Mächtig in die Hose…

Endlich wieder Pflichtspielalltag, kein Pokalgeplänkel, keine unwichtigen Testspielereien, nein: Punktejagd.

Bei kühlem aber winterlich-schönem Wetter lockte also endlich wieder die heimische Hafenstraße, und ein latenter Optimismus lag in der Luft, dass heute gegen die Tabellenkeller-Kinder vom Bonner SC direkt der erste Heimsieg gelingen sollte. Und auch das Team schien sich der Verantwortung bewusst und erarbeitete sich nach nur wenigen Sekunden direkt die erste Ecke, die jedoch wirkungslos verpuffte. Was folgte, vermochte einem die Verwunderung ins Gesicht zu treiben: Um jeden Zentimeter wurde gekämpft und verlorene Bälle noch in der gegnerischen Hälfte zurückerobert. Der Bonner SC kam einfach nicht in die Partie, trotzdem gehörte ihm die erste „Chance“ des Spiels, als Pröger einen Ball in Höhe der Mittellinie nur knapp vor seinem Gegner erwischte und ihn per Pressschlag klären wollte. Damit überlistete er jedoch die eigene Abwehr und schickte einen Bonner auf die Reise, der aber den Ball ungefähr so verzog, wie Baier neulich seinen Elfer in Düsseldorf.

Unbeeindruckt rollte jedoch ein Angriff nach dem anderen auf das Bonner Tor. Gleich zweimal hatte Platzek die Führung auf dem Fuß, Pröger hätte in einer Situation nur noch ablegen müssen, entschied sich aber für den Torschuss, der pariert wurde. Malura flankte einige Male gut in die Mitte, sodass in höchster Not geklärt werden konnte, zudem fehlte es manchmal am Quentchen Glück beim entscheidenden Pass. Auf der anderen Seite musste Heller, der für den kurzfristig verletzten Lenz wieder im Kasten stand, ein einziges Mal nach einer tollen Einzelaktion eines Bonners reagieren, ansonsten brannte hinten dank dem erneut bärenstarken Philipp Zeiger mit seinen Compagneros Meier und Becker nichts an.

Leider jedoch wurde der enorme Einsatz nicht belohnt, und so ging es torlos in die Pause. Nach dem Wechsel bot sich ein ähnliches Bild, aber die Bonner begannen, die Essener Angriffsbemühungen immer wieder frühzeitig zu unterbinden, so dass es kaum noch Torszenen zu sehen gab. Gerade als Giannikis Brauer und Lucas (heute linkes Mittelfeld) gegen Harenbrock und Jansen getauscht hatte, geschah das Unfassbare: Eine eigentlich harmlose Flanke flog in hohem Bogen in den rot-weissen Strafraum, der ansonsten abgeklärte Timo Becker dachte wohl, Heller nähme sich des Balles an und zog den Kopf ein. Hinter ihm jedoch fiel der Ball einem Bonner Spieler vor die Füße, der trotz aller Überraschung die Nerven behielt und den Ball aus zwei Metern fast schon versehentlich im Tor unterbrachte.

Was folgte, waren erneute, mehr oder weniger wütende Angriffe der rot-weissen, doch Bonn tat jetzt das, was man erwartete: Sie igelten sich im eigenen Sechzehner ein und begannen mit einem Zeitspiel der fürchterlichsten Art: Bei gleich zwei Wechseln taten die Auszuwechselnden so, als ob sie gar nicht wüssten, dass sie gemeint seien, bei einer Ecke versuchte einer der Ersatzmänner, Baier an der Ausführung zu hindern und begann eine Diskussion mit dem Schiedsrichter, der ihm sogar schlussendlich die gelbe Karte zeigte. Gleichzeitig schlichen sich bei RWE immer mehr Ungenauigkeiten ins Passspiel ein, so dass ein ordentlicher Aufbau von Druck kaum noch möglich war.

Zu diesem Zeitspiel-Gedöns sei mir eine persönliche Anmerkung gegönnt: Ich bin der Auffassung, dass hier viel öfter und konsequenter von den Unparteiischen durchgegriffen werden müsste. Zeigt ein Spieler nicht deutlich, dass er an dem Wechsel seiner Mannschaft teilnehmen möchte, indem er den Platz zügig verlässt, so sollte der Schiedsrichter den Wechsel für den Moment ablehnen und ihn auf die nächste Unterbrechung verlegen. Für mich sind Szenen wie diese (oder der Eckball, für den sich am Ende niemand mehr zuständig fühlte) ein Plädoyer für das Anhalten der Uhr. By the way: Kann sich irgendwer an ein ähnliches Zeitspiel unserer Mannschaft erinnern – und ich meine nicht „mit dem Ball zur Eckfahne“?

