrück/Oberhausen/Erndtebrück/Rhynern/Düsseldorf 30./31./23.*/32./33./26.*/34.

Längste Serie unentschieden:
2 Spiele (3x)
Bonn/Uerdingen 5./3.*
Wegberg/Wattenscheid 7./8.
Gladbach/Verl 10./11.

Längste Serie ohne Sieg:
5 Spiele
Bonn/Uerdingen/Wiedenbrück/Wegberg/Wattenscheid 5./3.*/6./7./8.

Längste Serie ohne Punkt:
2 Spiele (3x)
Rödinghausen/Viktoria 12./13.
Bonn/Wattenscheid 22./25.
Rödinghausen/Wuppertal 29./19.*

Längste Serie „Tor gemacht“:
12 Spiele
Dortmund/Wuppertal/Köln/Bonn/Uerdingen/Wiedenbrück/Wegberg/Wattenscheid/Rhynern/Gladbach/Verl/Rödinghausen 1./2./4./5./3.*/6./7./8./9./10./11./12.

Längste Serie ohne eigenes Tor:
1 Spiel (4x)
Viktoria 13.
Dortmund 18.
Bonn 22.
Viktoria 30.

Längste Serie ohne Gegentor:
3 Spiele
Viktoria/Aachen/Wiedenbrück 31./23.*/32.

Längste Serie „nicht zu null“:
12 Spiele
Bonn/Uerdingen/Wiedenbrück/Wegberg/Wattenscheid/Rhynern/Gladbach/Verl/Rödinghausen/Viktoria/Aachen/Oberhausen 5./3.*/6./7./8./9./10./11./12./13./14./15.

* Nachholspiel

Beste Torschützen:
Platzek – 13 Tore
Pröger – 12 Tore
Bednarski – 9 Tore

Beste Vorbereiter:
Grund – 11 Tore
Platzek – 9 Tore
Baier – 5 Tore

Tabelle:
10 Platz, 49 P. / 12 Siege / 13 Unentschieden / 9 Niederlagen

Heim:
12 Platz, 22 P. / 6 Siege / 4 Unentschieden / 7 Niederlagen

Auswärts:
4. Platz, 27 P. / 6 Siege / 9 Unentschieden / 2 Niederlagen

Abschluss-Heimsieg

RWE besiegt den als Absteiger feststehenden TuS Erndtebrück im letzten Heimspiel mit 2:1 und bleibt damit zum fünften Mal in Folge ungeschlagen.

Was sich zunächst nach Erledigung einer Pflichtaufgabe anhört, war leider mehr Arbeit als erwartet. Erndtebrück überraschte mit sehr frühem Pressing, sodass unser Team kaum einen ordentlichen Spielaufbau zustande brachte. Und trotzdem war die erste Chance eine rot-weisse: Platzek hatte Lucas in zentraler Position freigespielt, dessen Abschluss war jedoch der Eckfahne näher als dem Tor. Knapp zwei Minuten später war es dann aber soweit: Pröger wurde von Baier (oder war es Brauer?) mittig auf die Reise geschickt, kurzer Haken und flach rechts unten verwandelt – 1:0!

Wenig später sollten dann auch die Gäste ihre ersten Abschlüsse bekommen: erst landete ein Schuss von der Strafraumgrenze am Pfosten, wenig später schaffte es ein Spieler, den Ball aus 3m übers Tor zu schießen. In dieser Situation war RWE hinten sehr konfus und hatte endlich mal das Glück auf seiner Seite. Das sollte aber noch nicht alles sein für die erste Hälfte: Pröger schickte Platzek steil, dessen Schuss in letzter Sekunde zwar geblockt wurde, dann aber noch gefährlich knapp am Pfosten vorbeikullerte. Zum Ende der ersten Hälfte traf Platzek mit einem Kopfball den Pfosten, wenig später brachte dann Bednarksi noch das Kunststück fertig, aus dem Halbkreis vor dem Strafraum den Ball neben das Tor zu setzen. Mit einem knappen, insgesamt wohl in Ordnung gehenden 1:0 ging es dann die Pause.

Nach dem Wechsel plätscherte das Spiel bei bestem Wetter vor sich hin, bevor nach gut 15 Minuten ein langer Einwurf von Pröger über Urban bei Platzek landete, der den Ball mit der Brust annahm und ihn sehenswert aus der Drehung in den Winkel nagelte.

Der Torjubel war noch nicht ganz verklungen, als der Ball nach Wiederanpfiff über Heller an die Latte klatschte (die Entstehung habe ich leider nicht gesehen), den Abpraller konnte ein Erndtebrücker volley versenken.

Erwähnenswert war vielleicht noch eine Freistoßvariante, bei der Baier antäuschte, den Ball ordentlich hinzulegen, Grund tippte ihn an und Baier schlenzte ihn aus dem Stand aufs lange Eck, wo Platzek ihn leider nur ans Außennetz drücken konnte.

Der Rest war eine Mischung aus mittelschweren Halbchancen für Erndtebrück, unsauber gespielten RWE-Kontern und einem tiefen Durchatmen, als Zeiger eine Kopfball-Bogenlampe für den geschlagenen Heller von der Linie kratzte.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass RWE immerhin gelernt zu haben scheint, dass so ein Spiel auch zu Ende gespielt werden muss. Auf der anderen Seite darf man gerne auch mal mindestens eine der zahlreichen Chancen bzw. Konter nutzen, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. So sehr Kai Pröger auch um jeden Ball rackert und kämpft – er sollte ein Auge für den besser platzierten Mitspieler entwickeln. Und ich erwarte von Profis, dass sie einen Ball unbedrängt zumindest aufs Tor bringen. Platzek heute wieder mit enormem Laufpensum. Aus dem Mittelfeld kamen heute leider nicht immer die richtigen Entscheidungen – auch hier ist Potential vorhanden.

Es folgen nun noch die Auswärtsspiele bei Westfalia Rhynern (ebenfalls bereits abgestiegen) und der zweiten Mannschaft der Fortuna, bevor es in Oberhausen um den Niederrhein-Pokal geht. Spätestens hier sollte – unabhängig von der Stellungnahme der „aktiven Szene“, die ich nicht weiter kommentieren möchte – eine „Lösung gefunden“ werden und der Boykott beendet werden. Niemand ist größer als der Verein, für den es um viel geht, nicht zuletzt um eine dicke Prämie für das Erreichen des DFB-Pokals.