Fan-Umfrage: Wer soll in der kommenden Saison für RWE am Ball sein?

Ich habe irgendwo (RWE-Forum? Facebook?) gelesen, dass gemäß „sicherer Quelle“ rund 80% unseres Kaders gehen müssten den Verein verlassen. Das nahm ich zum Anlass, um in der oben verlinkten Facebook-Fangruppe mal ein Stimmungsbild abzufragen: Wenn die Community entscheiden dürfte, welche Spieler dürften bleiben.

Grundannahme: Unser Kader hat 25 Spieler, 20 % Rest ergibt fünf „Bleiberechte“. Zum Zeitpunkt der Umfrage waren Tomiak, Hirschberger und Remmo noch keine bestätigten Abgänge, daher sind sie noch mit aufgelistet.

Die Umfrage ist natürlich nicht repräsentativ, aber bei mindestens 326 abgegebenen Stimmen (Platz 1) hat das Ganze schon eine gewisse Aussagekraft, wie „die Basis“ entscheiden würde.

Ich gehe im Folgenden nicht auf alle Namen ein. Das komplette Ergebnis findet ihr als Screenshots am Ende dieses Beitrages.

Daniel Heber hat das Rennen gewonnen. Der von unseren Oberhausener Nachbarn zu Saisonbeginn transferierte Rechtsverteidiger konnte eigentlich als einziger in allen Einsätzen überzeugen. Dieses Ergebnis kommt – zumindest für mich – nicht überraschend.

Florian Bichler so weit vorne zu sehen, freut mich sehr. Leider konnte er seine guten Leistungen von Saisonbeginn zuletzt immer wieder aus Verletzungsgründen nicht erneut abrufen. Dennoch scheint er bei einer großen Masse einen Stein im Brett zu haben.

Kevin Freiberger „lebt“ wohl von seinem Namen. Insgesamt keine 45 Minuten auf dem Platz, trotzdem mit einem größeren Abstand auf die beiden Führenden in den Top 3. Für mich unvorhergesehen, ich hätte ihn weiter hinten einsortiert (und trotzdem behalten).

Marcel Platzeks Platzierung hinter Freiberger, zudem mit rund 50 Stimmen Abstand, überrascht da schon mehr. Der „Fußball-Gott“ konnte – ebenfalls aus Verletzungsgründen – nicht an seine guten Trefferquoten anknüpfen.

Warum Jonas Erwig-Drüppel so weit oben steht, hat sich mir ebenfalls nicht erschlossen. Schließlich kam er erst zur Winterpause und hat auch einige Spiele wegen Verletzungen verpasst.

Stattdessen hätte ich Noah Korczowski in den Top 5 erwartet. Er hat sich schnell einen Stammplatz in der Verteidigung erarbeitet und spielt weitestgehend stabil. Gegen Wattenscheid hatte er leider zwei entscheidende Aussetzer.

Enzo Wirtz ist unser bester Torschütze diese Saison, wirkt aber häufig zu hektisch und nicht robust genug. Auch ihn hätte ich eher in den Top 5 erwartet.

Mit Kevin Grund und Philipp Zeiger stehen zwei „Altgediente“ eher im Mittelfeld und scheinen nicht mehr die volle Gunst der Fans zu haben.

Robin Heller ist der beste Torwart dieser Aufstellung, auch das nicht unerwartet.

Gespannt bin ich bei den Personalien Benjamin Baier und Nico Lucas. Beide sind derzeit so etwas wie die „Schuldigen“ bei vielen Fans, doch das ist mir zu einfach. Mal sehen, wie der Verein hier weiter entscheidet.

Lasst mich doch in den Kommentaren wissen, was ihr von dem Ergebnis haltet! Ich freue mich über jedes Feedback!

Allen, die an der Umfrage teilgenommen haben, ein herzliches „ich danke Sie!“

Egal, wie die Verantwortlichen den Kader zusammenstellen, es ist nur eines Wichtig: NUR DER RWE!

 

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Ein Kommentar.