In einer einzigen Szene lag der Torjubel schon den meisten Anwesenden auf der Zunge, aber der Ball wurde wohl tatsächlich vor der Linie geklärt, sodass es auch keinerlei Proteste der Spieler gab. Am Ende griff mal wieder die alte Weisheit „Machste se vorne nicht, kriegste hinten einen.“

Eines der besten Heimspiele seit langem – zumindest in Halbzeit eins – wurde durch einen einzigen individuellen Fehler total ad absurdum geführt. So wurde aus dem Bonnduell ein Abend, der mir persönlich noch schwer im Magen liegt und an dem ich noch ordentlich zu verdauen habe (man möge mir die Wortspielerei verzeihen).

Was mich allerdings positiv stimmt ist, dass der in Düsseldorf noch so schwache Baier heute wieder Präsenz und Einsatz zeigte. Einige wichtige Ballgewinne, Grätschen, ein zwei Haken am Sechzehner und das Auge für den Mitspieler – so wie man ihn sehen will. Pröger hingegen hat heute einen rabenschwarzen Tag erwischt. Nicht nur oben beschriebene Chance für Bonn, auch einige unnötige Ballverluste, der vergebene Torschuss statt dem Querpass zum sicheren 1:0 und ein Lauf auf die linke Seite, an dessen Ende er den Fall wegen des schwachen Fußes nicht mehr sinnvoll abspielen konnte. Nein, bei ihm lief es heute nicht rund.

Spielerisch war die erste Halbzeit toll anzusehen. Immer wieder wurden Pässe mit dem Rücken zum gegnerischen Tor angenommen und direkt auf die Außenspieler abgelegt. Hier gab es zwar auch einige Ausrutscher, aber nichts, woran man nicht arbeiten könnte.

Erwähnenswert auch, dass nicht die leiseste Note in Richtung des scheidenden (hihi, Scheide! *kicher*) Trainers zu hören war. Die Fans haben bislang anscheinend akzeptiert, dass er noch zu uns gehört. So muss das.

Zu den Choreos vor dem Spiel und nach der Halbzeit wird es bestimmt an anderer Stelle zu lesen und sehen geben. Danke an die Organisatoren, das war zweifache Gänsehaut!

Nachdem das Nachholspiel in Wuppertal abgesagt wurde, erwartet uns als nächstes der SC Wiedenbrück, von dem ich mit Schrecken vernommen habe, dass er auf Tabellenplatz 3 rangiert.

Ich hoffe, dass der Frust über die heutige unnötige Niederlage bis dahin aus den Köpfen der Spieler ist. In der aktuellen Situation jedoch reisen wir als Außenseiter an, und das muss ja nicht immer die schlechteste Voraussetzung sein. Vielleicht tut ein bisschen Demut uns auch mal ganz gut.

Heiteres Kandidaten-Raten

Da meine Meinung zum Abgang bereits hervorragend von Im Schatten der Tribüne und Catennaccio 07 eingefangen wurde und ich nicht noch zum dritten Mal darauf herumreiten will, habe ich mir verschiedene Trainerkandidaten, die in Foren und Netzwerken herumgeistern, näher angesehen. Natürlich besteht hier weder Anspruch auf Vollständigkeit und das Ganze gibt zum Teil nur mein Bauchgefühl wieder. Über allen Namen hängt zudem das Banner „finanziell machbar?“.

In alphabetischer Reihenfolge (für die Doofies: nach Nachnamen!):

Ismail Atalan schaffte das „Wunder von Lotte“, ging dann völlig überraschend zum VfL Bochum, anstatt erstmal die Früchte seiner Arbeit zu ernten. Hatte dort nur zehn Gastauftritte. Wird in meinen Augen etwas überschätzt. Weiß zwar, wie Aufstieg geht, hatte in Lotte aber auch satte vier Jahre (in Worten: einhundertundzehn Spiele) Zeit. Zeit gibt es in Essen erfahrungsgemäß selten für einen Trainer. Wenn es in eventuellen Gesprächen knistert – warum nicht.

Karsten Baumann (auch bekannt als „der falsche Karsten Baumann“) spielte beim Wuppertaler SV, als zeitgleich der „richtige Carsten Baumann“ für uns auflief. Hat auf Regionalliga-Ebene aus seiner aktiven Zeit bestimmt jede Menge (gute?) Kontakte. Gilt als (was ist eigentlich das Gegenteil von „Saubermann“…) jemand mit Ecken und Kanten. Hat keine gute Vorgeschichte mit RWE – Finger weg, wäre schon vor seinem ersten Spiel „unten durch“.

Andreas Crom – Essener Urgewächs, Rot-Weisser durch und durch. Kennt die Spieler alle bereits mit Rückennummer und Vornamen. Gelang das Kunststück, dreimal in Folge die Champions League – mit dem VfL Osnabrück und anschließend zweimal mit RWE (Anstoß 3) – zu gewinnen. Sehr emotional, vor allem bei Niederlagen in Fifa. Stünde ablösefrei zur Verfügung, könnte aber nur abends und am Wochenende. Vorausgesetzt, der Abwasch ist erledigt und der Hund war gassi.

