Tomorrow never knows.

Ja, auch bei mir saß der Stachel des leider von Davari knapp nicht gehaltenen Elfers gegen Kreyer aus dem RWO-Spiel eine Weile tief. Nicht so tief wie die Ernüchterung nach dem Ahlen-Match, aber ich war bis zum Pfiff des Schiris zuversichtlich, dass RWE diese Partie würde gewinnen können.

Aber: In meiner eigenen kleinen Tabellenprognose bis Saisonende (nach Ahlen) hatte ich zwei Unentschieden eingeplant: gegen Aachen und Wuppertal, so meine Planung, würden wir nochmal Punkte liegen lassen. Daher ist quasi nur eine dieser Punkteteilungen vorgezogen worden, wenn man so will.

Und ja, die Chancen auf den Aufstieg sind durch den sehr durchwachsenen März nicht größer geworden, ganz im Gegenteil. Allerdings – so der Tenor rund um den „Mega-März“: Auch Dortmund spielt noch gegen die Mannschaften von oben. Diese Spiele stehen nun für die Borussen an, beginnend mit dem Heimspiel gegen Fortuna Köln, dicht gefolgt vom Vergleich mit Münster und Mönchengladbach (die sicher auch etwas gut zu machen haben) und eben RWO, die ihre Stabilität in der Rückrunde wiedergefunden haben. Es darf also durchaus gehofft werden, wenn, ja wenn RWE die Hausaufgaben erfüllt und selbst eine Siegesserie hinlegt.

Wie inzwischen hinlänglich bekannt sein dürfte, bin ich den Zahlen gegenüber nicht abgeneigt, und so habe ich im Folgenden ein wenig Material zusammengetragen. Insgesamt gehe ich dabei davon aus, dass es sich zwischen uns und dem BVB entscheiden wird, auch wenn Preußen Münster in der Tabelle noch einmal herangekommen ist (aber mal ehrlich: Die haben zwei Spiele mehr als wir und sind ach so gefährlich, aber wenn wir bei einem Spiel weniger als Dortmund einen Rückstand haben, ist die Saison durch?). Mir ist bewusst, dass wichtig „aum Platz“ ist, ich will aber zeigen, dass es noch längst nicht an der Zeit ist, die Flinte ins Korn zu werfen. Wer auf sowas nicht steht, kann an dieser Stelle abschalten.

Werfen wir zunächst einen Blick auf den Ist-Zustand:

Sowohl RWE als auch Dortmund könnten noch alle verbliebenen Spiele gewinnen, alle Spiele verlieren oder irgendetwas dazwischen. Daraus ergeben sich 5148 verschiedene Kombinationen.

In 1151 Kombinationen – 22,4% – reicht es für RWE zum Aufstieg. Bei 3849 – 74,8% wird der BVB die Liga nach oben verlassen. 148 Möglichkeiten verbleiben, in denen die Tordifferenz entscheidet (2,9%). Hierzu bleibt festzuhalten: Auch in der Tordifferenz ist Dortmund nicht unerreichbar weit weg. 16 Tore besser bei 11 verbliebenen Partien – durchaus aufholbar, vor allem vor dem Hintergrund, dass wir ohnehin auf Niederlagen der Konkurrenz hoffen müssen.

Womit wir beim Thema wären: Welche Bedingungen müssen denn überhaupt gegeben sein, um überhaupt noch eine Chance zu haben?

Betrachten wir die Ausgangslage, so ist bei neun Punkten Rückstand sofort klar: Drei Siege sind das absolute Minimum. Verlieren wir die anderen acht Partien, so können wir nur noch aufsteigen, wenn Dortmund alle zehn Partien abgibt und wir dabei die Tordifferenz aufholen – das wohl engstmögliche Szenario.

Das andere Extrem: Gewinnen wir alle 11 Partien, steigen wir trotzdem nur auf, wenn der BVB maximal sieben Partien gewinnt und mindestens eine weitere verliert. Als kleiner Service für alle, die bis hierher durchgehalten haben, hier die komplette Übersicht.*

* Anmerkung: Ich habe der Übersichtlichkeit halber nicht noch jede Möglichkeit aufgelistet, in der die Tordifferenz entscheiden würde. Sollte dies in den Bereich des Möglichen kommen, reiche ich sicher ein entsprechendes Update nach.

Ich schreibe diesen Beitrag am Abend vor der Partie gegen die U23 der Knappen in der Hoffnung, dass die Mannschaft die Heimstärke beibehalten kann und sich dieser Text am Sonntag Abend nicht komplett erübrigt hat. Ich bin mir absolut bewusst, dass zwischen meiner Einstellung und einigen, die die Saison schon abgehakt haben, alle verschiedenen Betrachtungsweisen im Umfeld existieren. Aber ich bleibe Optimist. Als groben Richtwert habe ich mir mal irgendwann gemerkt, dass ein Punkt je verbleibendem Spieltag noch im Bereich des Machbaren ist. Und mindestens so lange weigere ich mich, den Nichtaufstieg zu akzeptieren. Ich hoffe, nein, ich bin mir sicher, auch die Mannschaft ist nicht dazu bereit, vom vorgegebenen Ziel zurückzuweichen.

Und wer weiß – vielleicht sprechen wir ja in zwei Wochen darüber, dass die Lücke bereits geschlossen wurde?

Also: Negativ nur beim Corona-Test!

NUR DER RWE!

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