Fundstücke

„Die Mannschaft ist kaputt. Das sieht man.“
„Scheinbar wollten wir die 3 Punkte nicht. Wieso auch?“
„Die Mannschaft muss sich vorwerfen lassen keinen unbedingten Siegeswillen zu haben. Das ist einfach zu wenig. Und warum sich das der Coach ewige Zeiten anschaut ohne zu reagieren muss mir auch mal jemand erklären. Jede Woche der selbe Mist“
„Der Trainer und die Mannschaft haben noch viel Luft nach oben.
Das heute war für eine Heimmannschaft offensiv ein Offenbarungseid.“
„Man bin ich froh wenn diese katastrophale Saison vorüber ist.“

„Wenn man sich den ganzen scheiß in den letzten Jahren so durch den Kopf gehen lässt und die ganzen Trainer mal Revue passieren lässt dann komme ich zu dem Ergebnis das sich nichts geändert hat.“

„Es ist unmöglich sich den Sauhaufen anzusehen.“

Es ist einfach unvorstellbar, was da heute wieder auf dem Platz vonstatten ging.“

„Wie die ganze Saison, kein Zug nach vorne. Das reicht vielleicht gerade noch für einen Platz im Mittelfeld, nach vorne braucht man mit so einer Leistung nicht zu schauen.“

Quelle: Facebook-Profil des nördlichen Bundesliga-Nachbarn. #FirstWorldProblems

Ein Tor würde dem Spiel gut tun!

Nie war obiges Zitat so wahr wie heute. Wie groß war die Vorfreude, das Kribbeln, heute endlich wieder im Stadion zu stehen und ein Heimspiel zu sehen. 

Nicht nur die Kälte sorgte dabei für den einen oder anderen Schauer auf dem Rücken. Vor Anpfiff gedachte die rot-weisse Gemeinde ihrer Verstorbenen, Fan-Original Sandy hielt eine kurze Ansprache, an deren Ende ihm dann auch die Stimme wegbrach. Eine tolle Choreo rundete das Ganze dann noch ab, Fotos und Videos davon gibt es im Netz sicher zuhauf.

Das war aber auch schon fast alles, was für die folgenden 45 Minuten erwähnenswert war. Keine echten Torraumszenen auf beiden Seiten, kaum Zweikämpfe, viele Fehlpässe.

Das Bild änderte sich mit Beginn der zweiten Hälfte. Zwar waren die Düsseldorfer schon gute fünf Minuten früher wieder auf dem Platz, das Spiel gehörte jedoch ganz klar RWE. Chance um Chance wurde sich plötzlich erspielt, Chance um Chance wurde genauso plötzlich vergeben. Erst schoss Bednarski rechts knapp vorbei (ohnehin wegen Fouls abgepfiffen), wenig später schoss er noch knapper links vorbei. Nach einer Ecke kommt der Ball über Umwege zu Löning, dieser schlenzte aus der Drehung aufs lange Eck, so dass der Düsseldorfer Keeper sein ganzes Können zeigen musste. Ein paarmal rettete eine Fußspitze oder ein Bein in letzter Sekunde. Dann war der Ball plötzlich doch im Netz. Der Jubel dauerte jedoch nicht lange, denn im Moment, in dem Platzek den Abpraller aus gut 30cm über die Linie drückte, hatte wohl der Keeper seine Hand auf dem Ball, somit Freistoß für die Gäste. Diese Szene würde ich jedoch gerne nochmal ganz genau sehen. 

Auch im Anschluss an diese Szene gab es weitere Chancen, die Fortuna kam kaum noch über die Mittellinie. Leider war es heute wohl irgendwie verhext, das Runde wollte einfach nicht ins Eckige. Und weil ein Fortune wenige Minuten vor Schluss die obligatorische „es-war-so-klar“-Chance versemmelte, blieb die Partie torlos.