Peter Hyballa hatte schon bei RWE unterschrieben, bevor die Insolvenz das Papier für nichtig erklärte. Kurzes Gastspiel in Holland, aber dort auch schon wieder weg vom Fenster. Steht im Ruf, „ein Guten“ zu sein. Wäre in meinen Augen aber ein weiteres, gewagtes Experiment.

Lorenz-Günther Köstner war unser letzter Trainer in der zweiten Liga und ist mittlerweile 65. Hat nach seinem Abgang hier satte sechs Jahre die 2. Mannschaft des VfL Wolfsburg trainiert. Allerdings ist er auch schon seit 2014 ohne Job. Ich denke, er hat genug vom Trainerdasein und genießt sein Altenteil. Abgesehen davon kann ich nicht verstehen, was einige an ihm gefressen haben. Hat damals allerdings mit der groben Kelle aufgeräumt, das muss man ihm lassen. Allerdings sehe ich in unserem Team keine Quertreiber, die diesen Ansatz rechtfertigen würden.

Stefan Krämer kennt Marcus Uhlig aus Bielefelder Zeiten, zuletzt schon bei RWE (dem falschen im Osten). Hat noch nicht viel an Erfolgen vorzuweisen, wäre andererseits auch nicht vorbelastet.

Norbert Meier dürfte wohl deutlich zu teuer sein, außerdem nicht die Art Trainer, die sich in die Arbeit reinreden lässt – schon gar nicht aus finanziellen Gründen. Macht, was er will, geht im Zweifel über Leichen.

Farat Toku oft genannt, macht einen hervorragenden Job in Wattenscheid mit den engen Grenzen, die er dort hat. Genau das dürfte auch das Problem sein. Bis dass der Tod euch scheidet…

Peter Vollmann ist derzeit noch für den neuen Giannikis-Club VfR Aalen tätig und trennt sich, wie es scheint, im Guten. Dürfte den Westen gut kennen, war ja lange in Münster und Wattenscheid „unterwegs“. Hat im Großen und Ganzen in Kiel, Wehen und Aalen gute, solide Arbeit geleistet, „kann“ Dritte Liga. Die Frage dürfte sein: „Will“ er auch vierte Liga? Mein persönlicher Favorit, vermutlich aber Träumerei.

Stefan Vollmerhausen ist derzeit beim Wuppertaler SV im Amt. „Wieder im Amt“ müsste man eigentlich sagen, denn er war nach dem überraschenden Abgang von Marco Antwerpen von Viktoria zu Preußen Münster schon eigentlich sicher in Köln auf der Bank, hat sich dann aber noch umentschieden. Warum – das bleibt Spekulation. Trotzdem – wäre zwar möglicherweise ein Top-Mann für uns, aber wer bei laufendem Vertrag so öffentlich bei anderen Vereinen vorstellig wird… Nee, lass ma‘.

Maik Walpurgis – Hassobjekt Nummer eins bei den Partien gegen die Sportfreunde Lotte. Nach seinem Fast-Aufstieg später sogar in Liga 1 gelandet. Hat sicher höhere Ambitionen, als sich hier nochmal beschimpfen zu lassen.

Carsten Wolters ist bereis im Verein und hat in der U19 „bewiesen“, was er kann. Seitdem nur noch in der Funktion als zweiter Mann an der Seitenlinie. In meinen Augen keine gute Lösung bei der Vorgeschichte.

Andreas Zimmermann hat ebenfalls eine RWE-Vorgeschichte. Stieg mit dem legendären Kader um Bonan und Goldbaek auf, schloss sich danach aber dem SC Paderborn an (nein, VOR Lübeck!). War lange Trainer in Oberhausen und – soweit ich das mitbekommen habe – dort auch für seine Arbeit sehr geschätzt. Habe ihn in Erinnerung (als Trainer), dass er sein Team auf der emotionalen Schiene packen kann. Wäre bei uns sicher nicht verkehrt.

Vielleicht wird es einer von denen, vielleicht auch nicht. Welche Vorschläge hättet ihr?

[Youtuber-Stimme]
„Haut sie in den Kommis raus, macht’s gut, bis zum nächsten Mal!“

Egal, wer es wird. Ich wünsche mir a) keine erneuten leeren Phrasen und b) eine faire Chance ohne Rücksicht auf vergangene Erfolge oder Misserfolge. Denn eines kann der Giannikis-Nachfolger als einziger Mensch für sich reklamieren: Er ist Trainer beim geilsten Verein der Welt!

NUR DER RWE!

Theater, Theater…

Vergangenen Mittwoch ließen die „Kollegen“ vom Reviersport die Bombe platzen: Argirios Giannikis soll ein Angebot haben, in der kommenden Saison Trainer eines Drittligisten zu sein. Konkret soll der VfR Aalen angeklopft haben, aber lt. George Jürgen Lucas soll mindestens noch ein zweiter Verein im Rennen sein. Gut, eigentlich schrieb mein liebstes (hahaha) Fachblatt auch gestern und heute über das Thema, ohne auch nur einen Funken Neues hinzuzufügen.