 

Der Reviersport nennt exklusiv zwei Spieler, die bei uns auf dem Zettel stehen sollen, der Verein erteilt eine klare Absage. In der WAZ versucht die Funke-Gruppe derweil, Unruhe zu stiften. „Ein Kommentar.“

Als der Reviersport im Februar sich berufen fühlte, Termine für Vertragsabschlüsse zu diktieren (hier), indem man erklärte, „bis März sollten die Essener einen Lucas-Nachfolger gefunden haben“, ließ man sich in der RWE-Führungsetage dadurch nicht aus der Ruhe bringen, sondern führte die Gespräche hinter verschlossenen Türen. Nur ganz wenige Eingeweihte wissen bis dato, wer der neue sportliche Leiter wird, der laut Marcus Uhlig intensiv in die Kaderplanung involviert ist.

Als ich heute Morgen völlig „oldschool“ die Printausgabe der WAZ aufschlug, stolperte ich über folgenden Kommentar (sorry für die Grafiklänge):

img_8302(Übrigens: „Vorgänger“ muss man in diesem Zusammenhang nicht in Anführungszeichen setzen, denn er ist de facto der Vorgänger.)

Es wird geradezu die Verzweiflung deutlich, dass einfach NICHTS durchsickert. Was macht man also? Man versenkt die ersten Haken, an denen man sich später hochziehen kann, man versucht, Jürgen Lucas in die Schussbahn zu stellen, indem man ihm jetzt bereits Entscheidungen bei den Transfers unterzujubeln droht. Doch Lucas handelt nicht, er ist im Grunde nur der „Bote“, ein Erfüllungsgehilfe, die lange Hand des neuen Sportvorstands. Ich bin sicher, dass er – der Mann, dessen Blut vor rot-weissen Blutkörperchen nur so schäumt – nicht ohne Absprachen tätig wird. Das Thema rund um Nico Lucas ist zudem so sehr ausgelutscht, dass es sich kaum noch lohnt, darauf einzugehen. Trainer kamen und gingen, Nico Lucas blieb im Kader. Irgendwas werden die Verantwortlichen wohl in ihm gesehen haben. Die Behauptung, der Vater habe irgendetwas mit der Aufstellung des Sohnes zu tun, ist schlicht abstrus. Warum hier noch immer unterschwellig Öl ins Feuer mancher Fans gegossen wird, ist mir offen gesagt ein Rätsel.

Abschließend geht der gute Rolf Hantel nochmals auf die zwei „Kracher“ ein, die nicht verpflichtet werden. Es wäre nur richtiger gewesen zu erwähnen, dass es Kollegen des eigenen Verlags waren, die diese Namen ins Spiel brachten: Vergangenen Dienstag vermeldete der Reviersport (hier): „RevierSport kennt zwei weitere Namen von Spielern, die auf der RWE-Wunschliste stehen. […] Wie RevierSport erfuhr, stehen Sebastian Neumann (28, MSV Duisburg) und Dominik Ernst (28, Fortuna Köln) auf der Essener Wunschliste.“

Nach dem deutlichen Dementi des Vereins darf man wohl sagen: Nein. Kennt ihr nicht. Aber wenn man nur oft genug Namen in den Ring wirft, ist vielleicht mal ein Treffer dabei. Ganz exklusiv – versteht sich. (Kleiner Tipp am Rande: Nicht jeder, der im RWE-Forum etwas schreibt, hat Insider-Informationen…)

Doch was war die Folge? Neumann spielt mit Defibrillator, bei uns Fans kommen da gleich Erinnerungen an Daniel Engelbrecht hoch, der im Training der Vorbereitung zusammenbrach und operiert werden musste, schlussendlich keine einzige Partie für RWE absolvierte und sich damit in die Reihe gescheiterter Hoffnungsträger einreihte. Die Stimmung in sozialen Medien und Foren pegelte sich umgehend zwischen Zorn, Zynismus und Spott ein. Und obwohl diese Spieler wohl überhaupt kein Thema an der Hafenstraße sind, wird irgendwo bei einigen Leuten ein fader Geschmack übriggeblieben sein. Muss das wirklich sein?

