Fallhöhe

Eigentlich wollte ich einen „kompletten“ Rückblick auf die Hinrunde schreiben. Angesichts des neuesten Blogposts von Im Schatten der Tribüne möchte ich die Idee aber aufgreifen und den virtuellen Redeball an mich nehmen.

Die typische (schlimm genug) Saison der Rot-Weissen verlief in den vergangenen Jahren so: Erstes Spiel okay, dann meist eine tolle Leistung gegen einen übermächtigen Gegner im Pokal, gefolgt von zwei, drei mauen Vorstellungen in der Liga und schwupps! war man hinter der berühmten Musik. So begannen schon im September die Rechnereien, ob und wie man denn wieder nach oben kommen und den Anschluss finden könne.

Nicht so dieses Jahr. Nach einem knappen 1:2 in Rödinghausen – 14-Sekunden-KO von Freiberger inklusive – berappelte sich die Mannschaft, blühte gegen Wuppertal geradezu auf und spielte sich danach in so etwas wie einen Rausch. Als Belohnung gab es die Tabellenführung, tolle Stimmung allüberall und der gemeine Fan begann zu träumen. Wer sollte RWE noch stoppen. Die Antwort hieß Lippstadt, doch man verzieh den Ausrutscher gegen einen erstaunlich offensiven Aufsteiger, den verschossenen Elfer kurz vor Schluss. Es sollte jedoch der Auftakt zu sechs sieglosen Spielen werden. Von Platz 1 ging es bis zum Ende der Hinrunde nun auf Platz 8 hinunter – Adieu, Aufstieg.

Der Einsatz stimmte bei mindestens 14 von 17 Partien. Das Spiel beim BVB sieht so mancher Fan zwiegespalten, ich sage, dass man einen Kagawa mit den Fähigkeiten unserer Spieler auch mit gröbster Härte kaum hätte stoppen können. Das Spiel in Verl war von beiden Seiten eher mäh geführt, und Düsseldorf war der bisherige Tiefpunkt der Saison, was das Engagement auf dem Platz angeht (habe ich mir sagen lassen, war selbst verhindert). Dass man gegen einen tiefstehenden Aufsteiger (Straelen) keine Lösung findet und nur unentschieden spielt, so etwas passiert halt. Nein, der Einsatz war ein Faktor, den man den Spielern nur schwerlich absprechen kann. Selbst wenn man einen oder mehrere Spieler kritisieren möchte, so haben selbst diese Spieler für ihre Verhältnisse alles in die Waagschale geworfen. Ob das für die Regionalliga genug ist, mögen andere beurteilen, aber ich war zufrieden mit der Art und Weise, wie RWE aufgetreten ist.

Die Fans haben – wenige Störfeuer in Form von Anfeindungen gegen eigene Spieler mal ausgenommen – auch weitestgehend die Mannschaft mitgetragen. In der Phase der sieglosen Partien gab es trotzdem aufmunternde Worte und Applaus von den Tribünen, weil man sah, dass die Mannschaft will. „Wir halten zusammen, RWE, RWE!“ galt endlich wieder.

Bleibt der Faktor des „Spielglücks“. wie es ja neuerdings im Fußballjargon heißt. Machen wir den verdammten Elfer gegen Lippstadt, oder eine der drei dicken Chancen vor der Gladbacher Führung, geht die Bogenlampe des BVB-Verteidigers in deren eigenen Kasten oder treffen wir dort nicht noch zweimal Alu – wer weiß, wo wir stünden. Natürlich kann man gegen Aachen verlieren, aber wenn man sieht, dass Aachen nur diese eine echte Torchance hat und wir vergeblich gegen deren Tor angelaufen sind, dann ist das schon bitter.

Ich will nicht sagen, dass die Mannschaft keine Schuld trägt. Natürlich darf man gewisse Fehler im Spiel so nicht machen. Einige Gegentore sind zu leicht gefallen. Die rote Karte von Pröger war unnötig, aber wohl einer gewissen Emotionalität geschuldet. Mal ist ein Spieler zu eigensinnig vor dem Kasten, mal zu „blöd“ (man beachte die Anführungszeichen), einen Pass an den Mann zu bringen. So ist dort natürlich auch ein Teil der Schuld anzusetzen. Trainer Neitzel nimmt vieles davon auf seine Kappe, trotzdem hat man das Gefühl, dass er deutlich weniger kritisiert wird wie noch seine letzten drölf bis mümzehn(TM)  Vorgänger. (Auch das tatsächlich ein positiver Aspekt, wie ich finde.)

So jedenfalls stehen wir nun auf Platz 8. Durch diesen freien Fall ist aus der totalen Euphorie nun eine tiefe Enttäuschung geworden, diesmal nicht schon im September, sondern erst ab Mitte Oktober.