Während sich RWE und Giannikis in Schweigen hüllen, wird die örtliche Presse schon recht konkret und deutet an, dass unser (Noch?-)Coach in Kürze vorgestellt werde. Was ist davon nun zu halten?

Zunächst bleibt festzustellen, dass „Argi“ es binnen kürzester Zeit geschafft hat, dem Team wieder das Gesicht zu verleihen, das wir Fans sehen wollen: Einsatzbereitschaft, Körpersprache, Aggressivität – all das hatte man zuletzt unter Demandt sehnlichst vermisst. Zudem stimmten die Ergebnisse, lediglich gegen die zweite Mannschaft der Dortmunder Borussia gab es eine Niederlage. Kein Wunder also, dass man es hier in Essen nur ungern sähe, wenn der mögliche Heilsbringer sein Herz nicht so intensiv mit dem eigenen Verein verwoben hat, sondern stattdessen lieber dem Ruf des Geldes und vor allem der Präsenz im „richtigen“ Profifußball folgen würde. Letzteres finde ich nur allzu verständlich, denn eine solche Chance bekommt man auch als aufstrebender Jung-Trainer vermutlich nicht so oft.

Natürlich wäre es ein umso größerer Erfolg, wenn es Giannikis gelänge, RWE in die dritte Liga zu führen. Doch man muss dies auch realistisch sehen – von der Spitze der Liga sind wir derzeit trotz der jüngsten Erfolge meilenweit entfernt, es wird noch mindestens eine weitere Saison dauern, bis man ernsthaft oben anklopfen kann. Und auch das dürfte nur mit der angestrebten Ausgliederung der ersten Mannschaft umzusetzen sein, scheint der finanzielle Abstand zu KFC und Viktoria doch immens.

Rational gesehen könnte ich daher sehr gut verstehen, wenn sich der Trainer gegen eine weitere Spielzeit an der Hafenstraße entscheiden würde. Er trägt schließlich „nur“ für sich (und seine Familie) die Verantwortung, die Kohle fürs tägliche Leben ranzukarren. Ich wäre jedoch nicht Anhänger eines Fußballvereins, wenn nicht die emotionale Komponente einen großen Anteil einnehmen würde. Daher würde ich (in meiner Eigenschaft als Romantiker) wünschen, dass er RWE noch eine weitere Chance gibt. Er hat hier deutlich mehr Zuschauer bei jedem Spiel (bei einem etwaigen Aufstieg traue ich uns locker einen Schnitt im hohen 4stelligen Bereich zu), hier leben die Leute ihren Verein, ja, geben ihren letzten Euro für die Karte und das Stauder am Wochenende aus. In Aalen dürfte hingegen eher schwäbische Nüchternheit herrschen, wie man sie sonst nur in Ostwestfalen zur Karnevalszeit kennt. Der Ostalb Arena in Aalen kann sogar das Jahnstadion in Wiedenbrück das Wasser reichen (Zufall?). RWE bietet neben einem der modernsten Stadien der Regionalliga zudem über beste Trainingsbedingungen hat den Ruf, eine sehr gute Nachwuchsarbeit zu leisten.

Ich weiß allerdings leider auch, wie die Dinge im Fußball laufen. Erst das Gerücht, dann das Dementi (oder Schweigen), dann der Vollzug. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, muss die Vereinsführung auf schnellstem Wege einen neuen Trainer aus dem Hut zaubern. Im Falle einer Wechselankündigung sollte man sich aber auch nicht scheuen, sich mit sofortiger Wirkung von Giannikis zu trennen. Sein Nachfolger sollte möglichst viel Zeit mit der Mannschaft verbringen können und vor allem den Kader der kommenden Saison zusammenstellen können. Es wäre fatal, den neuen Mann erst gegen Saisonende zu präsentieren, wenn die Gespräche für die nächste Spielzeit womöglich allesamt schon gelaufen sind.

Ich halte es jedoch auch für absolut unangemessen, Giannikis (wie angeblich heute beim 2:0-Testspielsieg gegen Bielefeld im VIP-Bereich geschehen) zu bepöbeln oder gar mit Aktionen der Kurve zu bedenken. Am Ende ist er noch immer unser Trainer und soll unser Team bestmöglich einstellen. Es ist keinem geholfen, wenn er das bis zu seinem Ende hier nur noch halbherzig tut.

Schließlich möchte ich hier mit einem Tweet von „Im Schatten der Tribüne“ enden. Der Mitschreiberling hat heute einen sehr emotionalen, offenen Brief veröffentlicht, den ich euch hiermit ebenfalls ans Herz legen möchte:

Übrigens: Argirios Giannikis kann nach Vertragsende nicht einfach gehen, dass weiß er nur noch nicht. In Essen wirst Du als Trainer entweder vorher vom Hof gejagt oder hast gefälligst bei Erfolg zu bleiben. So läuft das hier. Menno!