Das Spiel war in der ersten Halbzeit zu emotionslos, in Halbzeit zwei aber ein sehr gutes. Dass ein Gegner im Abstiegskampf hinten steht und dicht macht, war zu erwarten.Trotzdem hatte ich mir gegen den Vierzehnten der Tabelle mehr erhofft. Was aber in den „sozialen“ Medien und auf dem Weg zum Auto von einigen Leuten schon wieder abgesondert wurde, finde ich unter aller Kanone. Es war nicht schön heute, und die Saison läuft auch nicht zu aller Zufriedenheit. Aber wer sein Geld zurückfordert (eine der harmloseren Forderungen in Richtung Präsidium), der sollte sich überlegen, ob er mit RWE den richtigen Verein gewählt hat oder bei so einem Wetter lieber zu Hause bleibt. 

Freitag geht es für RWE nach Gladbach. Dort hat der Gastgeber deutlich mehr zu verlieren. Erfahrungsgemäß liegen uns solche Spiele besser. 

Nur der RWE!

Rechenspiele – Ein Bericht zur Lage in der Liga

Das erste Pflichtspiel des Jahres ist Geschichte, bekanntermaßen hat unser Herzensclub bei Viktoria Köln unglücklich mit 1:2 verloren. Dazu ist schon einiges geschrieben worden, so dass ich dies an dieser Stelle nicht nochmal aufrollen möchte, zumal ich aus verschiedenen Gründen nicht selbst vor Ort war. Am Radio mitzufiebern ist echt die Hölle…

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag auch schon vor der Partie geschrieben haben, aber wie das halt immer so ist mit der Zeit.

Bekanntermaßen bin ich ein kleiner Zahlenfreak, und als solcher habe ich mir schon Gedanken zum restlichen Saisonverlauf gemacht. Alles Folgende bezieht sich allerdings auf den Stand jetzt, also nach dem Viktoria-Match. Natürlich sind da auch noch die Kollegen aus dem Tal, aber ich gehe davon aus, dass diese im Fall der Fälle erst Recht kein Problem darstellen würden.

Derzeit beträgt unser Rückstand auf Platz 1 satte 13 Punkte, somit ist der Aufstieg wohl auch für die kühnsten Träumer unter uns außer jeglicher Reichweite. Allerdings sollte man auch berücksichtigen, dass der BVB noch zwei Spiele „in petto“ hat, bei Siegen würde unser Rückstand gar auf 14 Punkte anwachsen. Das bedeutet, dass wir satte 5 Spiele mehr gewinnen müssen als beide Borussen-Teams und Viktoria – bei gerade mal 13 verbleibenden Partien.

Sollte uns dieses Kunststück in einem Falle oder gar zweien schaffen, so ist die Chance, dies in allen drei Fällen zu schaffen, wohl verschwindend gering. Ich halte es im Durchschnitt für möglich, einen Punkt pro Spieltag noch aufholen zu können. Dies basiert hauptsächlich auf Rechnereien der letzten paar Saisons, in denen ich gegen Ende immer mal wieder unter Zuhilfename von Excel durchgerechnet habe, wie denn unsere Chancen auf Aufstieg / Klassenerhalt noch so stehen. Und ihr merkt vielleicht: 13 Punkte – 13 Spiele: das dürfte es gewesen sein, sollte nicht noch Unglaubliches passieren.

Auf der anderen Seite beträgt aber auch unser Vorsprung auf die Abstiegsplätze ebenso 13 Punkte, was bedeutet, dass auch diese Wahrscheinlichkeit gegen Null tendiert. Das sollte beruhigend genug auf die Mannschaft wirken, um den Rest der Saison auf solidem Level weiterzuspielen und zumindest Platz 4-5 zu sichern. Dies könnte dazu führen, dass das Team von Spiel zu Spiel weiter zusammenwächst, um dann in der kommenden Saison das nötige Quäntchen mehr mit auf die Waage zu bringen, um solche Partien wie Samstag zu den eigenen Gunsten zu entscheiden.

Denn – und da wiederhole ich mich gerne – in meinen Augen haben wir häufiger nicht gewonnen als schlecht gespielt. Wir haben beispielsweise nur zwei Spiele mehr verloren als Viktoria, aber satte drei Unentschieden mehr. Dies gilt es zu optimieren.

Genau aus diesem Grunde ist es meines Erachtens nach wichtig, die Saison trotz eventuell bald eintretender Spiele um die berühmte goldene Ananas noch nicht abzuhaken, sondern das Team weiter in gewohnter Form zu unterstützen. Besonders, weil die Zuschauerzahl in Abhängigkeit zur Spannung sinken wird.