Als ich neulich gefragt wurde, wie man als Blogger denn nun damit umgehen solle, antwortete ich in etwa, dass wir ja keine Wahl haben. Wir können nicht aus unserer Haut. Die meisten von uns Fans werden auch gegen Rödinghausen wieder vor Ort sein.

Die Mannschaft ist nun in der Pflicht, so abgedroschen das auch klingen mag. Die Saison in irgendeiner Form abzuschenken, so etwas darf es trotz allem nicht geben. Nach unten hin wird – allen Unkenrufen zum Trotz – nichts mehr passieren, die nötigen Punkte werden wir einfahren, da mache ich mir keinerlei Sorgen. Nach ganz oben muss man sich aber auch wohl nichts mehr vormachen. Trotzdem – in meinen Augen muss sich die Mannschaft an folgenden Punkten messen lassen:

  • weiterhin 1907% Einsatz auf dem Platz
  • einen 2-Punkte-Schnitt in der Rückrunde
  • Platz 5 als Minimum
  • optimalerweise noch vor RWO landen, um denen mal (sorry für die Ausdrucksweise) das Maul zu stopfen
  • Erreichen des Pokalfinales, besser noch Gewinn des Niederrheinpokales, um über den „großen“ Pokal weitere Mittel generieren zu können

Dies meine Gedanken zum Status Quo von RWE zum Ende der Hinrunde. Noch jemand, der sich dazu äußern mag?

Nix zu holen bei den Fohlen

Ein weiser Mann* schrieb nach der heutigen Partie gegen die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach:

„Immer wenn du denkst, dass du mit Rot-Weiss Essen das Licht am Ende des Tunnels siehst, steht da am Ausgang jemand und schaltet hämisch lachend das Licht aus.“

Tja, das beschreibt die Situation um unseren Lieblingsclub eigentlich sehr gut. Nach dem tollen Saisonstart und den durchwachsenen Ergebnissen der vergangenen drei Partien – die aus moralischer Sicht kaum zu kritisieren waren – war RWE gefordert: Viktoria und Dortmund hatten gestern ihre Spiele gewonnen und es galt, den Kontakt zu halten. Die Hoffnung, die Saison könnte mit dem Platz an der Sonne gekrönt werden, die wohl jeder RWE-Fan mehr oder weniger insgeheim hatte, diese Hoffnung zerfällt gerade ein wenig.

Vorweg: Die Partie heute durfte ich zudem als Co-Kommentator von Radio Hafenstraße mit übertragen und so eine völlig neue Perspektive erleben. Da sieht man mal, dass es nicht so leicht ist, die komplette Spielzeit dauerhaft mit Inhalt zu füllen. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht, die Ereignisse auf dem Platz zu schildern. Ich hoffe, ich habe meinen Job gut gemacht. Jederzeit gerne wieder!

Diesmal gab es eine Änderung in der Aufstellung: Für den zuletzt glücklosen Wirtz kam Urban von Beginn an zum Einsatz, Grund rückte dafür in die Zentrale, Baier gab die hängende Spitze.

Von Beginn an war das Spiel zunächst geprägt von viel „Klein-klein“ im Mittelfeld. Die Fohlen riegelten ihre Hälfte im „Mitteldrittel“ des Spielfeldes ab und zwangen RWE damit immer wieder zu Fehlpässen im Mittelfeld oder zu langen Bällen über außen, die aber nicht den notwendigen Druck aufbauen konnten, das Spiel weiter nach vorne zu verlagern. Und so dauerte es gut 20 Minuten, bis mal etwas wie Torgefahr aufkam: Heber setzt sich außen durch und schlägt einen scharfen Pass in die Mitte, der nur knapp von den Gladbachern geklärt werden kann.

Wenig später erkämpft sich Scepanik den Ball durch Anlaufen des Innenverteidigers, Baier nimmt den Ball auf, zieht in den Sechzehner – der Ball streicht Zentimeter am Kasten vorbei. Einen Moment später wird Bichler rechts geschickt, flankt halbhoch in die Mitte, wo Scepanik das Kunststück schafft, am Ball vorbeizutreten. Drei dicke Chancen, dreimal vergeben.

Chancen danach auch auf der anderen Seite. Zuerst kombinieren sich die Gladbacher in unseren Strafraum – Raeder klärt per Fußabwehr. Dann fliegt ein langer Ball über alle hinweg und landet im Sechzehner beim völlig blank stehenden Kraus, der den Ball noch in aller Seelenruhe annehmen kann – und dann daneben schießt. Dann jedoch das Tor des Abends: aus einer Körperdrehung wird ein Ball schnell hinter Zeiger und Becker durchgesteckt, Pisano kann sich die Ecke ausgucken – keine Chance für Raeder. Diese drei Szenen fanden innerhalb von nur drei Minuten statt…

Einerseits hatte sich RWE zu diesem Zeitpunkt gerade etwas Oberwasser herausgespielt, andererseits auch um das Tor gebettelt. Einfach unfassbar. Doch RWE hatte noch die Chance zum Ausgleich vor der Pause: Wieder über rechts eine Flanke in die Mitte, die Brauer aufs Tor verlängert – Pfosten. Der Abpraller von Baier wurde leider dann zur Ecke geblockt, die keine Gefahr einbrachte. Mit 0:1-Rückstand ging es also in die Pause.