NUR DER RWE!

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Ein Pflichtsieg zum Abschluss

So, das war das Fußballjahr 2017. Mit einem Auswärtsdreier bei den kleinen Geißböcken geht RWE in die Winterpause. Im Folgenden meine Eindrücke aufgrund der Stream-Bilder.

Um es kurz zu machen: es war Kern berauschendes Spiel, doch unter dem Strich geht der Sieg wohl in Ordnung.

In Halbzeit eins gab es auf beiden Seiten exakt eine Torchance: die Kölner konnten nach gut 10 Minuten in den Essener Strafraum eindringen, den finalen Querpass konnte sich der meist souveräne Lenz gerade noch so aufnehmen. Mit der einzigen Essener Chance dann die Führung: Harenbrock, der heute Platzek vertrat, erlief einen zu kurz geratenen Rückpass und stocherte den Ball am heraus eilenden Keeper vorbei ins Netz. Ansonsten passierte nichts, aber auch gar nichts Nennenswertes.

In der zweiten Halbzeit versuchten die Kölner alles, um die drohende Niederlage noch abzuwenden. RWE konnte nur wenige Akzente nach vorne setzen, die einzig echte Torszene hatte Pröger mit einem Knaller aus gut 25m an die Latte. Auf einen Dreifachwechsel der Gastgeber reagierte Giannikis, indem er für den insgesamt eher blassen Harenbrock Lucas ins Spiel schickte und so die Macht wieder ins Gleichgewicht brachte.

Der eigentliche Höhepunkt des Spiels gelang dann aber wieder Pröger quasi mit dem Abpfiff. Kurz hinter der Mittellinie auf die Reise geschickt zog er mit seiner Schnelligkeit bis in den gegnerischen Strafraum und schob den Ball kontrolliert ins lange Eck. Sack zu, Schluss, aus, Nikolaus!

Neben Pröger war für mich heute Unzola Spieler es Spieles. Was der heute abgeräumt hat, war schon aller Ehren wert, und auch offensiv hat er sich immer wieder mit eingeschaltet, was ich auf der anderen Seite bei Malura ein wenig vermisst habe.

Mit den letzten Auftritten konnte sich RWE damit auch für die Winterpause etwas Luft verschaffen. Es ist nun an der sportlichen Leitung, die personelle Situation zu durchleuchten und die richtigen Schlüsse, auch schon im Hinblick auf die kommende Saison zu ziehen.

Aber das, lieber Leser, ist genug Stoff für einen eigenen Beitrag.

In diesem Sinne wünsche ich euch schon jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Nur der RWE!

Es wäre einfach zu schön gewesen…

Nach der kleinen Serie mit 10 Punkten aus 4 Spielen und dem Sieg im Pokal stand vergangenen Freitag für unseren neuen Trainer die Premiere unter Flutlicht gegen die „kleinen Dortmunder“ auf dem Programm. Aus persönlichen Gründen (immer dieser Wochenend-Stress…) komme ich leider erst jetzt dazu, meine Gedanken dazu niederzuschreiben. Ich bitte, Fehler in der Chronologie großzügig zu übersehen.

Mehr oder weniger parallel spielte schon beinahe traditionell die „Erste“ der Gäste, diesmal auswärts in Stuttgart, sodass sich eine ordentliche Meute auf der Gästetribüne versammelt hatte. Für etwas Atmosphäre war also gesorgt.

Leider konnte die Mannschaft den Schwung der letzten Partien zunächst nicht auf den Platz bringen. Viel zu oft war man den berühmten „Schritt zu spät“, immer wieder ließen die Dortmunder den Ball in quälend langen Ballstafetten in der Essener Hälfte laufen. Entlastungsangriffe unserer Mannschaft fanden quasi ebensowenig statt wie gefährliche Szenen für unseren Kasten, trotzdem hatte Fußballgott Platzek die einzige „echte“ Chance der ersten Hälfte: Ein abgewehrter Ball landete bei Baier, der postwendend unseren Stürmer mit einem feinen Außenrist-Pass auf die Reise schickte. Kurzer Haken nach innen – leider stellte der Distanzschuss aus gut 18m den Dortmunder Keeper vor keine größere Herausforderung. So ging es also mit 0:0 in die Pause.

Gute 10 Minuten nach Wiederanpfiff entschied der – vorsichtig gesagt nicht immer ganz glücklich entscheidende – Schiri auf Freistoß für die Borussia. Aus meinem Sichtwinkel von W3 aus möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ob da wirklich ein Foul vorlag? SICHER bin ich da nicht… Wie dem auch sei, der Freistoß landete im „Mauereck“, und nach Sichtung der Videobilder gehe ich da mit den ersten Meinungen einiger Freunde konform, dass Heller eine gewisse Teilschuld trägt. Auch wenn er den Ball spät sieht, muss er als Keeper – sorry, Robin – zumindest mal versuchen, die Hände hochzunehmen. Ich weiß natürlich nicht, inwiefern die heute bekannt gewordene Schulterverletzung da Einfluss genommen hat. Auf diesem Wege GUTE BESSERUNG an unsere Nummer 33!