Und überhaupt: So lange rechnerisch noch was geht, muss eh weiter dran gezogen werden, basta!

In diesem Sinne: Lasst uns Samstag Düsseldorf weghauen und denen den Karneval verderben. An Aschermittwoch dann bitte Wuppertal als Pokal-Los!

NUR DER RWE!

Das Ende der Winterpause

Die für mein Empfinden mal wieder zu lange Phase, in der das einzig rot-weisse, das man zu sehen bekommt, die Schokoweihnachtsmänner am Gabentisch waren, neigt sich dem Ende zu. Zeit, ein Resumee zu ziehen.

Nach dem heutigen 3:1-Erfolg gegen die TuS Koblenz (derzeit 7. der Regio Südwest) steht zunächst mal fest, dass unser Team ungeschlagen und ohne größere Verletzungen durch die Pause gegangen ist. Nach der beinahe schon traditionellen ETB-Absage musste der ESC Rellinghausen ein 8:0 über sich ergehen lassen, bei der 2. Mannschaft des Bundesligisten FSV Mainz 05 erreichte man ein 1:1, und die Spvg. Schonnebeck, gegen die man im Pokal kürzlich noch einige Probleme hatte, konnte man einen 2:0-Erfolg verbuchen. Sind die Ergebnisse auch positiv, so bin ich doch immer vorsichtig mit der Beurteilung solcher Spiele. Es geht hier sicherlich eher darum, den vielgerühmten Spielrhythmus zu finden und auch mal Dinge zu probieren, für die man im Ligabetrieb keine Gelegenheit hat. Daher steht für mich im Vordergrund, dass alle Akteure ohne schwerwiegende Verletzungen geblieben sind.

Der zweite Schwerpunkt in der Winterpause liegt ganz klar auf den Transfers. Und hier steht natürlich ein Spieler im Fokus: Kontantin Möllering. Dieser hat über zwei (!) Wochen bei RWE mittrainiert, kam in drei Testspielen zum Einsatz und galt quasi schon als Neuzugang. Zumindest war dies mein Eindruck, nachdem sich sowohl der Verein („interessanter Mann“) als auch der Spieler („Ehre, dieses Trikot zu tragen“) entsprechend in der Presse positioniert hatten. Am letzten Tag der Wechselperiode unterschrieb der Ex-Borusse und USA-Rückkehrer dann in Rödinghausen. Muss man nicht verstehen. Ob er nun eine Häcker-Küche zum Sonderpreis bekommt, er hier zu hoch gepokert hat und daraufhin nehmen musste, was übrig bleibt – wir werden es vermutlich nie erfahren. Ich finde es jedoch positiv, dass der Verein nicht „auf-Teufel-komm-raus“ um diesen Spieler mitgeboten hat, denn dadurch sendet man ja auch ein Signal an zukünftige Kandidaten.

Mit dem Nicht-Zugang Möllering stand also fest, dass die restliche Saison mit dem aktuellen Kader zu Ende gespielt werden muss. Verstärkt wird das Team dabei durch drei Spieler aus der A-Jugend – n0ch etwas, das positiv zu bewerten ist. Es gab allerdings auch Abgänge: Ivan (zum WSV) war dabei der einzige Spieler mit nennenswerten Einsätzen für RWE, jedoch weit davon entfernt, Stammspieler oder gar erster Einwechselspieler zu werden. Hier hatte Ngankam meist die Nase vorn. Zudem verließen noch Jesic (Regio Südwest, ebenfalls nur „Notnagel“, was Spielminuten betrifft), Druschky (zurück nach Leipzig, war dauerverletzt), Kwadwo (Gelsenkirchen II), Demircan (Wattenscheid) und Gubini (Kreisliga (!!!) Bottrop) den Verein. Alles keine Namen, mit denen ich in Zukunft gerechnet hätte. Es dürfte aber nichtsdestotrotz im Sommer akuter Bedarf für Neuverpflichtungen auf einigen Positionen bestehen. Grund zur Panik ist aber keineswegs gegeben, denn mit dem bestehenden Kader sollten wir diese Saison noch sehr gut zu Ende spielen können.