Nach dem Wechsel verlegten sich die Gladbacher darauf, Zeit von der Uhr zu nehmen. Entlastungsangriffe gab es nur noch sporadisch und halbherzig. Stattdessen baute RWE mehr Druck auf, konnte jedoch auch hier zunächst nicht die gut organisierte Fohlen-Abwehr durchbrechen. Es dauerte bis etwa zur 60. Minute, bis RWE sich erstmals eine Chance herausarbeiten konnte. Kevin Grund kam im Sechzehner zum Abschluss, wurde aber dabei durch einen Abseitspfiff jäh unterbrochen – aus meiner Position leider nicht aufzulösen, ob der Schiri hier richtig lag.

Wenig später schraubte Karsten Neitzel das Risiko erneut hoch, nahm den soliden Urban vom Platz und brachte Enzo Wirtz für die Zentrale, während sich Grund wieder hinten links einsortierte. Doch auch in dieser Partie war es wieder ein Standard, der für Gefahr sorgen sollte: Freistoß aus dem Halbfeld von Baier, Zeiger verlängert – und der Pfosten rettet erneut. Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt sicher verdient gewesen, denn hier dominierte nur RWE die Partie.

Der Alu-Treffer wirkte nochmal beflügelnd, doch mehr als ein paar Eckbälle kamen am Ende nicht heraus, auch wenn eine davon gerade noch auf der Linie geklärt werden konnte. Auch ein Schuss von Wirtz kullerte am Tor vorbei, so dass es bei dem 0:1 leider blieb.

Somit ist RWE nun seit vier Spielen ohne Sieg, hat nur zwei von zwölf Punkten geholt, was sicher angesichts des guten Saisonstarts zu wenig ist. Von der Moral her gesehen gibt es erneut kaum Grund zur Kritik, die Mannschaft hat sich unmittelbar nach dem Gegentreffer aufgerappelt und gegen die Niederlage gestemmt – man müsste nur mal das Tor auch irgendwann machen. Deutlich zu bemerken ist das Fehlen eines Unruhepols wie Pröger oder auch Platzek einer wären – hier ist zu wenig Unruhe im Zentrum. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es richtig war, nicht auf Teufel komm raus noch einen Spieler zu verpflichten und so die eigenen Spieler als „nicht gut genug“ zu brandmarken, was sicher Vertrauen gekostet hätte. Zu den Verletzten kam noch diese unsäglich dumme rote Karte, die sicher auch nicht in der Form einkalkuliert wurde. Natürlich gibt es auch genügend Argumente in die andere Richtung, aber das ist vielleicht mal ein Thema für einen späteren Beitrag.

Fakt ist jedoch: Der Kontakt zur Spitze ist erst mal weg, am Sonntag gegen Aachen muss gewonnen werden, komme, was wolle. Und damit haben wir wieder ziemlichen Druck auf der Mannschaft, die noch zu allem Überfluss auf eine wiedererstarkte Alemannia trifft. Auf die Spitze sind es (Dortmunder Nachholspiel-Sieg vorausgesetzt) sechs Punkte. Das ist viel, aber noch nicht zu viel, zumal ja beide Spiele gegen die Borussen auch noch anstehen. Wir sollten aber schleunigst die Kurve bekommen.

*Weiteres vom weisen Mann unter diesem Link.

Voll verstraelt

War das nun ein Punktgewinn oder ein Punktverlust, was wir da heute im Spiel gegen den SV Straelen erlebt haben? Ich vermag es nicht wirklich zu entscheiden.

Der Aufsteiger rührte von Beginn an jede Menge Zement an. Mit zwei engen Abwehrketten ließ man unserer Mannschaft keinen Platz, die schnellen Spieler gefährlich in Szene zu setzen, während zwei Spieler jeweils Becker und Zeiger anliefen, um die Spieleröffnung von dort zu verhindern. Und so kam es, dass von RWE in der ersten Halbzeit kaum eine Situation sehenswert genug war, um sie an dieser Stelle überhaupt zu schildern. Zu oft blieben Bichler und Scepanik außen an den Verteidigern hängen oder es wurde zu lange mit dem Torabschluss gezögert, so dass der Ball geklärt werden konnte. Die Gäste hingegen kamen gleich mehrfach gefährlich vors Essener Tor. Nach nur acht Minuten fischte Raeder einen fein aufs lange Eck gezirkelten Freistoß aus dem Winkel – ein Freistoß, den der heute (vorsichtig gesagt) nicht immer glücklich aussehende Schiedsrichter gegen Zeiger nach einem eigentlich harmlosen Zweikampf verhängt hat. Einen weiteren Schuss wehrte unser Keeper ebenso sehenswert über die Latte ab. Trotzdem ging es mit einem – für RWE schmeichelhaften – 0:0 in die Pause.

