Elf!

Ich bin immer noch ziemlich überwältigt vom 11:0-Sieg beim KFC, das muss ich gestehen.

Vor der Partie hatte ich zwar schon einen gesunden Optimismus, dass wir dieses Spiel gewinnen werden, habe aber eher mit einem „normalen“ Ergebnis um die 3:0 gerechnet. Andererseits haben wir alle schon genügend Nackenschläge mit RWE erlebt, um vorgewarnt genug zu sein – ich erinnere an dieser Stelle nur vorsichtig an unser Spiel in Ahlen in der vergangenen Saison.

Natürlich ist der KFC kein Maßstab für diese Liga, mit einem zusammengewürfelten Haufen aus Jugend- und sonstigen Spielern, die eher Oberliga- als Regionalligaformat haben dürften – wer könnte es den Uerdingern auch verdenken, die erst in letzter Sekunde die endgültige Zulassung für den Spielbetrieb erhalten haben.

Ich will auch gar nicht auf der Geschichte mit dem Russen oder seinen „Nachfolgern“ eingehen, darüber ist bereits genug gesagt worden und ich denke, nur noch die wenigsten KFC-Anhänger dürften sagen, dass man da wirklich alles richtig gemacht hat.

Aber dennoch ist ein ELF ZU NULL! nicht zu unterschätzen. Elf Buden, die musst du erst mal machen. Das ist selbst im Niederrheinpokal gegen einen Sechstligisten ne Hausnummer. Gegen einen vermeintlichen Regionalligisten erst recht. Wir alle kennen das doch zur Genüge. Es läuft in der ersten Halbzeit wie am Schnürchen, man legt nach der Pause eins nach und schaltet runter in den Schongang. Nicht so am vergangenen Samstag, als die Mannschaft sich offenbar vorgenommen hat, ein Statement zu setzen.

So wurde weiter aufs nächste Tor gespielt, Treffer um Treffer nachgelegt. Ich gebe zu, dass ich mich dabei erwischt habe, wie ich vor dem Stream überschlagen habe, ob es nach dem 6:0 noch reicht für ein zweistelliges Ergebnis.

Die Tordifferenz kann ja durchaus entscheidend sein am Ende einer Saison, wie wir es im letzten Durchgang ja auch beinahe gehabt hätten. Daher ist es gut, dass wir das Oberhauser 6:0 quasi noch getoppt haben. Elf Dinger – die müssen die anderen Teams erst mal aufholen, das dürfte selbst mit Hin- und Rückspiel schwierig werden.

Dennoch sollten wir alle dieses Ergebnis jetzt beiseite legen und den Fokus auf das Spiel gegen den SC Wiedenbrück richten. Trainerstab und Spieler haben das sicher schon getan, auch wir Fans müssen nun die Energie auf Samstag bündeln.

Immer ein unangenehmer Gegner, der uns in der letzten Saison meiner bescheidenen Meinung nach den Aufstieg gekostet hat. Das Ding in der Nachspielzeit des allerersten Spieltags zum Ausgleich, der vergebene Elfer in Wiedenbrück im Rückspiel – ohne diese beiden Szenen bräuchten wir nicht über die Niederlagen von Ahlen oder beim Effzeh II oder gar irgendwelche Spielberechtigungslisten nachzudenken, dann würden wir heute in der Dritten Liga unser Unwesen treiben.

Die Truppe um Neidhart ist aber inzwischen auch vom Auftreten her noch einmal gewachsen, immer in der Lage, auch gegen mauernde Gegner Chancen herauszuspielen. Ich habe vollstes Vertrauen in das, was Marcus Uhlig, Jörn Nowak und Christian Neidhart da gerade auf die Beine stellen.

Da ich den SCW sogar eher als mitspielenden Gegner erwarte, habe ich auch hier wieder einen gesunden Optimismus, dass wir das Spiel gewinnen werden. Ein „normales“ Ergebnis irgendwo um 3:0 wäre ganz nett.

In eigener Sache

Bevor ich in den kommenden Stunden (hoffentlich) die Zeit finde, das Spiel gegen RWO im Blog aufzuarbeiten, möchte ich kurz ein bisschen Eigenwerbung betreiben:

MEIN BUCH IST VERÖFFENTLICHT!

Knappe zwei Jahre habe ich an dem Gerät geschrieben, das Ganze mit „meiner“ Lektorin mindestens zweimal komplett durchgearbeitet und so manche Nachtschicht eingelegt, weil es gerade so aus meinen Fingern sprudelte. Auf gut 160 Seiten geht es um RWE, meine Erlebnisse rund um den Verein, seine Geschichte(n) und legendäre Momente positiver und negativer Art. Ich hoffe, ich konnte dem Slogan „von Fans für Fans“ gerecht werden und ihr alle findet Spaß an dem Schmöker.

Das Werk gibt es für 12,99 € überall, wo es Bücher gibt, zum Beispiel beim Culturcon-Verlag direkt, aber auch bei eurem Händler um die Ecke. Die ISBN lautet 978-3-7308-1748-3.

Am 14. Oktober werde ich abends eine Lesung (ich bin ja so aufgeregt) beim AWO-Fanprojekt halten. Auch dort könnt ihr das Buch bekommen, solange mein Vorrat reicht – auf Wunsch auch gerne signiert.

Mein ganz besonderer Dank gilt neben meiner Familie auch allen Beteiligten beim Culturcon-Verlag – Bernd, Anne, Frank, Marco und alle im Hintergrund – sowie all denjenigen, die mich auf den letzten Metern auf der „Fotoebene“ noch mit Material versorgt haben!