Dieses unnötige Tor, es schien jedoch unser Team endlich wachzurütteln. Die Angriffsbemühungen wurden intensiver, das Spiel gleichzeitig ruppiger. Nach einem langen Ball von Baier wurde (diesmal von W3 gut zu sehen) Malura eindeutig am Arm festgehalten und kam zu Fall – der Schiri (ich wiederhole: nicht der beste Mann auf dem Platz) entschied statt auf „mindestens gelb“ auf „weiterspielen“. Hier wurde in meinen Augen mit einer Fehlentscheidung eine dicke Chance für unser Team verhindert.

Eine weitere große Möglichkeit arbeitete der erneut unermüdliche Pröger heraus, sein Querpass in  die Mitte des Strafraums von der Grundlinie wurde aber im letzten Moment geblockt. Zudem konnte noch Baier mit dem schwachen linken Fuß nach schönem Zusammenspiel mit Bednarksi einen Schuss aufs Tor ablassen, ansonsten war es das schon mit den nennenswerten Torraumszenen des Spiels.

Trotz der Niederlage hatte ich diesmal das Gefühl, als wäre das Publikum deutlich weniger enttäuscht nach Hause gegangen als beispielsweise nach dem Unentschieden gegen Wegberg. Man musste einfach anerkennen, dass die Dortmunder an diesem Abend vor allem in Hälfte eins eine Nummer zu groß waren. Über die Ansetzung eines Schiedsrichters, der sich bei den Gästen eine Mitfahrgelegenheit hätte erfragen können, möchte ich an dieser Stelle nicht großartig philosophieren. Ich gehe einfach nicht davon aus, dass er absichtlich pro BVB gepfiffen hat, zumal er in der ersten Halbzeit auch mindestens zwei Eckbälle für die Gäste nicht gegeben hat.

Ein Aufwärtstrend bleibt trotzdem deutlich erkennbar. Das Gegentor hat anders als noch zu Demandt-Zeiten in der Mannschaft keine größere Unruhe ausgelöst, stattdessen merkte man dem Team an, dass es mit allen Mitteln versuchte, die drohende Niederlage noch abzuwenden. Dass dies nicht immer klappen kann (wie noch in Aachen), sollte jeder verstehen können. Und mal ehrlich: Ein erneuter Erfolg wäre irgendwie doch auch unheimlich gewesen, oder?

Wichtig jedoch ist und bleibt, dass die Mannschaft alles dafür tut, dem Publikum zu zeigen, dass es will. Auch in den letzten Minuten der Partie, mit wahrscheinlicher werdender Niederlage, war nichts von „Aufgeben“ zu erkennen.

In der kommenden Woche findet die nächste Pokalrunde im Niederrheinpokal statt. Dieser Wettbewerb ist natürlich wieder enorm wichtig für uns, bevor wir beim Auswärtsspiel in Wuppertal dann wieder von Sport1 „beglückt“ werden. Da an diesem Wochenende wieder Wochenendstress herrschen wird (Stichwort „Nikolaus“), werde ich leider nicht vor Ort sein können.

Rot-Weisse Wohlfühl-Atmosphäre

RWE gegen die 2. Mannschaft der Fortuna, es gibt sicher prestigeträchtigere Spiele. Es gibt bestimmt aber auch Spiele, die einen spannenderen Verlauf haben. Und es gibt Spiele, bei denen es mehr zu meckern gab.

Unmittelbar nach dem Anstoß und dem damit verbundenen, ersten RWE-Angriff zeigte der Gästekeeper, welche Taktik von der Fortuna zu erwarten sein würde: schon nach 30 Sekunden brauchte er für seinen Abstoß etwa genauso lange. Und so überließen sie unserem Team weitestgehend den Ball, igelten sich wie so viele Gegner zuvor hinten ein und versuchten von Beginn an, die Zeit in der Hoffnung auf einen überraschenden eigenen Treffer herunterlaufen zu lassen. Zum Glück hielt diese Taktik nicht allzu lange den rot-weissen Angriffen stand: nach nur 15 Minuten versuchten zwei Düsseldorfer, eine Flanke zu blocken, schossen sich dabei aber so ungünstig an, dass der Ball in den Strafraum trudelte. Pröger reagierte am schnellsten, erlief den Ball und schob ihn zum 1:0 ins Netz.

Zu diesem Zeitpunkt hätte es schon ein- oder zweimal klingeln können, doch ein Verteidiger konnte jeweils vor Platzek per Kopf klären. Und auch nach der Führung lief das Spiel nur in eine einzige Richtung: auf das Tor der Düsseldorfer. So kam mit der x-ten Ecke die verdiente Belohnung. Die schon mehrmals gesehene Variante „Ecke Grund, verlängert von Zeiger“ brachte den Ball auf den Kopf von Platzek – 2:0.