Die zweite Hälfte begann dann (leider) mit einem Paukenschlag: Straelen spielt sich über die linke Abwehrseite bis zur Grundlinie durch, der Pass zurück kann nicht verhindert werden, aus dem vielzitierten Hintergrund fällt der Treffer zum 0:1. Ein Tor, wie wir es gefühlt diese Saison schon zum vierten, fünften Mal gesehen haben. Trotzreaktion auf Essener Seite? Eher Schockstarre. Als nur wenige Momente später Baier einen Ball eher halbherzig zurückspielt, spielt Straelen einen Konter, wie er sonst wohl nur auf der Playstation zu sehen ist: links raus, quer, steil, vor dem Torwart quer und ab in die Maschen – 0:2.

Wie schon gegen Lippstadt nun also ein Zwei-Tore-Rückstand. So enttäuschend der Spielverlauf bis zu diesem Moment war, umso beeindruckender der Wille, die Moral, sich in dieses Spiel nochmal zurückzukämpfen. Während Straelen nun jede Sekunde nutzte, um auf Zeit zu spielen (Liegenbleiben nach Allerweltsfouls, Abstöße, die dreißig Sekunden und länger dauerten…), kam RWE endlich zu eigenen Aktionen. Besonders über den nach der Pause bärenstarken Alaba Heber wurde der Druck nach vorne stärker, und als Neitzel Urban für den heute enttäuschenden Lucas brachte, konnte Grund ins Mittelfeld rotieren und von dort ebenfalls dafür sorgen, dass der Ball besser als zuvor verteilt wurde. Trotzdem hatte der Aufsteiger die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, doch Raeder klärte mit einer Fußabwehr vor dem RWE-Ex Björn Kluft.

Es sollte bis eine Viertelstunde vor Schluss dauern, bis RWE zum Anschlusstreffer kam. Irgendwie bezeichnend für den Spielverlauf, dass der Treffer durch einen Standard fiel: Flanke Baier, Urban am langen Pfosten völlig blank köpft ein. Nur eine einzige Minute später gab es quasi dieselbe Szene erneut: Flanke Baier, erneut Urban, doch diesmal war der Gästekeeper zur Stelle und konnte zur Ecke klären. Noch während ich meinen Freunden im WhatsApp-Ticker dies schrieb, flog der Eckball auf den langen Pfosten und Becker traf zum Ausgleich – Wahnsinn!

Ab diesem Moment waren es quasi nur noch die Hausherren, die das Spiel beherrschten. Zwar kamen auch die Gäste angesichts der aufgerückten Essener Defensive noch zu Kontern, den Siegtreffer hatte jedoch Baier auf dem Fuß, als er nach einem schönen Steilpass am Torwart scheiterte.

Die Punkteteilung geht wohl nach dem Spielverlauf in Ordnung. Ärgerlich jedoch, dass zum zweiten Mal in Folge kein Sieg gegen einen Aufsteiger gelungen ist. Gerade mit dem erhofften Ziel „Aufstieg“ im Hinterkopf ist dies eigentlich eine Pflichtaufgabe. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass Straelen sicher noch immer von der Aufstiegseuphorie zehrt, zumal man in der Tabelle relativ sicher platziert ist.

Aufgrund der ersten Halbzeit möchte ich mich diesmal nicht auf einen Spieler des Tages festlegen, denn hier wurde auf allen Positionen versäumt, das Spiel auf das Niveau zu bringen, das uns in den vergangenen Wochen so verwöhnt hat. Einen rabenschwarzen Tag hat sicherlich Nico Lucas heute erwischt. Er wirkte mit der harten Gangart und dem hohen Tempo der Konter der Gäste überfordert, ja verweigerte sogar mindestens zwei Zweikämpfe und ermöglichte damit Aktionen des Gegners. Auch er kann es besser, das hat er bewiesen.

Kritisch sehe ich derzeit unsere Defensivleistung. Zwar betont der Trainer, dass die Gefahr fürs eigene Tor der taktischen Grundausrichtung geschuldet ist, doch fallen mir die Gegentore „zu leicht“, was gerade defensive Teams dazu verleitet, sich mit Mann und Maus im eigenen Sechzehner  einzuschließen, um dann überfallartig bei Ballgewinn auszuschwärmen und uns einen Hieb zu versetzen. Ich bin aber guter Dinge, dass unser Trainer das Spiel seiner Neitzelmänner hier noch optimieren kann. Die kommenden Gegner sind zudem nicht dafür bekannt, sich hinten reinzustellen, was unserer Spielweise sicher entgegenkommen dürfte.

