Der Hype ist real!

Leute, ich bin mega-stolz! Wie die meisten von euch sicher mitbekommen haben, war ich über den Sommer hinweg fleißig und kann ein neues Buch, mein zweites Werk nach der RWE-Fußballfibel präsentieren: „…auf die rot-weisse Art – Aufstieg 2022“!

Ich habe kurz nach Saisonende – genauer gesagt im Sommerurlaub – damit begonnen, das alles niederzuschreiben und mich schon ein bisschen geärgert, dass ich nicht viel früher damit begonnen habe. Ursprünglich wollte ich das Ganze auch nur für mich aufschreiben mit dem Gedanken: „Wenn du zehn weitere Bücher loswirst, ist das schon ein kleiner Erfolg!“ Ich hatte mir ein Crowdfunding mit geringer Auflage vorgestellt. Doch weit gefehlt.

Nicht nur, dass meine Social-Media-Kanäle seit Samstag nach meinem ersten Spoiler-Foto und der wenig später erfolgten Ankündigung für die Lesung quasi nicht mehr stillstehen, nein, ihr seid den Kommentaren zufolge offenbar auch total angefixt und heiß auf den Schmöker, ohne nur eine einzige Zeile bisher gelesen zu haben. Ich verneige mich für das Vertrauen und bin echt gerührt! Das hatte ich in dem Umfang echt nicht erwartet.

Die Lesung findet statt am
Freitag, 25.11. ab 17 Uhr
in der Zeche Hafenstraße
(also dem „kleinen“ Hospitality-Bereich im Stadion)

Der Eintritt ist frei! Natürlich wird das Buch dort auch erhältlich sein und wer mag, dem schreibe ich auch ein paar persönliche Worte hinein! Das gilt natürlich auch, wenn ihr das Buch nicht Freitag ersteht, dann müsst ihr aber selbst gucken, wann und wo ihr mich erwischt!

Seit heute ist das Ganze dann endlich für schlappe 13,90 Euro im RWE-Fanshop (also an der Hafenstraße) und im Online-Shop (hier!) erhältlich, und zwar ausschließlich dort. Da ich vermehrt Anfragen bekomme: Ich kann euch nicht sagen, ob es vor Ort noch welche gibt. Das könnt ihr entweder einfach ausprobieren, indem ihr den Shop besucht, oder ihr ruft halt vorher an (das kennen die Älteren unter euch vielleicht noch so von früher).

In dem rund 330 Seiten starken Wälzer beschäftige ich mich mit der vergangenen Saison, schaue zurück auf die letzte Saison in der Schweineliga, auf die ganzen Last-Minute-Erfolge, aber auch die Grotes, Davaris und Münsters dieser Welt und, und, und. Der Schwerpunkt liegt sicher bei den Spielberichten, die ich jeweils angereichert habe durch die Aufstellungen und die Tabellen, aber natürlich auch mit der einen oder anderen kleinen Anekdote, die ich als Teil von „Hafenstraße live“ hautnah miterleben durfte.

Ganz dicke DANKE SCHÖNs gehen an die folgenden Helfer, die mir mit zusätzlichem Material unter die Arme gegriffen haben:

Markus Endberg
„Fotojob“-Philipp Behrendt
und die Jawattdenn-Crew

Was als kleines Crowdfunding-Projekt geplant war, ist nun in Umfang und Auflage „eine Nummer größer“ geworden. Ich hoffe ganz persönlich, dass ich euch damit ein Stück Erinnerung ins Regal und ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubern kann. Und wenn ich nur eines der beiden Ziele erreichen kann, dann bin ich nochmal eine Portion stolzer!

Jetzt ist Demut gefragt

What a ride! Nein, das Oldenburg-Match war wirklich nichts für schwache Nerven. Die Anfangsphase gehörte sicherlich den Gastgebern, der Gegentreffer schien nur eine Frage der Zeit, schlussendlich sorgte dann ein – berechtigter – Elfmeter für den Rückstand unserer Mannschaft. Der Treffer wirkte ein wenig wie ein Startsignal. RWE übernahm mehr und mehr die Kontrolle über die Partie und konnte – ebenfalls per Elfer – ausgleichen. Zwei Dinge an diesem Elfer finde ich bemerkenswert:

Zum Einen wäre da Lawrence Ennali zu nennen, der einem eigentlich zu lang geratenen Pass von Young hinterhersetzt, als sei der Leibhaftige hinter ihm her. Im allerletzten Moment kann er den Ball vor dem heraneilenden Mielitz erreichen und jaaaa, er nimmt den Kontakt natürlich auch gerne mit, aber solche Elfer werden regelmäßig gepfiffen. Trotzdem: Manch einer hätte den Ball vermutlich schon aufgegeben.

Und dann wäre da natürlich noch Felix „Eisblock“ Bastians zu nennen, der sich von Mielitz‘ unwürdigem Versuch, den Schützen mit einem Spaziergang zur Trainerbank zu verunsichern, nicht beeindrucken lässt und den Strafstoß quasi unhaltbar im rechten Eck versenkt. Im Blick zurück auf die zwei vergangenen Spielzeiten hätte ich mir da jemanden von Bastians‘ Souveränität vom Punkt gewünscht. Kerl, watt haben wir da alles vergeben?

Unmittelbar vor der Pause stand dann Berlinski schließlich da, wo ein Mittelstürmer zu stehen hat und erzielte das zu diesem Zeitpunkt hochverdiente 2:1. Dem Treffer ging ein toller, öffnender Pass von Götze auf Bastians voraus, der aus aussichtsreicher Position bereits hätte treffen können. Oldenburg war mit dem Halbzeitstand dennoch bestens bedient.