Eine Randbemerkung gab es dann noch zum Thema „Transfers“: RWE steht wohl mit einem Spieler in Verhandlungen, der „kein Probetraining braucht“ (J. Lucas im Reviersport). Zudem wäre dieser Spieler wohl im Sommer ablösefrei, hätte aber den Berichten nach auch schon im Winter eine Option sein können. Dass daraus direkt der „Hochkaräter“ wurde, der nun in den Foren und Facebook-Gruppen plattgetreten und zynisch erwähnt wird – geschenkt. Ich bin aber trotzdem sehr gespannt, ob es zu einer Verpflichtung im Sommer kommt, mit der wir alle nicht so richtig rechnen.

Wirtschaftlich rechne ich – allen Unkenrufen zum Trotz – damit, dass wir weiterhin ordentlich aufgestellt sind, wenn auch neulich in einem Interview von Doc Welling zum Ausdruck kam, dass uns der Betrag von Innogy doch zu Gegenmaßnahmen gezwungen hat. Zudem müssen 100.000 Euro aus dem Transfer von Kerim Avci in die Türkei zunächst abgeschrieben werden, da auch die Drohung mit Punktabzug und Zwangsabstieg durch die Fifa dadurch verpufft, dass der türkische Verein ohnehin abgeschlagener Tabellenletzter ist und einem erneuten Abstieg entgegentaumelt. Wir werden sehen, ob auf juristischem Wege da vielleicht noch etwas zu machen ist. Soweit ich das aus kaufmännischer Sicht beurteilen kann, dürfte dieses Geld ohnehin seit dem Transfer nicht in irgendwelche Etats eingeplant worden sein, entsprechende Bilanzierungsvorschriften gibt es ebenfalls, nachdem im Bezug auf den Geldeingang zweifelhafte Forderungen entsprechend zu händeln sind.

Am 01. Februar wurde RWE 110 Jahre alt. Die „aktive Szene“ (wenn ich sie mal so nennen darf) zelebrierte den Anlass mit einer phänomenalen Aktion, wie ich finde. Um es nochmal zu betonen: Pyro im Stadion, wo Leute dicht auf dicht stehen, finde ich gefährlich und fahrlässig. Wenn Bengalos und Co. allerdings wie im Video der Westtribüne eingesetzt werden, bekomme ich Gänsehaut und Tränen der Rührung. Wer behauptet, die Fanszene in Essen sei tot, dem wurde hiermit das Gegenteil bewiesen. DANKE FÜR DIESE AKTION, DIE DEUTSCHLANDWEIT IHRESGLEICHEN SUCHT!

Zu guter letzt hat es unser Verein ja mal wieder geschafft, überregional in die Schlagzeilen zu kommen, indem man in Zusammenarbeit mit Essener Schauspielern eine PK in bestem Trump-Style inszeniert und ein Statement für die Pressefreiheit abgegeben hat. Unter anderem berichtete Sky Sport News, die Sportschau und bild.de (LINK) über die Aktion, die ihr auch hier nochmal sehen könnt:

Nachtrag: Ich habe gesehen, dass wir wohl noch ein Testspiel gegen den 1. FC Saarbrücken „einschieben“. Ich hoffe einfach mal, dass da auch alles gut geht…

Nachtrag 2: Puh, Glück gehabt, Frau Holle sei Dank! Das Saarbrücken-Match fällt aus…

NUR DER RWE!

Fußball! Frauen! Ferde!

Ich habe mir am heutigen Abend zusammen mit meinem Herzblatt im Theater Freudenhaus das im Titel genannte Stück ansehen dürfen. Ich versuche, im Folgenden so wenig wie möglich auf die Handlung einzugehen, schicke hiermit aber trotzdem eine ausdrückliche Spoilerwarnung voraus!