Wenig später hatte Bednarski das 3:0 auf dem Fuß, als er sich in einem Laufduell durchsetzte, der Gästekeeper konnte aber gerade noch rechtzeitig abtauchen und den Ball sichern. Hier wäre vielleicht der Querpass auf Pröger die bessere Option gewesen, doch als Stürmer darf man den Egoismus in dieser Situation (zumal bei diesem Spielstand) wohl haben.

Ein Baier-Schuss führte zu einer weiteren Ecke (hat eigentlich mal einer mitgezählt, wie unfassbar viele das heute waren!?), und der heute wieder bärenstarke Pröger lief einen tollen Sololauf bis zur Grundlinie in den Strafraum hinein, konnte aber in letzter Sekunde noch am Querpass gehindert werden.

Erwähnenswert in der ersten Hälfte noch die letzten Sekunden, der Ball von Baier per Grätsche erkämpft und unter „Hey“-Rufen in den eigenen Reihen gehalten wurde. Sofort war das Publikum „da“, etwas altes Hafenstraßen-Flair lag in der Luft.

Nach dem Wechsel identisches Bild: Düsseldorf arbeitete sich am starken Essener Mittelfeld ab (Brauer und Baier überall!), scheiterte dann kläglich an der Essener Defensive (Zeiger, der „Hummels von Essen“ gewohnt mit tollem Stellungsspiel und Becker an seiner Seite vollkommen fehlerfrei) und konnte froh sein, nicht nach den diversen Chancen weitere Tore kassiert zu haben. Allein in einer einzigen Situation scheiterten Bednarski, Baier und schließlich Platzek, aber auch Pröger und Malura hatten gute Möglichkeiten, auf 3:0 zu erhöhen. Auch hier wieder Ecke um Ecke, wobei mir persönlich die von Grund geschossenen Bälle besser gefielen als die von Baier, der nach der Auswechselung (verletzungsbedingt?) diese übernahm. Vielleicht beim nächsten mal Pröger?

Ein völlig ungefährdetes 2:0, vorerst Platz 8, 10 Punkte aus den letzten vier Spielen – der rot-weissen Fanseele könnte es echt schlechter gehen. Einzig die Chancenverwertung wäre vielleicht zu bemängeln (siehe Ecken), aber man muss ja nicht immer ein Haar in der Suppe suchen. Wenn nun die Stimmung auf den Tribünen mal wieder in einen besseren Bereich käme – ich könnte glatt Fan von diesem Verein werden. 5700 Zuschauer sind ziemlich enttäuschend, aber vielleicht auch dem Herbstwetter geschuldet. Ich würde mir auch für die Mannschaft wünschen, dass es kommenden Freitag wieder deutlich mehr sind.

Trainer Giannikis scheint derzeit die richtigen Worte zu finden. Es ist ihm zu wünschen, dass dies noch sehr, sehr lange so sein wird. Die Hinrunde endet für RWE mit der heutigen Partie, dazu in einem späteren Beitrag sicher mehr.

Videoanalyse

Es fühlt sich gut an! Es fühlt sich einfach gut an! Drei Punkte, Auswärtssieg, Spiel gedreht UND nicht unverdient gewonnen. Vorab: Ich beziehe mich auf die TV-Bilder, kann also z.B. zu der Fahnenklau-Aktion, die es offensichtlich gab, nichts sagen.

Sport1 nahm das Spiel zum Anlass, uns eine Partie am Sonntag Abend zu bescheren. Um dieses Thema nur kurz anzureißen: Ich persönlich empfand es als geradezu respektlos, wie der Kommentator die erste Viertelstunde über alles mögliche philosophiert, nur nicht das Spiel, wegen dem er im Stadion war. Was interessiert es den Zuschauer in Sport 1, der zur Regionalliga einschaltet, ob Hertha einen oder zwei Elfmeter bekommt oder ob Gomez in Wolfsburg spielt? Mir scheint, die Spiele (zumindest dieses hier, aber vermutlich die kompletten Regionalliga-Übertragungen) dienen einfach nur dazu, das Programm voll zu bekommen. Auch diese unsägliche Schaltung auf die Aachener Trainerbank, wo man ja vor x Wochen schon mal gemeinsam gesessen hat… Bla bla bla. Dafür vom Spiel wegzuschalten… Oder anderes Beispiel: Einwurf RWE in aussichtsreicher Position – Sport1 zeigt die Pyro-Show im Essener Block und gibt den Leuten dort zusätzliche Bühne… Mir unbegreiflich!

Dazu passend, dass der Sender seine Werbung über den Anpfiff hinaus zeigte, sodass man den Führungstreffer der Alemannia direkt mal nicht live miterleben konnte. Ich erwarte doch, dass man das selbst bei vorheriger anderer Partie mit entsprechender Nachspielzeit die Werbung noch so timen kann, dass man zumindest beim Einlauf der Teams auf Sendung ist.