Als erneut Bastians kurz nach der Pause zum 3:1 durch die Hosenträger des Oldenburger Keepers traf, schien der Drops gelutscht. Es konnte ja niemand ahnen, dass die Achterbahn noch eine Extrarunde drehen würde. Einen Befreiungsschlag bekommt RWE am Mittelkreis nicht in den Griff und plötzlich ist Starke (ich hörte im TV ein- oder zweimal, der wurde kürzlich Vater…) frei vor Golz, Sponsels Grätsche kommt zu spät und es steht nur noch 2:3, wenig später gar trifft Starke (der kürzlich Vater wurde, wie ich im TV hörte) völlig blank im Fünfer nach einem Eckball zum Ausgleich.

Das sogenannte Momentum gehörte damit endgültig wieder den Gastgebern. Während ich noch die Worte „warum nimmt der jetzt den Götze für Kefkir runner“ in den Ohren habe: Einwurf Sponsel, Kopfball Rother, Kopfball Deichmann – Eigentor! Die erneute Führung, so wichtig. Randnotiz – Bastians stand Einschussbereit in der Flugbahn von Rothers Kopfball, Deichmann kam ihm nur knapp zuvor.

Die Chancen für Oldenburg häuften sich nun, weil die Hausherren jetzt mehr riskierten, RWE konnte aus sicherer Defensive immer wieder Impulse nach vorne setzen und so dafür sorgen, dass auch Oldenburg beschäftigt blieb.

Und was bitte war das für eine Blitzidee, die die Entscheidung herführte? Nach einem Trikotzupfen gegen Fandrich durch Zietarski in der rot-weissen Hälfte rechnen einige wohl mit einer gelben Karte, aber RWE führt schnell aus, Sponsel ist den Verteidigern enteilt und sucht im Zentrum den mitgelaufenen Ennali, erneut ist es ein Oldenburger Spieler (Appiah), der den Job selbst übernimmt und in die eigenen Maschen vollendet.

So konnten sich die vielen, vielen Mitgereisten in bester Laune auf den Heimweg machen. Drei weitere Punkte im Sack, die Hälfte der sagenumwobenen 40-Punkte-Marke im Sack nach 15 von 38 Spielen. Dazu, so war den Medien zu entnehmen, in den letzten neun Spielen zweitbestes Team der Liga nach Primus Elversberg (was spielen die bitte für eine Saison? RESPEKT!).

Der Trend zeigt nach dem Holperstart klar nach oben, und vielerorts waren gar entschuldigende Worte in Richtung Dabrowski zu vernehmen, dessen Standing im Umfeld anfangs recht angeknackst war. Inzwischen, so ist zu vernehmen, sei eine Linie im Spiel zu erkennen, auch die Entwicklung des Teams geht klar voran. Wie es Björn Rother im vereinseigenen Kanal darstellte: Anfangs hat man zu jugendlich gespielt, inzwischen geht man die Partien erwachsen an. Ja, seit Ingolstadt ist das Spiel unserer Jungs deutlich physischer geworden und auch in puncto Dynamik hat man einiges zugelegt.

Nur fünf Teams der Liga (Elversberg, 1860, Wiesbaden, Dresden und Osnabrück) haben mehr Treffer erzielt, auch hier hat man ja Böses geahnt nach den ersten paar Spielen, als nicht nur die Treffer, sondern auch die Chancen rar gesät waren. Fun-Fact am Rande: Wie mir zugetragen wurde, hat RWE erstmals seit der Saison 1979/80 drei Auswärtsspiele in Folge in einer Profi-Liga gewonnen. In jener Saison in Liga zwei gelang das gleich zweifach, die Gegner damals hießen Rot-Weiß Lüdenscheid, Union Solingen und DSC Wanne-Eickel sowie OSC Bremerhaven, OSV Hannover und Wuppertaler SV.

Berlinksi ist teamintern der aktuelle Top-Torschütze, Engelmann kann seine Verletzung also auskurieren, ohne dass wir uns allzu viele Sorgen machen müssen. Was die kassierten Tore angeht, haben wir allerdings Nachholbedarf, das geht mir persönlich oft zu einfach – siehe Zwickau, siehe die beiden Starke-Treffer (der ist übrigens, wie man im TV vernehmen konnte, kürzlich Vater geworden).

Dennoch – so auch die Überschrift – täten wir alle gut daran, weiterhin Demut zu zeigen. Die ersten rechnen schon, wie weit es noch zum Relegationsplatz ist (ja, ein gewisses Augenzwinkern erkenne ich da schon noch), andere haben die Punkte gegen Meppen schon fest verbucht.

Aber: auch gegen den SV Meppen will erst einmal gewonnen werden. Die Emsländer taumeln aktuell wie Axel Schulz zu seinen besten Zeiten, aber gerade deshalb ist es wichtig, die Konzentration oben zu halten. Ich bin mir aber sicher, dass unsere Jungs genau wissen, wie sie dieses Spiel angehen müssen. Mehr als 15.000 Zuschauer auf den Rängen werden dann wieder dabei sein, um als zwölfter Mann für ein wenig Extraschwung zu sorgen. Auch das gewohnt großartig.

Wenn ihr bis zu diesem Punkt durchgehalten habt, dann sollt ihr dafür auch noch mit einem kleinen Bonus belohnt werden: Die Literaturfreunde unter euch sollten sich den Abend des 25.11. mal vorsichtig freihalten. Ich bin da watt am Planen dran. Zwinkersmiley!

Vorher heißt es aber erst einmal: Fokussieren auf Meppen und 1860!

NUR DER RWE!