Rot-Weiss Essen geht es finanziell nicht gut. Der Vorstand das Präsidium trifft sich zur Krisensitzung. Zwar konnte der Wimpel aus dem 55er Meisterschafts-Endspiel günstig erstanden werden, aber dank Berufsgenossenschaft und DFB drohen Insolvenz und Lizenzentzug. Doch damit will sich der Enkel von Meisterkapitän August Gottschalk nicht abfinden. Soviel zur Grundsituation, aus der sich die restliche Handlung ableitet. Eine Situation, wie sie jeder wohl nachvollziehen kann, der es mit dem RWE hält.

Die Story wird eingerahmt und geleitet von einigen Passagen vom Band, gelesen von keinem Geringeren als unserem Doc Welling, der heute unter anderem mit Damit Jamro und, wie ich vermute, einigen Geschäftsstellen-Mitarbeitern, im Publikum saß. Auch hier wird nicht mit Anspielungen gespart, auch nicht, dass gerade bei RWE die Tore ja auch ganz gerne mal in der Nachspielzeit fallen. (Anm. des Autors: Ich habe sie alle gesehen!)

Schon im ersten Drittel zaubert das Brainstorming des Vorstandes des Präsidiums bei mehreren „lecker Bierchen“ dem geneigten Zuschauer so manches Lächeln aufs Gesicht, wird doch bei jedem Anstoßen das Stück angehalten und von den Akteuren die Bühne umgebaut. Mit so mancher Anekdote (zB dem Spielbericht des Endspiels, dem einen oder anderen bekannten rot-weissen Zitat) fühlt man sich direkt zu Hause.

Alle Charaktere werden von nur fünf Schauspielern dargestellt, die immer wieder in andere Rollen hüpfen. So ist der Kassenwart ein verdeckter Ermittler, der mit seinem Kollegen (Deckname „kleiner Igel“) in gleich mehreren Szenen immer wieder den gleichen Dialog abhält. Beide sehen dabei urkomisch aus.

Nach der Pause wird dann – wer hätte es erwartet? – die Storyline aufgelöst. Höhepunkt dabei aus meiner Sicht die Telefonkette, in der ein kleines „Geschäft unter Freunden“ ausgehandelt wird. Am Ende haben sich dann (fast) alle lieb, die rot-weisse Seele kann wieder lachen und nach tosendem Applaus, einigen kurzen Gesängen und einer flammenden Ansprache von Horst Lattuschek verließen, soweit ich das gesehen habe, alle Zuschauer vergnügt das Theater.

Etwas Kritik muss aber auch sein: So singt einer der Protagonisten beim Verlassen der Vereinskneipe „unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz“ statt „…steh’n wir für dich ein“, im Nachwort von der Bühne wird vom morgigen Revanche-Spiel gegen Viktoria geredet, obwohl dieser noch gute drei Wochen entfernt ist und morgen „nur“ ein Test gegen Mainz II ansteht. Es sei aber angesichts der ansonsten durchaus souveränen Leistung über deutlich mehr als 2x 45 Minuten verziehen.

Wer rot-weisses Blut in den Adern hat und noch dazu das Glück, noch ein Ticket ergattern zu können, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Wenn ich es richtig gesehen habe, läuft das Stück noch bis Anfang Februar. (Nachtrag: gemäß Tweet vom Theater gibt es noch Tickets für den 02., 03. und 04. Februar.)

Here we go again…

2017. Da sind wir also wieder. In dieser elenden Winterpause. „Zwischen den Jahren“, so sagt man wohl.

Zuerst möchte ich mich mal bei euch, meinen Lesern bedanken. Als ich für mich dieses Experiment gestartet habe, hatte ich auf 50 Leser gehofft. Es sind bei so mancher Partie mehr als 1.200 geworden. Ein fettes DANKE dafür! Empfehlt mich gerne weiter, lasst uns die Social-Network-Welt rot-weiss machen!

Da ich nun schon eine Weile nichts mehr von mir habe hören lassen, melde ich mich hiermit mit einem kurzen Ausblick aufs rot-weisse Jahr aus meiner Sicht.

Zunächst werde ich mir – Geburtstagsgeschenk sei Dank – das Theaterstück „Fußball – Frauen – Ferde“ im Theater Freudenhaus ansehen. Das Stück ist auf RWE „gemünzt“, passt mir also daher ganz gut in den Kram. Der Kollege von Catenaccio 07 hat es hier bereits verarbeitet – LESEN! LIKE DA LASSEN!

