Der Dreikampf für Zahlennerds – Statistik und mein Tipp fürs Restprogramm

UPDATE 06.03.20

Wer mit Spekulatius, Zahlenspielerei und Was-Wäre-Wenn-Überlegungen nichts anfangen kann oder wem das zu doof ist, möge bitte an dieser Stelle nicht weiterlesen! Für alle anderen: Herzlich willkommen in meiner kleinen Zahlenwelt.

So, Leute, jetzt mal zu den nackten Fakten, zu den belegbaren Zahlen. Diese Seite werde ich bis zum Saisonende regelmäßig aktualisieren. Ernst gemeinte Diskussionen gern gesehen!

Die Ausgangslage:
1. Wir gehen davon aus, dass nur noch RWE, der SC Verl und RWO die Relegation erreichen können. Alle anderen sind entweder pleite, wollen nicht oder sportlich (aktuell!) zu weit weg.
2. Jedes dieser Teams kann:
– alle restlichen Spiele gewinnen oder
– eins verlieren, die restlichen gewinnen oder
– ein unentschieden, die restlichen gewinnen oder
– …
(105 Kombinationen für Verl und RWE, 91 für RWO, da ein Spiel mehr gespielt)

Wenn man diese Kombinationen nun miteinander multipliziert, ergibt das insgesamt 1.003.275 Kombinationen.

Daraus ergibt sich aktuell folgendes Gesamtbild:

Ursprungssituation…
…und aktuell (06.03.20)

Jetzt zu meinem Tipp für die restlichen Partien, die diese drei Teams noch austragen müssen. Hier nehme ich mir immer vor, möglichst „objektiv“ zu tippen, mich also eher am Worst Case zu orientieren. Dass das aus gegebenem Anlass nicht ganz einfach ist, versteht sich vermutlich von selbst. Trotzdem bin ich natürlich nicht so vermessen, für unser Team keine Punktverluste mehr einzukalkulieren. Hier also meine drei Tipps:

RWE nach Haltern
RWO (bei WSV ausgefallen, neuer Termin noch offen)
SC Verl (gegen Fortuna Köln ausgefallen, neuer Termin noch offen)

Hier noch der sich daraus ergebende Tabellenverlauf, oder wie ich es nenne: „ein ganz knappes Höschen!“:

Verlauf nach Ursprungstipp…
…und mit den aktuellen Ergebnissen 😦

Rechenschiebereien

RWE hat im Nachholspiel bei Westfalia Rhynern das sechste Spiel in Folge nicht verloren und gleichzeitig aus diesen Partien satte 14 von 18 Punkten geholt. Eine gute Ausbeute, wenn man gleichzeitig bedenkt, dass immerhin gegen Viktoria und Oberhausen ein Unentschieden geholt wurde. Darauf lässt sich sicher aufbauen.

Karsten Neitzel hat damit satte 1,89 Punkte je Spiel bisher eingefahren und liegt damit deutlich vor Giannikis (1,38) und Demandt (1,18 diese Saison) – Anmerkung: Ist jemandem schon mal aufgefallen, dass beide jeweils nach dem Spiel gegen Verl den Hut nehmen mussten? Auch dies ein sehr guter Wert.

Umgerechnet auf die Saison hätte dieser Schnitt rund 62 Punkte bis hierher bzw. 64 Punkte insgesamt bedeutet. Man sieht also: Es reicht noch nicht. Um den Platz an der Tabellenspitze in der kommenden Saison erobern zu können, müssen also weitere Faktoren greifen: Aufs Jahr gerechnete 7-8 Niederlagen sind dazu sicherlich zu viel, eine Alternative wäre, wenn die Konkurrenz Schwächen zeigen würde – hier sind Krefeld mit 2 bzw. Viktoria mit 4 Niederlagen deutlich konstanter.

All diese Punkte zeigen: Ja, es gibt Grund zum Optimismus, zu Vorfreude auf die kommende Saison. Euphorie im Sinne von „wir sind nah am Aufstieg“ ist allerdings noch in weiter Ferne.

Mir persönlich würde es allerdings schon reichen, wenn man wieder mit einem wohligen Gefühl zur Hafenstraße fahren könnte, und vor allem mit einem noch viel zufriedeneren wieder nach Hause.

In diesem Sinne – zwei Spiele noch diese Saison, zwei Siege bitte!

Nur der RWE!