Der Treffer fiel, wenn ich die Szene richtig vor Augen habe, nach einem geblockten Ball von Becker, der in den Lauf eines Aacheners flog, sodass die aufgerückte Essener Abwehr im Rücken und damit eiskalt erwischt wurde.

Ich persönlich war der Verzweiflung in diesem Moment schon wieder sehr nahe, doch das Team ließ sich vom Rückstand nicht wirklich beeindrucken. Zwar konnte die Alemannia zunächst mehr Ballbesitz beanspruchen und spielte auch ein, zwei Chancen heraus, doch mit fortlaufender Spieldauer konnten unsere Jungs den berühmten Zugriff erlangen und kamen zu ersten, zaghaften Chancen. Pröger erlief einen zu laschen Rückpass, umspielte den Aachener Keeper auch zunächst, scheiterte dann jedoch an selbigem doch noch. Wenig später verlängerte Bednarski eine Unzola-Flanke per Kopf an den Pfosten. Spätetens zu diesem Zeitpunkt wäre der Ausgleich für RWE verdient gewesen. Doch aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben: Nach einer guten halben Stunde bediente Grund per Ecke Timo Becker, dessen Kopfball vom Aachener Torschützen des Führungstreffers ins eigene Netz geköpft wurde. Kurz vor dem Wechsel hatte erneut Bednarski die Chance zur Führung, doch er war anscheinend überrascht, dass Platzek den Ball doch noch zu ihm rüberspielte, dass nur ein harmloser Heber dabei heraussprang.

Mit diesem für Aachen glücklichen Unentschieden ging es in die Pause, aus der die Aachener zunächst entschlossener zurückkamen. Einige Eckbälle waren die Folge, die aber allesamt geklärt werden konnten. Eine gute Viertelstunde nach Wiederanpfiff gab es dann eine Menge Rauch und auch Böller aus dem Essener Block, wo einige Unverbesserliche die Grundlage dafür schufen, bei resultierenden Regressforderungen mal wieder den Präsidentenkopf zu fordern. Ist eigentlich das Geisterspiel vom Tisch oder ist aus dieser Richtung etwas zu erwarten?

Dann endlich mal gelang es RWE, die volle Wucht ihrer Offensive auszunutzen: Fehlpass Aachen und auf einmal waren Platzek, Bednarski und Pröger auf der Reise, wobei sie sich lediglich zwei Verteidigern gegenübersahen. Und über genau diese Stationen fand der Ball dann wen Weg zur überfälligen Führung ins Alemannen-Netz! 2:1, Spiel gedreht! Das hatten wir schon verdammt lange nicht mehr.

Die verbliebenen 25 Minuten waren dann zunehmends geprägt von Defensivarbeit, da die Aachener es nun noch einmal mit der Brechstange versuchten. Aber auch die Rot-Weißen kamen nochmal zu Chancen: Platzek und Baier prüften das Aachener Tor mit Distanzschüssen, scheiterten jedoch am Keeper oder an der Position des Tores (der Ball flog knapp vorbei). Besonders sehenswert der Freistoß von Baier, der aus gut 25m an die Latte knallte.

Womit wir schon bei Benni Baier angekommen sind: Er hat heute endlich nach einer langen Strecke schwächerer Spiele mal wieder gezeigt, warum er so wichtig fürs Team ist. Alle Fäden im Offensivspiel liefen bei ihm zusammen, mehrere Abschlüsse hat er sich selbst herausgearbeitet. Diese hatten zumeist das Prädikat „gefährlich“. Und auch als emotionaler Leader, als Chefaggressor war er deutlich präsenter als noch zuletzt. Ich würde mir wünschen, dass er dies auch in den restlichen Spielen der Saison mindestens auf dem heutigen Niveau halten kann.

Nach dem Abpfiff brandete nicht nur auf den rot-weissen Rängen Jubel auf, auch den Spielern war anzumerken, dass sie erleichtert waren. Timo Becker (der heute souverän wie selten in der neuen Dreierkette AGIerte (was für ein Wortspiel) legte einen spontanen Sprint über den halben Platz hin – böse Zungen behaupten, er sei vor dem Gestank der Aachener Heimtribüne geflüchtet.

Und auch in meiner Facebook-Chronik sind all diese negativen RWE-Postings verschwunden. Kein #welliggohome mehr, kein Spott, kein Zynismus. Warum nicht immer so. Ich empfehle ausdrücklich nochmals den Beitrag bei Catenaccio 07, den sich einige vielleicht schon zu Herzen genommen haben. Auf jeden Fall fühlt es sich deutlich besser an, das Ende des Tages mit einem Sieg in den Taschen einzuläuten.

Wie dem auch sei: kommenden Samstag kommen die Nager vom Rhein-Herne-Kanal rübergeschippert. Nach dem ersten Auswärtssieg dieser Saison wäre dies doch ein hervorragender Anlass, die Siegesserie auszubauen.