Bevor es dann wieder „in echt“ losgeht, stehen auf dem RWE-Kalender einige Testspiele. Diese werde ich mir wahrscheinlich mal wieder ersparen dieses Jahr. Echte Perlen gegen Bundesligisten (wie damals Gladbach oder Dortmund) hätten mich vielleicht hingelockt, aber ETB und Schonnebeck kriegen mich nicht von meinem warmen Platz am Kamin weg. Die Spiele gegen Mainz II und Koblenz sind ohnehin auswärts und zu weit weg für „Spässken“. Alles, was ich mir aus diesen Partien wünsche, ist, dass wir vom Verletzungspech verschont bleiben.

Auswärts startet aber dann die Restsaison mit dem Knaller bei der Viktoria aus Köln. Allerdings sind es von heute noch mehr als fünf Wochen der RWE-freien Zeit. Vermutlich wollten die Planer diesmal die Spielausfälle der letzten Jahre minimieren. Anders kann ich mir nicht erklären, warum wir so viel später nach der Bundesliga wieder randürfen. Während ich bei diesem Spiel noch überlege, ob ich hinfahre (hängt auch ab von Begleitpersonen und Wetterlage – ja ich weiß, ich bin eine Mimose), sind die Partien in Gladbach, Dortmund und Wattenscheid fix eingeplant, Sprockhövel ebenfalls noch mit Fragezeichen.

Kurios wird es dann direkt beim ersten Heimspiel, treffen wir dort doch auf die Düsseldorfer, gegen die wir erst im letzten Match angetreten sind. Hier gilt es noch eine Rechnung zu begleichen. Mit diesem Spiel sind es nur noch sechs Heimspiele (krass, wie viele schon gespielt sind), und ich erhoffe mir daraus mindestens 14 Punkte. Gegen Aachen und Oberhausen wäre ich mit Unentschieden beinahe schon einverstanden, gegen die Mannschaften von „da unten“ (Düsseldorf, Ahlen, Schalke und Siegen) sind Dreier jedoch aus meiner Sicht Pflicht. Dazu aus den Auswärtspartien weitere 18 Punkte. Damit wären wir dann bei 65 Punkten, was in der vergangenen Saison Platz 3 bedeutet hätte (bei zwei Partien mehr, klar). Mein Tipp auf die Meisterschaft ist übrigens, dass der BVB das Rennen machen wird. Nur so ein Bauchgefühl. Egal wer, hoffentlich schafft dieses Team die Relegation – einer weniger.

Das weitere Augenmerk in der Rückrunde liegt natürlich noch auf dem Niederrheinpokal, dessen Halbfinale laut Spielplan im März ansteht. Der Gegner steht jedoch noch nicht fest, mit dem MSV, dem WSV und (vermutlich / Pferde –> Apotheke *hust*) RWO stehen aber drei weitere Brocken in der Runde der letzten vier Teams. Es bleibt also auch hier spannend. Ich wünsche mir den WSV als vermeintlich schwächsten Gegner im siegreichen Halbfinale und den MSV im Finale (auch, weil dann selbst eine Niederlage zur Quali für den DFB-Pokal reichen würde).

Auf meinem Blog-Plan steht nach Saisonabschluss eine Zusammenfassung der Partien dieser Saison, die ich in stenografischer Form bereits nach dem jeweiligen Spiel erweitere. Sie wartet quasi nur auf die Veröffentlichung.

Nachdem uns der Konfed-Cup und die Damen-EM gelangweilt begeistert haben, freue ich mich schon auf die Transfer-Analyse. Ich habe das Gefühl, dass wir derzeit schon ein recht starkes Team haben, das wir dann hoffentlich um ein paar Kracher erweitern können. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass es gut finde, dass auch in der aktuellen Spielpause keine übereilten Verpflichtungen getätigt und nur Spieler des erweiterten Kaders gehen gelassen werden (Stand 11.01. – bei Kwadwo lag ich wohl vor der Saison ganz gut mit meiner Vermutung, nachzulesen hier).