Man hat heute leider auch gesehen, warum Neitzel lieber Pröger in die Sturmzentrale stellt als Wirtz. Pröger reißt mit seiner Geschwindigkeit immer wieder Lücken und kann auch mal „in den Lauf“ angespielt werden, Wirtz ist dagegen eher der Spielertyp, dem man den Ball zum Torschuss auflegen muss. Das soll bitte nicht als Kritik an Wirtz selbst verstanden werden – er gehört halt nur zu einer anderen Art Stürmer. A propos Pröger: Wann wird eigentlich der Einspruch behandelt? Übernächste Woche? In meinen Augen auch reine Schikane!

Bleibt die Eingangsfrage zu klären: Klar, auf den ersten Blick ein Punktverlust – gegen einen frech aufspielenden Aufsteiger nach zwei Toren Rückstand aber sicher ein Punktgewinn – und ein weiterer Sieg für die Moral allemal – das bringt aber keine Punkte in der Tabelle. Hier können morgen Lippstadt (!) und Viktoria uns die vorübergehende Tabellenführung wieder abnehmen, zudem hat die zweite vom BVB noch ein Nachholspiel und könnte vorbeiziehen.

Mittwoch geht es für unsere Truppe bereits weiter mit der Partie bei der Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach. Dieses Spiel werde ich übrigens – PREMIERE – als Co-Kommentator bei Radio Hafenstraße kommentieren. Schaltet ein!

ER – ER – ERWIN KOEN!

Im Jahre 2000 holte Rot-Weiss Essen einen Spieler ins Team, der wohl nach Lippens der zweitwichtigste Holländer werden sollte, der je an der Hafenstraße gespielt hat: Erwin Koen.

Zwar fiel „Nummer 21“ zunächst weniger durch seine vielen Tore auf – in den ersten drei Saisons waren es lt. Transfermarkt „nur“ derer 14 – nein, in Essen liebte man die Art und Weise, wie er Fußball spielte. Schnell über links, gerne auch mal körperlich robuster, bei Freistößen gefährlich und für seine „linke Klebe“ gefürchtet.

Tore von Erwin, die mir in Erinnerung geblieben sind? Da wäre zum einen der 40m-Lupfer über Oliver Adler von RWO (https://www.youtube.com/watch?v=XtRGL51Ucvo), oder aber das 1:0 beim 5:2-Sieg gegen Wuppertal kurz vor dem Aufstieg (https://www.youtube.com/watch?v=awRO5dR2uCw) – ein seltenes, da mit rechts! Und natürlich die vielen Drölfzig-Meter-Freistöße durch die Mauer, quasi sein Markenzeichen.

Legendär eine Szene, die er selbst in einem (sehr lesenswerten!) Interview bei jawattdenn.de schildert: ‚Irgendwann habe ich mit Sascha Wolf vor dem Spiel gesprochen, er sagte zu mir: „Erwin, wenn der Ball auf die Seite der Stehtribüne kommt, machen wir zuerst ein Foul. Wir grätschen einen um und tun so, als ob nichts gewesen wäre. Dann hast Du sofort die Fans hinter Dir und Du wirst gefeiert.“ ‚

Erwin hat bei RWE so ziemlich alles miterlebt: Den Münster-Abriss 2002, Aufstieg 2004 – in dieser Saison mit 18 Treffern, Abstiegskampf in Liga zwei und einen tragischen letzten Auftritt beim 1:3 in Ahlen, bei dem er vom Platz flog und wonach der Abstieg in die damals drittklassige Regionalliga feststand. Trotzdem – oder gerade deshalb? – ist er mit der Hafenstraße noch immer tief verbunden und häufig auch bei den Spielen im Stadion, wenn seine eigene Karriere als Trainer des VV Eldenia in den Niederlanden dies zulässt. Zudem schnürt er noch immer die Schuhe für die RWE-Traditionsmannschaft.

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„Abschied mit Legenden“ – Erwin Koen mit mir und Sohnemann

Nach seiner RWE-Zeit verlief seine Karriere bei Alemannia Aachen noch bis in die Bundesliga (ich erhielt die Nachricht seines Wechsels dorthin auf einer Hochzeit, am Tag bevor RWE gegen Aachen spielte, wenn ich mich richtig erinnere…) bevor er über Paderborn und Wehen-Wiesbaden und verschiedene holländische Teams seine Karriere beendete. Die meisten Spiele seiner Karriere jedoch, die machte Erwin für Rot-Weiss Essen.

Mein Gott, beim „Drüberlesen“ stelle ich fest – das klingt ja fast wie ein Nachruf. Soll es aber gar nicht sein, im Gegenteil: Lieber Erwin, alles Gute zum 40. Geburtstag und danke für all die schönen Momente, die du uns bereitet hast!

Und jetzt alle:
ER – ER – ERWIN KOEN! ER – ER – ERWIN KOEN! 

Links: Wikipedia – Transfermarkt

Oooooh, wie ist das schööööön…

Freitag, Flutlicht, Fußball. Rot-weisses Herz, was willst du mehr?