Ich bleibe dabei: Das Team um Marcus Uhlig leistet eine tolle Arbeit. Wer das anders sieht, sollte einfach mal einen Blick nach Wuppertal werfen. Dieses Chaos, das dort herrscht, scheint für uns so unfassbar weit weg, und das ist auch gut so. Ich bin mir sicher, wir werden hier noch einige Namen hören, die sich hier noch vor ein paar Wochen niemand hätte vorstellen können. Mein Appell: Lasst die Leute in Ruhe arbeiten!

Anstatt ständig Strohfeuer zu legen und Gerüchte zu verbreiten, würde ich mir zudem von Seiten der professionellen Autoren etwas mehr Raison wünschen. Es wäre ein weiterer Baustein, der dem großen Ziel „sportlicher Erfolg“ beitragen könnte.

Eu•pho•rie [ɔ ̮yfo’riː] die

Es scheint, als könnte dies das Wunder werden, auf das wir alle so sehr hoffen. Eine dicke Finanzspritze, einfach so.

Wer Rot-Weiss Essen verfolgt, dürfte DIE Nachricht der vergangenen zehn Jahre wohl mehr als nur wohlwollend zur Kenntnis genommen haben. Ich selbst bin völlig überwältigt von dem, was da auf uns zukommt. Ich versuche mal, meine Informationen zusammenzufassen:

RWE erhält über einen Zeitraum von zwei Jahren einen niedrigen Millionenbetrag. Einfach so. Alles notariell fixiert, und alles quasi ohne Gegenleistung, es werden lediglich ein paar geringe (nach oben gedeckelte) Prozente fällig, wenn RWE die erwarteten Geschäftsprognosen übertrifft.

Außerdem hat sich Sascha Peljhan (an dem Namen werden sich noch einige die Zähne ausbeißen) – seines Zeichens ehemaliger Inhaber des Modelabels Naketano – bereit erklärt, dem Verein in puncto Online-Marketing, Social Media usw. mit seinem Know-How zur Verfügung zu stehen.

Entgegen aller Gerüchte war Naketano übrigens nicht pleite, ganz im Gegenteil: Peljhan war einfach so unfassbar reich, dass er beschloss, sich zur Ruhe zu setzen. Da er sein „Baby“ nicht an jemand anderen abgeben wollte, hat er den Laden einfach dicht gemacht.

Er will dabei nicht im Mittelpunkt stehen wie beispielsweise ein gewisse(nlose)r Russe vom Niederrhein, er will nicht mal ne Dauerkarte (auch hier: ganz im Gegenteil, er zahlt weiter brav seine VIP-Plätze…) und aufs Foto wollte er auch eigentlich gar nicht.

Es scheint, als könnte dies das Wunder werden, auf das wir alle so sehr hoffen. Eine dicke Finanzspritze, einfach so.

Zudem steht ein neuer Trikotsponsor in den Startlöchern, da XTIP sich wohl zurückziehen wird. Auch hier soll schon sehr bald eine Essener Lösung verkündet werden.

Schlussendlich wird es auch nicht mehr lange dauern, bis wir den Namen unseres neuen sportlichen Leiters erfahren werden, der im Hintergrund schon an einem neuen Kader bastelt (auch hier ist man gerüchteweise mit einer mittleren zweistelligen Anzahl an Spielern wohl in Gesprächen).

Ich möchte an dieser Stelle einen User des RWE-Forums zitieren, weil mir der Satz so passend vorkam:

Also wer den Verein jetzt nicht unterstützt, dem ist nicht mehr zu helfen! Alle für Essen, alles auf Sieg!

Natürlich wird es darauf ankommen, das Geld richtig zu investieren. Ich persönlich vertraue aber weiterhin auf die Geschicke von Marcus Uhlig.

Daher: #MakeEssenGreatAgain #MEGA