Ja, und dann können wir doch alle wieder nicht erwarten, dass es in die Aufstiegssaison – hey, Träume sterben zuletzt – geht. Der KFC Uerdingen scheint nach aktuellem Stand von unten hinzuzukommen, das verspricht auch nette Partien. Vielleicht erwischt es von oben noch Münster. Allerdings wäre mir lieber, wenn wir aus der Dritten Liga keine zusätzlichen Rivalen um den Platz an der Sonne bekämen.

Natürlich könnt ihr euch wieder über ausgiebige, äußerst subjektive Zusammenfassungen freuen. Teilen, liken, kommentieren (auch negativ!) ausdrücklich erwünscht. Links zu Facebook und Twitter findet ihr im Menü auf der rechten Seite. Folgt mir auch gerne dort, nicht jede Meldung kommt ja in einen Blogbeitrag. 🙂

Lasst uns alle gemeinsam 2017 zu unserem Jahr machen!
NUR DER RWE!

Satz mit x

Der Plan:

1. Nach Feierabend das Büro in Düsseldorf verlassen

2. Kurz rüber zum Flinger Brooch

3. Drei Punkte einsacken 

4. In der Düsseldorfer Altstadt mit ein paar Kumpels in den eigenen Geburtstag reinfeiern.

Wie ihr der Überschrift schon entnehmen könnt, ist dieser Plan nicht ganz aufgegangen.

Bei Punkt drei kam das Ganze ins Stocken. Zwar fing das Spiel bei der Düsseldorfer Zwoten ganz okay an, dann machten dir Hausherren aus einer Ecke ein Tor der Marke „kurios“: Ball auf den kurzen Pfosten, eine Essener (Baier?) trifft ihn unglücklich und verlängert nach hinten aufs eigene Tor. Ob er da schon drin war oder ob ein Düsseldorfer nachgeholfen hat, konnte ich noch sehen. Auf jeden Fall bedeutete dies den ersten Rückstand seit langer Zeit.

Dieses Tor zeigte leider Wirkung. Kaum ein „zweiter Ball“ wurde gewonnen, immer ein Düsseldorfer den berühmten Tacken schneller. Mit lediglich einer halben Chance für RWE (Malura rechts durch, Rückpass auf Baier zu lasch) ging es überpünktlich in die Pause. 

Nach dem Wechsel RWE besser im Spiel, ohne gefährlich zu werden. So dauerte es bis zur 70. Minute, bis im Gästeblock gejubelt werden durfte. Erst ein Konzert über Bednarski, den Platzek noch sehr eigenwillig verstolperte, Bednarskis Nachschuss klärte dann ein Düsseldorfer mit der Hand (!) zur Ecke. Kurz ausgeführt, Flanke Baier auf den langen Pfosten, wo Malura den Ball energisch genug traf, um ihn zu versenken. 

Danach spielte eigentlich nur noch RWE. Leider fiel das Tor auf der anderen Seite: nach einem missglückten Befreiungsschlag von Malura pfiff der Schiri seltsamerweise Freistoß, aus Heimsicht halb links. Dieser wurde auf den langen Pfosten gezirkelt, aus dem Gewühl war der Ball dann wohl drin. 

Was dann folgte, war leider pure Ergebnisverwaltung, die am heutigen Tag unüberwindbar für uns war. 

Also wieder mal keine drei Siege in Folge. 

Was bleibt? 

– Es gibt Menschen (Hallo Tondo), die haben ein Kreuz wie ein Schrank, können ihre Füße aber nicht über Penislänge anheben.

– Wir können doch noch verlieren. Nach all diesen souveränen Abwehrleistungen sollte man aber auch unserer Mannschaft mal einen Patzer „hinten“ zugestehen. 

– Zum Glück ist jetzt Winterpause.

– Punkt 4 lasse ich mir nicht vermiesen. In diesem Sinne: PROST.

Ich möchte zudem all meinen Lesern mal danke sagen. Ich hätte nicht gedacht, dass mein kleines Hobbyprojekt, das aus Whatsapp-Nachrichten an meine Kumpels nach dem Spiel entstand, mal von über 1.000 Leuten gelesen wird. 

Ich wünsche euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2017! Kommt gut rein und bleibt sauber. 

NUR DER RWE!