Der Trainer bot zum dritten Mal die gleiche Aufstellung auf, um den nächsten Heimsieg einzufahren. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir zuletzt mit so wenig Rotation ausgekommen sind. Die Aufstellung wurde heute erstmals seit langem nicht von Walter Ruege vorgetragen, sondern auf eine frischere dynamischere Art. Das hat mir schon sehr gut gefallen und wird gegen die „dicken“ Gegner bestimmt noch das i-Tüpfelchen!

Schon nach wenigen Minuten hätte es klingeln können, als sich Baier aus 16m mit einem Schlenzer versuchte, der aber glänzend pariert wurde. Wenig später musste Bonn verletzungsbedingt wechseln, an dieser Stelle gute Besserung an den Spieler, das sah nicht gut aus… Die deutlichste Chance der ersten Hälfte hatte Kevin Grund, der einen direkten Freistoß aus halbrechter Position gefühlvoll an den Pfosten setzte. Da hätte der Keeper keine Chance mehr gehabt. Ansonsten bestand die erste Halbzeit aus vielen Pässen im Mittelfeld. Bonn ging ab der Mittellinie aggressiv auf den ballführenden Spieler und zog sich dann schnell zurück, um keine Lücken für die schnellen Außenspieler zu bieten. Lediglich Pröger konnte sich einmal in den Strafraum kämpfen. Sein Schuss wurde abgefälscht und zwang den Torwart zu einer erneuten Parade. Mit 0:0 ging es also in die Pause.

Nach dem Wechsel war es weiterhin RWE, das auf die Führung drängte. Nach gut 60 Minuten wuselte uch Scepanik durch die Mitte und erkämpfte den verlorenen Ball mit einer Grätsche zurück. Alle schienen auf den Pfiff zu warten, Baier schaltete am schnellsten und spielte auf Grund, der scharf in die Mitte spielte. Pröger konnte daraus leider aus guter Position 2m vor dem Tor nur eine Kerze machen.

Wenig später war es dann aber soweit. Ecke Lucas, verlängert von Becker. Am hinteren Strafraumeck kommt Pröger an den Ball, schießt, und Brauer steht richtig, um das Stadion zu erlösen.

Danach wurde das Spiel zunehmend hektischer. Mit Pröger, Bichler, Baier und dem eingewechselten Wirtz gab es mehrfach die Chance, den Sack zuzumachen. Die größte Chance hatte jedoch Scepanik kurz vor Ende der regulären Spielzeit, als er nach einer Körpertäuschung zentral völlig frei vor dem Torwart auftauchte, dann aber aus 10m übers Tor schoss.

Bonn drückte nun etwas mehr auf den Ausgleich, konnte aber immer wieder gestoppt werden. Lediglich bei einem Konter musste Raeder einschreiten.

In der Nachspielzeit dann nochmal Aufregung: Wirtz wird unmittelbar vor der rot-weissen Bank gelegt. Vatter Lucas und Heller springen auf, wobei der Ersatztorwart den Bonner Spieler klar umstößt. Hier hatte der nicht immer glückliche Schiri keine andere Wahl, als die rote Karte zu zeigen. Muss man auf der Bank auch erst mal schaffen. Resultat aus der Aktion war übrigens Freistoß für Bonn – völlig verkehrt also.

Wie dem auch sei, RWE „kann“ also auch Nachspielzeit. Es war so ein Spiel, das wir in der letzten Saison noch unentschieden beendet hätten. Diese Saison scheint dies alles etwas anders – dickes „Like“! Auch diesen Spieltag werden wir als Spitzenreiter abschließen!

Heute fällt es wieder schwer, Spieler herauszuheben. Pröger mit gewohnt unfassbaren Laufpensum, Baier stets voran, Zeiger / Becker absolut souverän. Bichler schwächer als zuletzt, trotzdem immer ein Unruhefaktor.

Zur Stimmung möchte ich gerne auf die Videos verweisen, die sicher bald kommen. Auch hier wieder: Gänsehaut pur. Kleine Bitte nur für die Zukunft: die Humba am Ende zog sich ein wenig zu lang… aber das ist derzeit Jammern auf hohem Niveau.

Mittwoch Pokal, Samstag stellt sich dann mit Lippstadt der nächste Aufsteiger vor. Bis dahin kann vielleicht schon mal jemand nachgucken, wann wir zuletzt sechs Spiele in Folge gewonnen haben.

Spitzenreiter!

Okay, okay, ich gebe zu: Spitzenreiter, weil unser Vertreter im DFB-Pokal vom Kanal (haha, 0:6… pruuuust) und die Betriebssportgemeinschaft von Häcker-Küchen eine Pause hatten, aber ich will darüber mal großzügig hinwegsehen.

Schon beim Einlauf der Teams gab es die erste Gänsepelle als das OOOOOOOH RWE heute deutlich lauter als viele Male zuvor erklang.

Unser Team, es spielte heute wie ein Spitzenreiter, und vor allem wie eine Heimmannschaft. Von Beginn an zeigte RWE, wer das Sagen hat: Langer Ball in den Kölner Sechzehner, leider war Kevin Grund (heute übrigens wieder hinten links) einen Schritt zu spät dran, um den Ball am herauseilenden Keeper vorbeizuspitzeln.

Und so verliefen die ersten 45 Minuten nach folgendem Schema: RWE hatte gefühlte 90% Ballbesitz, Köln wartete zwischen eigenem Strafraum und Mittellinie auf Konterchancen. RWE versuchte es immer wieder über Scepanik bzw. Bichler, kam aber kaum zu gefährlichen Anschlüssen. So kam es, dass die Kölner zweimal die Möglichkeit hatten, den Spielverlauf per Konter auf den Kopf zu stellen. Beide Male war jedoch Raeder zur Stelle.

Kurz vor dem Seitenwechsel gab es aber die Belohnung für RWE: Steilpass auf Grund, der direkt z Scepanik durchsteckt. Wie bei Bichler gelernt lässt er drei Kölner aussteigen, zieht in den Strafraum und schießt. Zwar kann der Keeper per Fußabwehr klären, ist jedoch machtlos beim Kopfball des herangeeilten Baier! Kollektives Ausrasten auf den Tribünen, RWE ist nach langer, langer Zeit auf Platz eins der Liga!

Köln musste nun natürlich mehr tun, um nicht mit leeren Händen nach Hause zu müssen, RWE schaltete einen halben Gang zurück. Die Abwehr um Zeiger und Becker leistete sich diesmal jedoch keinerlei Blöße, und wenn doch mal ein Angriff durchbrach, war immer jemand da, der den Ball ins Aus drosch. Schön zu beobachten: immer wieder wurde abgeklatscht, einander motiviert. Das sieht sehr nach Team aus.

Und so hatte ich nie das Gefühl, dass dieses Spiel noch aus der Hand gegeben werden könnte – der geneigte Fan kennt das ja durchaus auch anders. Zwanzig Minuten vor Schluss dann nochmal ein Angriff allererster Kajüte: Daniel Heber läuft aus der eigenen Hälfte über rechts, zieht in die Mitte und spielt auf Pröger. Dessen Schuss wird zwar gehalten, prallt aber ganz kurios an den Pfosten, Heber steht richtig und kann abstauben. Sack zu, 2:0. Der Rest ist Jubel und viel Applaus.

Ich suche immer noch nach dem entscheidenden Faktor, der den aktuellen RWE von dem der letzten Saison(s) unterscheidet. Alle Neuzugänge scheinen einzuschlagen (Wirtz noch schwierig zu beurteilen, man hat aber nicht den Eindruck, mit seiner Einwechslung ginge das Niveau in den Keller, Freiberger mal außen vor), Ausfälle (Platzek oder letzte Woche Scepanik) werden erfolgreich kompensiert, das Team tritt wie eines auf und das Publikum steht wie eine Wand hinter der Mannschaft. Ist das alles Zufall?

Heber heute wie schon in den vergangenen Spielen bärenstark (RWO muss ja da echt ne Granate haben, wenn sie den haben gehen lassen…), Baier mit viel Einsatz (und ein, zwei technischen Schwächen), Bichler, Scepanik und Pröger mit einem wahnsinnigen Laufpensum. Eine Szene war geradezu spiegelbildlich für den Einsatz der gesamten Mannschaft: Bichler wird steil geschickt, verliert den Ball kurz vor der Torlinie durch eine Grätsche, springt auf, beschwert sich beim Linienrichter, sprintet hinter dem Kölner her und erkämpft den Ball noch vor der Mittellinie zurück.

Zwar hatten wir heute nur ein paar wenige Chancen, aber diese wurden in ausreichender Anzahl genutzt. Ich will mich an dieser Stelle nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber solche Spiele muss man halt auch erst mal gewinnen. Und dann hat man auch zurecht den Anspruch, um den ganz großen Preis mitzuspielen. Die Art und Weise, dieser „Powerfußball“, das war heute schon beeindruckend.

So kann es gerne weitergehen. Ich sehe aktuell keinen Anlass, warum RWE den positiven Lauf nicht noch etwas fortsetzen sollte. Auf viele weitere Gänsepellen!

Was war das nur für 1 Spiel?

Warnung: der folgende Beitrag kann Spuren von Euphorie enthalten.

Es sind Spiele wie diese, die wohl meine Liebe zu Rot-weiss Essen ausmachen. Ein großer Rivale, einer dieser ewigen Gegner zu Gast an der Hafenstraße in der noch jungen Saison, mit der Gefahr, einen totalen Fehlstart hinzulegen. Auf der anderen Seite die Chance, das Feuer im Publikum mit einer couragierten Leistung bei zu entfachen. Der letzten Saison und der Auftaktniederlage in Rödinghausen zum Trotz pilgerten satte 11.077 Zuschauer (davon geschätzte 1.500 Gästefans) ins Stadion, und schon satte 30 Minuten vor Anpfiff kochte die Atmosphäre auf den Rängen auf ordentlicher Temperatur.

Ich hatte richtig Bock, die Meute hatte Bock, und das Team offensichtlich auch. Anstoß Wuppertal, langer Ball rechts ins Aus. Schneller Einwurf Heber, zwei schnelle Pässe und Neuzugang Florian Bichler stand frei vor dem Keeper und bedankte sich per Lupfer mit dem 1:0. Keine Minute gespielt – Wahnsinn!

In der Folge war es vor allem das Team in rot, das spielbestimmend war. Aggressives Anlaufen des Gegners, kein Ball wurde verloren gegeben. Trotzdem gehörte die zweite Szene im Spiel den Gästen, als ein Schuss vom Strafraumeck durch einen Reflex von Raeder (übrigens der einzige Champions League-Sieger in Liga 4) pariert wurde.

Nach gut 30 Minuten, als gerade die Tribüne etwas ruhiger wurde, hatte mein „Man of the Match“ seinen zweiten Auftritt: Bichler ließ mehrere Gegner aussteigen und lief parallel zur Torlinie, um den völlig blanken Heber präzise anzuspielen, 2:0.

Doch damit nicht genug: nach einem der vielen Wuppertaler Standards ging es schnell nach vorne, Pröger drosch den Ball aus gut 16m in den Winkel. Als I-Tüpfelchen ließ er seinem Treffer einen Flic-Flac folgen, was ungefähr meinen Gefühlszustand wiedergab.

Wer sich mit dieser Führung vorzeitig an den Getränkestand begab, verpasste allerdings etwas: Freistoß-Flanke Grund, Kopfball Platzek – 4:0!

Mit diesem satten Polster ging es also in die Pause. Wer jetzt aber erwartet hatte, RWE würde nun zur Verwaltung übergehen, sah sich getäuscht. Weiterhin suchte man sein Heil in der Offensive, überließ dem Gegner keinem Zentimeter kampflos. So stellt man sich den viel beschworenen Hafenstraßen-Fußball vor!

Gut eine Stunde war gespielt, als Bichler erneut seine Schnelligkeit ausspielte und von links in die Mitte zog. Zwar versuchte noch ein Wuppertaler, ihn per Foul zu stoppen, nach einem Strauchler hatte Bichler jedoch den Ball völlig freistehend wieder vor sich liegen und schon mit viel Übersicht flach unten links ein. Sack endgültig zu, Drops gelutscht!

Was folgte, waren Minuten mit weiteren Chancen für RWE, in denen der WSV den Ball kaum wirklich über Kontrolle bringen konnte. Bezeichnend, dass ein Standard für den einzigen Treffer der Gäste herhalten musste, Windmüller traf nach einer Ecke gute fünf Minuten vor Schluss.

Nach der Partie hallte „oh, wie ist das schön“ minutenlang durchs Stadion. Auf eine solch überzeugende Partie hat man tatsächlich lange warten müssen.

Mann des Tages wie oben beschrieben Florian Bichler, nicht nur wegen einer Vorlage und zwei Treffern. Auch sein Zusammenspiel mit Scepanik wirkte heute deutlich besser als noch letzte Woche, immer wieder konnte er mit seiner Schnelligkeit einen guten Gegenpart zu Pröger links bilden. Auch Heber schien heute trotz der Atmosphäre nicht ansatzweise so nervös, er konnte ebenfalls offensiv einige Akzente setzen. Grund heute auf der Position des Spielmachers mit einer tollen Leistung – und Platzek mir der wohl besten Zweikampfquote seiner RWE-Karriere. Er konnte nur durch Fouls gestoppt werden und ließ immer wieder Bälle abtropfen. Das habe ich in dieser Art zuletzt bei Frank Löning so gesehen.

In dieser Form sind wir für jeden Gegner eine echte Aufgabe, da müssen wir uns vor niemanden verstecken. Ich rede bewusst nicht vom Titel dieser Saison, aber wenn wir die heutige Leistung konstant zeigen, gehören wir in jedem Fall zu denen, die darum ein Wörtchen mitreden werden.

Das alles ist jedoch nichts wert, wenn nächste Woche bei Kaan-Marienborn nicht gewonnen wird. Es folgen – da rufe ich gerne meinen früheren Beitrag in Erinnerung – zehn Partien gegen die Aufsteiger bzw. Teams, die letzte Saison im unteren Drittel des Feldes zu finden waren. Hier gilt es, ein Punktekonto anzusammeln, um Ausrutscher der Gegner bestmöglich auszunutzen.

Kommenden Mittwoch gilt es jedoch erst einmal, eine lästige Pokal-Pflichtaufgabe ohne Verletzungen zu überstehen.